Montag, 2. Juli 2018

Neue Besen kehren gut

Kim Jong-un stellt die Gesellschaft, in die er gewechselt ist, auf den Kopf. Aus der unteren Etage dringen Geschichten zu uns hoch, bei denen man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. Wenn man nicht genau wüsste, dass das alles bitterer Ernst ist, was da abgeht, dann könnte man darüber wirklich ein Buch schreiben.

Besonders schräg war die Geschichte, in der Kim Jong-un in einem Meeting mit der gesammten Gruppen- und Abteilungsleiter-Mannschaft mitteils einer Stopuhr auf dem Telefon, die Redezeit eines jeden einzelnen genommen hat. Was bei den betroffenden Personen für eine ziemliche Verwirrung geführt hat.

Nachvollziehbar.

Er ist erst kurze Zeit dort und hinterlässt bereits eine Spur der menschlichen Verwüstung.

Und ich selbst... ich tue mich mit meinem neuen Boss schwer. Zum einen ist das Arbeiten mit dem BIG BOSS etwas angenehmer, weil die Richtung klarer ist. Es stellt sich allerdings heraus, dass er ein ziemlicher Kontrollfreak ist. Mikromanagement deluxe.

Das System ist perfide und er in Teilbereichen sehr willkürlich. Kompetenzen und Aufgaben werden nicht klar abgegrenzt. Geht man nicht weit genug, bekommt zu hören, man solle nicht so zögerlich sein, geht man zuweit, gibt es ebenfalls einen drüber. Mit so etwas komme ich nicht klar. Genauer gesagt, kann ich mit solchen Dingen ganz und gar nicht umgehen.

Die Lage spitze sich teilweise zu, dass es laut wurde.

Ich habe mich immer gefragt, warum Kim Jon-un so handeln konnte, wie er es tat und warum er so viel anstellen konnte, ohne das es Konsequenzen hat. Kim Jong-un gehört zu der Sorte, die niemand mag. Er ist einer von denen, die man Aufgrund ihres Verhaltens damals in der Schule während der  Pause gepackt und in die Mülltonne gestopft hat. Kim Jong-un hat keine Freunde. Das macht ihn perfekt. Er leistet den Bluteid auf den BIG BOSS und im Gegenzug gibt es Narrenfreiheit. Alles was er machen muss, ist springen, wenn der BIG BOSS sagt: spring. Das ist die Erwartungshaltung. Kadavergehorsom.

Und ehrlich... damit habe ich ein Problem. Das ist nicht das was ich mag. Das ist nicht was ich will.

Ich habe das recht schnell begriffen. Aus diesem Grund habe ich alles schon vorbereitet. Ich werde ein wenig die Prioritäten verschieben und meine Energie darauf setzen ein anderes Unternehmen zu finden.

Flieht ihr Narren.

Kommentare:

  1. Na dann mal toitoitoi!
    Ihr Beweggrund ist sehr nachvollziehbar. Sie sind ja schließlich seit Jahren (Jahrzehnten?) kein Trainee/Azubi mehr.

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    1. Ich komme mit dem Mind Set nicht klar. Überhaupt nicht. Willkür und schreien, das geht nicht.

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  2. Oh Gandalf...

    Ist der BIG BOSS Ihr persönlicher Balrog?

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    1. Ja, ein guter Vergleich.

      Aber wir wissen ja, wie das für den Balrog ausgegangen ist, Frau Trümmerlotte.

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  3. Herr MiM, ich bekomme leider immer mehr den Eindruck, als ob die von Ihnen geschilderten Umstände in der Arbeitswelt mittlerweile zur Normalität gehören. Das Gras auf der anderen Seite der Strasse ist häufig nur vermeintlich grüner.

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    1. Ja, in der Tat das Gras ist nicht grüner, da gebe ich Ihnen Recht, Herr Ober_Olmer... dann aber will ich mehr Geld haben, damit ich es mir grüner machen kann.

      Ich weiß was Sie meinen. Und ich stimme Ihnen zu.

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  4. Herr MiM, mir gefällt, dass Sie stets Ihre Schlüsse ziehen aus den Vorgängen um Sie herum. Aus Ihren Beobachtungen. Klare Kante in Nordkorea. Kuhl.

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    1. Ich neige dazu, meine Beobachtungen zu notieren und immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und ob meine Modelle, die ich bilde, zu der erlebten Realität passen, Herr Glumm.

      Mein großer Fehler ist, dass ich keinen Kadavergehorsam habe und immer noch mir meine Meinung selber bilde.

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  5. Sie wollen ja schon länger gehen. Just do it.
    Ich habe im Dezember 3 Bewerbungen geschrieben und hätte 2 Jobs haben können. Alleine diese Gewissheit verschafft mir hier mehr Ruhe ;-)

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    1. Ja, das dürfte ein sehr befriedigendes Gefühl sein, Fräulein von Sachsen. Wie gesagt... ich werde das Thema mal angehen.

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  6. Es hört sich doch alles sehr bekannt an. Und es scheint wirklich überall der Irrsinn ausgebrochen zu sein. Wir haben eine Abteilung, in der der Abteilungsleiter derzeit alle feuert, die gut sind. Ungelogen. Und er kommt damit durch. Keiner weiß warum.

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    1. Nein, Irrsinn ist das nicht, Frau Annika. Das Handeln folgt einem Prinzip,einem Mind Set. Das ist eine Führungskultur, die einer Gutsherren-Art entspricht. Das Herausforderung wird sin, in Zukunft noch an Personal zu kommen. Denn das gestaltet sich jetzt schon schwierig. Die Leute gehen ja bereits, weil sie sich das nicht mehr antun.

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