Freitag, 28. Juli 2017

Survival Game

Sie kommt mit einem Grinsen durch die Tür. Nicht dieses normale Grinsen, wenn man wirklich gut gelaunt ist. Es ist dieses verzerrte Grinsen. Unnatürlich. Aufgesetzt. Vielleicht ein hysterisches Grinsen.

"Was ist los?", frage ich.
      "Er hat mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir zusammenarbeiten will?"
"Wer will nicht mehr mit Dir zusammenarbeiten? Ich glaube ich verstehe es nicht ganz."
      "Kim Jong-un!"

Schweigen. Ich schaue etwas betreten. Habe gerade ein wenig Schwierigkeiten das einzuordnen. Also eigentlich hat er das Zahlenfrettchen dem AfD Kollegen unterstellt. Weil er nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten wollte. Damit war er sie los. Für mich sah es bisher so aus, dass das Zahlenfrettchen mit dem AfD Kollegen ganz gut zurecht kam. Fachlich sowie menschlich.

"Aber Du arbeitest doch so gar nicht mehr mit ihm zusammen?"
Die Augen des Zahlenfrettchens sind weit aufgerissen. Das Grinsen, noch immer verzerrt.

"Hat er Dir bereits einen Aufhebungsvertrag auf den Tisch gelegt oder die Kündigung ausgesprochen?", hake ich nach.
      "Nein... hat er nicht."
"Okay...."

Dann fängt sie an auszuticken. Beginnt verbal, hochgradig agressiv gegen alles und jeden auszuteilen. Wie eine Ratte in die Enge getrieben wurde. Nur, in diesem Fall hat sie sich selbst in die Lage gebracht.

Dann zieht sie los. Vom Leder. Aber richtig. Dicke unzufriedene Männer, die sie auf der Straße angemacht hätten. Dann bin ich an der Reihe... mein Tag tägliches Verhalten käme eine sexuellen Belastigung gleich (!!).

Ich komme geistig ins Stolpern. Man hat mir quasi eine sexuelle Belästigung unterstellt. Was ich persönlich ziemlich heftig und sehr befremdlich finde. Ich hätte sie sexuelle taxiert mit meinem Verhalten. Ich schiebe es auf das, was da auf sie zu kommt. Und das was da auf sie zu kommt, wird nicht spaßig werden. Aber für mich wurde hier heute eine rote Linie überschritten.

So endet mein Tag hier. Später werde ich meinen Laptop herunter fahren, einpacken und mit nach Hause nehmen. Den Arbeitsplatz zurechträumen und entspannt durch die Tür schlendern.

Ich bleibe jetzt für einen Monat zu Hause. Elternzeit Teil 2.

Wie ich diese Cliffhanger hasse. Schauen wir mal, ob sie in einem Monat noch da sein wird.

Kommentare:

  1. Warum wollte er denn nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten? Mag er sie nicht oder ist sie (oder hält er sie) nicht kompetent genug?

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    1. Warum er es nicht mag, kann ich nicht sagen. Aus meiner Beobachtung würde ich die These aufstellen, dass sie sich nicht ins Team einfügt. Und einige Fehler begangen, die der beruflichen Aufstieg im Weg stehen. Man pisst den Chef nicht vor versammelter Mannschaft ans Bein oder lässt ihn dumm da stehen. Das ist unklug.

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  2. Oha! ...abwarten und Tee trinken...

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  3. So etwas ist eine richtige Scheißsituation.
    Weil es an die Persönlichkeit geht.
    Man sagt Dir, das du es nicht mehr bist, du bringst es nicht mehr, du hast versagt, du stinkst, dein Verhalten stimmt nicht, du bist eine Belastung für den Betrieb.
    Alles an Dir ist Scheiße.
    Stimmt natürlich nicht, du glaubst es aber trotzdem.
    Das kann bis zum Suizid führen.
    Nur wegen dieser erbärmlichen Kapitalismus-Fäkalwort.
    ( Damit ich das hier nicht so oft schreibe.)
    Aber wenn man jahrelang in diesem System dringesteckt hat, kommt man einfach so da auch nicht mehr raus. Rein psychisch.
    Es ist wirklich zum kotzen. Was machen die bloß mit einem ?

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    1. An dieser Stelle hat es sich die Dame selbst eingebrockt. Zu knapp 95%.

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  4. Nun ja....diese Argumentation kenne ich.
    Man verhält sich nun mal bei der Arbeit komplett anders als privat.
    Man kann oft nicht anders. Man ist im Stress, man flippt rum, sagt falsche Sachen zu den falschen Leuten.
    Kenne ich...........
    Die wenigsten sind in dieser Situation eiskalt. Die werden dann die Chefs.
    Aus diesem Grund sind heutzutage die ganzen "Führungskräfte" zum großen Teil Soziopathen oder schlimmeres. Es passt alles nicht mehr.
    Eine Menschenfressmaschine.

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    1. Persönlich muss ich sagen, hat er Ihr viele Chancen gegeben, ich hätte die Dame bereits rausgeschmissen, wenn ich Chef wäre.

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  5. Ab dem Punkt mit der Aussprache der sexuellen Belästigung hätte die Dame ein anderes Problem, zumindest mit mir, gehabt. Wenn Sie nun noch vier Wochen Ihren Schreibtisch räumen ist dem Flurfunk den die Dame anstecken könnte Tür und Tor geöffnet.

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    1. Mache ich mir gerade weniger Gedanken darum, Herr Sironie. Ich habe es Mitten in einem Meeting in Gegenwart von 4 weiteren Personen und dem Chef gemacht. Das ist ja das Absurde. Ich habe das Thema schon bei Ihrem Chef zur Sprache gebracht.

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  6. Verstehe. Trotzdem.................
    Ziehen Wir das ganze mal anders auf:
    Hatten Sie Probleme mit dieser Person ?
    Wieso ?
    Aha...Denken Sie nicht, daß das Problem eher von Ihrer Seite kommt ?
    Hm....soso...
    Haben Sie Probleme mit starken, unabhängigen Frauen ????
    Hm...jaja...
    Haben Sie Befürchtungen hinsichtlich Ihrer Stellung ??
    Hmmmjaaa....
    Ich denke, Sie müssen da einfach etwas an sich arbeiten.
    Wie sprechen uns also nächste Woche noch mal. nicht wahr Herr MiM ? Schönes Wochenende, jaja..

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  7. Also, aus meiner Sicht ist das eine nicht ungefährliche Situation für Sie. Sie werden der sexuellen Belästigung bezichtigt, wie auch immer, vielleicht hat dies noch jemand anderes gehört, dieser Vorwurf steht jetzt im Raum und Sie sind einen Monat nicht da, nicht aus der Welt, ok, aber nicht präsent.
    Ich würde die Dame bitten, die Vorwürfe zu präzisieren und zur Anzeige zu bringen oder zurückzunehmen und sich bei Ihnen zu entschuldigen. Das erzeugt wahrscheinlich Schnappatmung - passt schon.
    Hier wurde tatsächlich eine rote Linie überschritten, so wurden schon Karrieren zerstört.

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    1. Ja, gebe ich in im Grunde recht, Herr Blogspargel. Aber aus der Nummer kann Sie mir einen Strick drehen. Zum Zeitpunkt meiner Belästigung waren 4 Mitarbeiter und Chef anwesend. Und glauben Sie mir, hätte ich etwas gemacht, dann hätte ich mich vor meinen Boss rechtfertigen müssen. Habe ich nicht. Ich habe es bei Ihrem Chef zur Sprache gebracht. Das Thema wird sich erledigen. Ich gehe mal davon aus, dass sie sehr in einem überschaubaren Rahmen weg sein wird. Gott sei Dank.

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  8. ich musste mir das mehrmals durchlesen herr mim. und ich glaube es wäre anmaßend, hier irgendetwas zu interpretieren. das einzige, was mich etwas stutzig macht, ist die tatsache, dass die dame sie mit köstlichkeiten im büro "verwöhnt" hat und auch das gespräch gesucht hat. und dann wirft sie ihnen sexuelle belästigung am arbeitsplatz vor. das passt irgendwie nicht.....

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  9. Du liebe Zeit- die dreht aber jetzt hochgradig durch. Interpretiert Dinge hinein, die sie wohl
    gern hätte, die Frettchenfrau. Na dann, schöne Elternzeit, Teil 2. Die kommt wohl gerade richtig.Gruß, die Frau B.

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  10. Also ich würde ab jetzt aufpassen.
    Das blöde ist, daß immer was hängen bleibt. Man kann absolut unschuldig sein.
    100%
    Aber irgend jemand behauptet was, und man kann nicht das Gegenteil beweisen. Die Wohlgesinnten sagen alles klar, blöde Büchse, aber wenn es hart auf hart kommt können Sie auf niemanden, auf keinen dieser Nasen zählen.
    Und die, welche aus der Entfernung zuschauen, werden sagen, na klar, der M, iss schon ein schlimmer Finger. Hö Hö Hö, schenkelklopf.
    Ich sagte es schon, Menschenfressmaschine.
    Und wenn Sie aus der Elternteilzeit zurückkommen wird alles beim Alten sein.
    Sie wird bleiben.
    Hatte diese Probleme mit ehrgeizigen Kolleginnen schon mehrfach. Man ist wehrlos. Außer man bleibt eiskalt. Absolut eiskalt.
    Sie werden es schaffen.

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