Freitag, 25. Mai 2018

Die Abwesenheit des Zufalls

Sie sitzt da. Die Zeit vergeht. Und im Grunde genommen sitzt sie nur noch ihre Zeit ab. Stopft sich einen Schokoladenriegel nach dem anderen hinein.

Unterhält sich jemand im Raum, gibt sie einen Kommentar dazu ab. Sie ist im Besitzt der Wahrheit und die muss sie los werden. Also posaunt sie es raus. Starrt dabei auf den Bildschirm ohne den Adressaten der Nachricht anzuschauen.

Teilweise wirkt es ziemlich wirr. Wäre es gefüllt mit einem Intellektuellen Ansatz, könnte man es als einen Eintopf Sarkasmus & Zynismus halten. Aber es sind nur plumpe Herabwürdigungen. Notwendig, um das eigene Selbstbild aufrecht zu erhalten.

"Weißt Du eigentlich, dass es keine Zufälle gibt?", sagt sie und starrt mich an. Der Blick einer Verrückten. Einer normalen Diskussion oder einem Austausch von Argumenten nicht mehr zugänglich.

Ich zucke kurz. Scheiße, Perle... was willst Du von mir? Ich habe keine Ahnung was sie will. Woher sie diesen Gedanken überhaupt hat. Aus welcher Ecke ihres Hirns das nun kommt. Ich schaue sie an. Sage nicht. Senke den Kopf und arbeite weiter.

Ich habe keine Lust mir ihr Gerede von einem göttlichen Masterplan anzuhören.

Ich denke an das Wochenende. Ich werde einen richtig guten Drink auf ihren Abgang nehmen.

Kommentare:

  1. Was ich nicht so ganz verstehe. Warum hat man sie nicht - zumindest für die kurze Zeit nach der Verkündung ihrer Kündigung- freigestellt? Da wäre allen Seiten eine gewisse Peinlichkeit erspart geblieben.

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    1. Ja, normalerweise macht man das, Herr Typ. Aber in unserem Laden habe ich das noch nie erlebt. Ich habe keine Ahnung warum.

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  2. Sie war noch nie zugänglich für Logik, warum sollte sie es jetzt sein?
    Ich merke immer wieder was für ein soziales Arschloch ich doch wohl bin. ich habe so wenig Mitleid mit den ewig jammernden passiv-aggressiven Menschen und ihrem selbstgewähltem Schicksal. Damit meine ich die Dame und nicht Sie, Herr MiM

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    1. Ja, Fräulein von Sachsen. Da haben Sie recht. Wobei ich nicht denke, dass das was mit ´einem sozialen Arschloch sein´zu tun hat. Es gibt ja einfach irgendwo Grenzen im Umgang miteinander.

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  3. Na, ich weiß nicht, ich weiß nicht.. der Büro-Alltag ohne das Frettchen..? Das erinnert mich ein wenig an Leute, die von ihren perfekten Sommerferien erzählen. Wie schön das Wetter war und der ganze Kram, aber kein Schwein hört richtig hin. Warum? Weil die spannenden Dinge passieren, wenn es im Urlaub regnet. Wenn es stürmt, wenn es donnert und kracht, wenn man fast absäuft im See Genezareth. Wen interessiert der Büro-Alltag ohne eine ausgemachte Stör-Ziege? Aber vielleicht haben Sie ja Glück, Herr MiM, und die Nachfolgerin des Zahlenfrettchen schenkt zum Einstand giftige Suppe aus.

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    1. Herr Glumm, ganz ehrlich, dann lieber einen langweiligen Block und eine gute geistige Gesundheit in meiner Person. Das kann man nicht aushalten. Das geht nicht.

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  4. Glauben Sie eigentlich an Zufälle, Herr MiM? 😉
    Jetzt werden Sie sicherlich den Kopf schütteln – aber irgendwie finde ich die Zahlenfrau interessant. Positiv interessant. Weil – sie hat keine glatte Oberfläche, nichts, woran man abprallen kann, vermutlich sogar in der Tiefe sehr viel mehr als auf den ersten, zweiten Blick zu vermuten sei.
    Vielleicht ist der Platz in Ihrem Unternehmen fachlich nicht der richtige. Das kann ich nicht beurteilen. Aber ich finde Menschen sehr viel spannender, die mehrere Facetten haben als nur immer die eine und dieselbe.
    Sarkasmus und Zynismus… In ihrer aktuellen Situation und gemessen daran, dass sich ohnehin niemand dort für sie (als Mensch) interessiert, empfinde ich das Verhalten der Zahlenfrau nicht als verwunderlich 😉

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    1. Ich finde Menschen auch interessant, wenn sie unterschiedliche Facetten haben. Aber Frau Ziggenheimer, wenn Sie Ihren Job machen möchten, für den Sie bezahlt werden und Sie es nicht machen können, weil jemand anderes seine Arbeit nicht tut oder massiv die Betriebsgemeinschaft stört, weil er nicht aufwiegelt und ja alles besser weiß, dann würde ich gerne mal sehen, ob Sie das dann immer so so spannend finden.

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