Donnerstag, 4. Mai 2017

Elternzeit-Tagebuch (1)

Sonntag, 30.04.2017

Es beginnt mit zwei Spiegeleiern.

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Der Tag plätschert vor sich hin. Das Wetter ist grandios. Sonnig, etwas windig, aber warm. Am Nachmittag Wein im Garten. Am Abend wird in den Mai gegrillt. Mir gelingt es, einen nahezu perfekten Mojito zu mischen.

Weil es so ausgiebig warm ist, drehe ich ausgiebige Hunderunde. In Summe bin ich 3 Stunden lang mit dem Hund spazieren.

Auf Sky HD läuft am Abend ´The Conjuring 2´.

Montag, 01.05.2017

Es regnet. Es regnet den ganzen Tag. Der Hund lässt sich nur schwer motivieren vor das Haus zu gehen. Die Spaziergänge im Wald sind ein Drama.

Ich schreibe mit dem Vater meines Patenkindes. Die 22 jährige Bäckereifachverkäuferin, die jetzt gerade ihr Kind bekommen hat. Der Bezug der gemeinsamen Wohnung mit dem Vater des Kinders, schiebt sich von Juni auf Oktober. Er ist nun in das Zimmer meines Patenkindes mit eingezogen und dort kümmern sie sich um den Nachwuchs. Er wohnt ebenfalls noch zu Hause. Ich schüttele einfach nur den Kopf.

Samstag wurde mein kleiner Bluetooth Lautsprecher geliefert. Amazon Prime. Bestellen sie heute und morgen liefern wir. Das Paket verschwand auf dem Weg zu mir. Ich musste noch einmal neu bestellen, so dass ich in Summe eine Woche warten musste.

Ich nehme Amazon Music Unlimited ins Abo und springe durch die verschiedenen Musik Kanäle. Am Nachmittag nehme ich mir Zeit und höre mir bewusst das Album “The Wall” von Pink Floyd an, dass ich bis dahin noch nie gehört hatte. Es ist anders als erwartet, aber gut.

Am Abend bleibe ich im Bereich Comedy hängen und höre mir eine Aufnahme von einem Mario Barth Live Auftritt an. Mir ist das irgendwie peinlich. Ich höre nur die halbe CD und gehe dann ins Bett.

Dienstag, 02.05.2017

Der Tag beginnt mit einer Hunderunde im Regen. Gefolgt von einem Frühstück mit importierter italienischer Salami, die die Nachbarn aus dem Urlaub mitgebracht haben. Italiener sind zwar etwas chaotisch, aber was Salami angeht, sind sie ganz groß.

Da es regnet, verzichte ich auf das Schneiden der Hecke am Ende des Grundstücks

Den Vormittag verbringe ich im Hundekorb. Ich streichele das Riesenschnauzer-Mädchen, höre Deutschlandfunk und lese Bukowski.

Es klingelt am Vormittag. Der Hund springt in die Höhe, stürmt zur Tür und bellt. Die Haustür ist quadratisch aufgeteilt. Mit großen durchsichtigen Scheiben, in braunes massives Holz eingelassen.  Durch die Tür sehe ich einen Mann. Ende 50, vielleicht Anfang 60. Er trägt eine blaue Jacke mit Kapuze, die die besten Tage schon hinter sich hat. Ich sehe in ein altes Gesicht mit einem grauen Bart. Er hat bereits 2 Meter Abstand zur Tür eingenommen. Der Hund bellt wie verrückt. Ich öffne die Tür.

“Wir sind vom Zirkus. Und wir hatten einen langen Winter.” Er klappt eine Mappe auf. Ich sehe irgendwelche Bilder. Kann aber auf die Entfernung nichts erkennen.

“Danke. Wir unterstützen unsere eigenen Projekte”, antworte ich freundlich.

“Ja, okay. Einen schönen Tag.” Er zieht weiter zum nächsten Haus. Das Riesenschnauzermädchen schaut durch die geschlossene Tür.

Ich beschließe, am Mittag zum China-Mann zu fahren. Das Essen ist lecker. Aber viel los ist nicht.

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Vollgefressen verschlafe ich den Nachmittag. Ich wache gegen 17 Uhr auf und bin noch immer todmüde.

Ich höre noch eine Folge “Die Drei Fragezeichen” am späteren Abend. Anschließend schlafe ich zu Musik von Till Brönner ein.

Mittwoch, 03.05.2017

Homeoffice am Vormittag. Ich bereite das HR Konzernreporting vor, damit am Freitag die Zahlen in die USA geliefert werden können. Einen kurzen Blick auf die Ergebnisse der Gesellschaften. Alles gut. Ich schicke meinem Kollegen eine Einladung zum Business Lunch für nächsten Mittwoch. Mir fehlt das Arbeiten im Büro. Mein Chef bedankt sich ausgiebig für für mein Engagement.

Es regnet nicht. Ich schneide die Hecke am hinteren Ende des Grundstücks. Und bin damit erst einmal länger beschäftigt.

Am Nachmittag kommt eine Physiotherapeutin. Für die Kinder. Sie biegt alle hin und her und korrigiert eventuelle Fehlentwicklungen. Wenn Sie Mehrlinge und dadurch bedingte Frühgeburten haben, gibt es Betreuung ohne Ende. Was es nicht gibt, ist eine Haushaltshilfe.

Am Abend bekomme ich einen Anruf. Besuch kündigt sich für Ende des Monats ab.

Kommentare:

  1. Genießen Sie die Zeit.
    Sie machen sich immer noch zu viel Stress wie man hier liest.

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    1. Ich mache mir Stress, Herr Sironie? Für meine Begriffe bin ich schon ziemlich runtergefahren.

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  2. Hallo Herr MiM, das klingt für mich nach einem perfekten Leben.Machen was einem gefällt und einfällt.Schöne Grüße in die Pause von Frau A.



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    1. Naja, perfekt würde ich das nicht ändern, aber es geht schon, Frau A.

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  3. Für mich klingt das gar nicht nach viel Stress, sondern schön entspannt. Und das bei Drillingen!
    Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit und dem Hundemädchen besseres Wetter.

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    1. Danke Frau Edelnickel, schauen wir mal wie das weiter läuft. Ich lasse mich mal überraschen.

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  4. ui, Hausbesuch von der Physio?..Respekt. Hab ich nie gehabt.
    Zeiten ändern sich....seien sie froh drum.

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    1. Ja, Frau Gräde... auch der Kinderarzt kommt nach Hause und es gibt da noch eine besondere Förderung für Frühchen... die kommt auch einmal in der Woche zu Besuch und belustigt die Kleinen. Also es wird schon viel gemacht.

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    2. wow!....das freut mich für die kleinen Damen.Macht zumindest logistisch auch einiges einfacher..ich musste manchmal 2x rennen , um die Maxi cosis in die Praxis zu pfeffern.

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    3. Nein, Frau Gräde, da leben wir hier auf der Insel der Glückseligen.

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  5. Es liest sich, als hätten Sie eine entspannte Zeit. Das freut mich.

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    1. Entspannt? Nein, Herr AGCC... ich bin froh, wenn ich wieder im Büro bin.

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