Montag, 2. Juli 2018

Kingstone Angry Beast Hot Power Grill ODER Der Wurstscheibenbräter 2000

Eigentlich… eigentlich wollte ich nur in den Baumarkt fahren um Sand für die Sandkiste der Drillinge zu kaufen. Und Grassamen. Ehrlich. Ich schwöre es, Zurück kam ich mit einer Bestellung für den Kingstone Hot Power Grill.

Sagen Sie nichts. Ich möchte nicht darüber sprechen.

Der Angry Beast Grill ist die günstige Bauhaus Variante des gasbetrieben Steak-Grills mit dem Namen Beefer, der in einschlägigen Grillzeitungen beworben wird. Ich muss zugeben, dass mir 700 bis 900  EUR für ein Gerät, das einzig und alleine Fleischscheiben grillen kann, mir die Ausgabe immer etwas zu viel war. Spaß muss sein, aber da hatte ich so meine persönliche Schmerzgrenze.

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Ich war sehr überrascht, als ich im Bauhaus stand und neben einem originalen Beefer, von der Bauhhaus Eigenmarke Kingstone ein Gerät sah, dass dem Beefer in Aufbau und Funktionsweise absolut gleicht. Und dafür kostet er auch nur 298 EUR. Sehen Sie, was ich für einen unglaublichen Betrag gespart habe?

Aber Scherz beiseite… nur um ein Steak zu grillen ist das immer noch eine ordentliche Summe. Aber bei einem persönlichen Hobby lässt man ja die Kosten außer acht.

Da das Gerät nicht mehr verfügbar war, bestellte ich es gleich im Laden. Es hieß, man bräuchte 10 Tage Lieferzeit, würde es auch versadnkostenfrei nach Haus liefern. Aber ich musste nicht lange warten, nach 2 Tagen war der Grill dann am Samstag auch schon da.

Sicherheitshalber, hatte ich am Samstag schon einmal eine Scheibe Wurst zum Ausprobieren gekauft, sowie eine Gasflasche für den Betrieb besorgt. Bereit sein ist alles.

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Das Gerät ist komplett aus Edelstahl und sollte nur draußen betrieben werden. Und Vorsicht, es wird heiß. Das Gerät entwickelt auf maximaler Einstellung eine Temperatur von knapp 800 Grad. Zumindest laut Beschreibung.

Das Gerät macht einen stabilen und robusten Eindruck. Da wackelte nichts. Einfach in der Handhabung. Alles was man braucht, ist etwas worauf das Gerät stabil stehen kann.

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Sie sehen hier eine 2,5 cm dicke Scheibe Wurst von einem freundlichen irischen Rind, die zum Betriebstest herhalten musste.

Ich habe den Grill 5 Minuten aufgeheizt, wie die Keramik unter dem Feuer rotglühend war.

Dann die Wurst auf den Schieber und ab unter das Feuer. Man muss dazu wissen, dass die Hitze nur von oben kommt und man das Fleisch, wie bei jedem normalen Grillvorgang einmal wenden muss.
Da ich keinerlei Erfahrungen mit einem solchen Gerät habe, verließ ich mich einfach auf meine Intuition.

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Ich habe jede Seite 60 Sekunden unter das Feuer gelegt. Anschließend habe ich das Fleisch in tiefste untere Station geschoben, um das Fleisch gar zu ziehen.

So sah die Geschichte anschließend aus. Also 2 x 60 Sekunden plus 3 Minuten zum Garziehen.

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Schade, dass Sie es nicht riechen können. Aber Man bekommt einen ganz anderen Geruch, als wenn man das Fleisch in der Pfanne oder auf einem normalen Grill mit Feuer arbeitet. Der Fettrand wird dermaßen knusprig, das ist einfach unglaublich.

Ich habe das Fleisch nur mit etwas Pfeffer und groben Salz gewürzt.

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Von der Optik her erzielt man wirklich ein unglaublich gutes Ergebnis. Angepeilte Garstufe war medium rare.Also Außen knusperig und innen noch ein feiner Fleischstreifen.

Und ich muss sagen, das Ergebnis war wirklich super. Wirklich super.

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Das Fleisch auf dem Teller war noch so heiß, dass es noch nachgarte und das Innere sich von medium rare in den 3 Minuten nach dem Anschnitt noch auf medium rare plus entwickelte
.
Und der Geschmack? Umwerfend. Wirklich beeindruckend. Wenn man sich ein vernünftiges Steak kauft, wie man es im Laden hinter der Theke überall bekommen kann, kann man, wenn man es richtig macht, ein Resultat erzielen, wie man es in einem Steakrestaurant erwartet.

Ich bin mir nicht sicher, wie ich es beschreiben soll. Aufgrund der sehr hohen Hitze, kam es mir ein bisschen so vor, als würde man das Steak versiegeln und den Geschmack quasi einschweißen. Es schmeckt anders, ich würde sagen intensiver, als ein Steak aus der Pfanne oder direkt vom Grill.

Die äußere Ummantelung war durchzogen von Röstaromen, die unglaublich intensiv waren. Während das Fleisch innen butterzart blieb. Kein bisschen trocken, sondern wie es sich gehört. Gut temperiert, saftig und purer Fleischgeschmack.

Ideal für einen Freitagabend nach der Arbeit. Eine Flasche Rotwein, eine kleine Beilage nach Wunsch und ein Steak.

Man muss sich nur über einiges im Klaren sein, wenn man mit diesem Grill arbeitet.

T-Bone Steaks und Porterhouse sind zu groß für den Grill.

Nur weil man ein solches Gerät verwendet bekommt man nicht unbedingt ein gutes Steak am Ende. Das Gerät gleicht keine schlechte Fleischqualität aus. Das Ausgangsmaterial muss stimmen. Auch wenn die Handhabung einfach ist, muss man wissen, wie sich das Fleisch bei Hitze verhält. Wenn Sie keine Ahnung vom Kochen, Grillen und der Warenkunde haben, hilft Ihnen der Steak-Grill auch nichts. Sie sollten wissen was Sie tun.

Wenn Sie bereit sind zu experimentieren und sich das Wissen anzueignen, dann werden Sie Spaß und Freude daran haben.

Wie ich bereits sagte, 700 EUR hätte ich niemals für so ein Gerät ausgeben. Bei knapp 300 EUR sage ich: “Komm Herr MiM, Du gönnst Dir sonst nichts in Deinem Leben. Nimm es mal mit. Im schlimmsten Fall hat Du 300 EUR für Lebenserfahrung investiert.”

Brauch man so ein Gerät?

Nein. Aber wenn man schon alles hat, nicht weiß was man sonst so für unnötige Dinge kauffen soll und sich als mein ein cooles Spielzeug anschaffen will, wo man sich mit den Freunden drum herum steht und sich beim Steakgrillen zugucken kann, dann ist das Gerät perfekt.

Ein Vorteil ist, dass das Gerät sofort einsatzbereit ist. Man muss keine Kohlen anzünden und warten bis sie durchgeglüht sind. Grill hinstellen. Gasflasche anschließen. Eine viertel Stunde später können Sie das perfekte Steak auf dem Teller haben.

Ich werde noch ein paar Steaksorten und andere Fleischarten ausprobieren und schauen, was ich mit dem Gerät sonst noch so anstellen kann.

Aktuell würde ich sagen… guter Kauf. Bin zufrieden. Glücklicher Kunde. Erwartungshaltung erfüllt.

Und nein, ich bekomme kein Geld für diesen Beitrag. Und nein, es ist keine Werbung, für die ich eine Gegenleistung erhalte. Ich habe mir das Gerät von meinem Taschengeld gekauft.

Kommentare:

  1. Herr MiM, Sie sind ein Verräter und ich bin schwer enttäuscht!

    Mit Gas zu grillen, ist kein Grillen, das ist Garen. Zum richtigen Grillen gehört der Geruch von Holzkohle und ein anständiges Bier, während die Kohle durchzieht.

    Alles andere an Fleisch kann man auch in die Pfanne hauen.

    Diesbezüglich müssen Sie unbedingt an sich arbeiten.

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    1. Ganz ehrlich... , Herr Borusse... zum einen bin ich da nicht so dogmatisch. Kann ja jeder machen wie er will und warum soll ich nicht wechseln und mir das Beste aus beiden Welten zu eigen machen.

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    2. Natürlich darf jeder nach seiner Fasson glücklich werden, damit habe ich überhaupt kein Problem.
      Wer aber jedoch sein Fleisch mit Gas oder Strom erhitzt, darf dann nicht behaupten, dass er grillt. Da bin ich als sturer Schleswig-Holsteiner sehr eigen... :-)

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  2. "Nein. Aber wenn man schon alles hat, nicht weiß was man sonst so für unnötige Dinge kauffen soll"
    also wenn sie mal so gar nicht wissen, wohin mit ihrem geld, ich könnte ihnen meine kontonummer mal geben;-))

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    1. Bis dahin, Frau Würfelzucker, werde ich noch eine Menge unnötiger Küchengeräte kaufen :-)

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  3. Ach ja. Und bei der richtigen Größe (manchmal kommt es doch darauf an) geht auch ein porterhouse cut unter die Flamme

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    1. Ja, ich habe es ja bei Ihnen gesehen, Herr Sironie. Size does matter.

      Der Punkt geht an Sie :-)

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  4. "Ich habe mir das Gerät von meinem Taschengeld gekauft."
    Sie bekommen aber viel Taschengeld ;-)
    Da werde ich fast neidisch.

    Wird das Teil auch außen richtig heiß - also quasi zur Gefahr für die Drillinge? Oder ist das bei Ihnen einen abgesperrter Bereich, den die 3 nicht betreten können und die Frage somit hinfällig?

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    1. Das wird heiß... sollte man nicht von außen groß anfassen. Und ja, da müssen die Kleinen dann Abstand halten.

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  5. Wir haben das neulich mit einem Gasbrenner, wie man ihn zum Unkraut vernichten benutzt, versucht: 1200°C, 45 Sekunden und dann noch nachziehen auf dem Grill! Das Ergebnis war himmlisch! Was mir dabei fehlte, war die Langsamkeit... Zack, fertig.

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    1. Da stimme ich zu. Die Langsamkeit... die bleibt auf der Strecke. Aber ich mich hat vor allem das Ergbnis überzeugt. Und das war wirklich mehr als überzeugend.

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