Freitag, 31. März 2017

Was wir an diesem Freitag gelernt haben...

Ich bin teuer.

Ich bin so teuer, dass Kim Jong-un nicht müde wird zu erwähnen, wie teuer ich bin. Ich bin so teuer, dass es sehr wichtig ist, dass ich in meinem Büro nicht nur dekorativ aussehe. Zusätzlich wäre es grandios einen monetären Mehrwert aus meiner Anwesentheit zu generieren.

- "Sag mir doch mal, was Du so von Deinen Zielen prozentual erreicht hast?"

- "Nichts", sage ich.

Und das meine ich sehr ernst. Weil ich davon ausgegangen bin, dass ich bereits in einem anderen Unternehmen arbeiten würde, wäre die Sache mit den Kindern nicht dazwischen gerutscht, habe ich mich nicht mehr wirklich darum gekümmert.

- "Ich brauche aber eine Zahl. Komm, MiM, sag mir eine Zahl."

- "Kim... das ist ein Witz. Ich habe nichts geliefert. Wenn überhaupt, dann habe ich vielleicht 15 bis 20 Prozent erreicht. Und bei der einen Geschichte hat der Pinscher noch meinen Job gemacht."

- "Also wenn ich alles zusammenrechne, dann komme ich so bei 65 Prozent raus", sagt Kim Jong-un und schreibt irgendwelche Zahlen hinter eine Excelliste. "Bist Du damit einverstanden?"

- "Das ist fürstlich", sage ich und hebe die Augenbrauen.

- "Und einen kleinen Ausgleich zur Inflation. So als Gehaltserhöhung", fügt er noch schnell hinzu. "Du hast Dich so großartig entwickelt. Einfach super. Ich merke, Du bist angekommen. Ich kann mich auf Dich verlassen. Du musst noch mehr von Deinem Wissen auf die anderen Kollegen übertragen. Die können viel von Dir lernen. " Er macht eine Pause. "Und... wohin willst Du Dich entwickeln?"

- "Ich werde das nicht die nächsten 5 Jahre machen, Kim", sage ich. "Wird Zeit sich zu entwickeln und damit zu beginnen die richtige Verantwortung zu übernehmen."

Kim Jong-un nickt zustimmend. Schreibt fleißig mit.

- "Wir brauchen immer Mitarbeiter, die sich einbringen wollen", sagt er.

Wir schütteln uns die Hände. Bedanken uns für die Zusammenarbeit.

- "Gib mir mal bis nächste Woche noch ein paar Ziele. Aber welche, die auch zu schaffen sind. So für 2017", sager er.

Ich verlasse das Büro. Es ist Freitag. Ich will nach Hause. Heute ist Cuba Libre Tag. Noch mehr Verrücktes vertrage ich für heute nicht.

Kommentare:

  1. Diesen Dialog haben Sie sich doch ausgedacht, Kollege. Oder Kim Dim Sum ist selbst in argen Schwierigkeiten mit dem Herrn des Himmels (vulgo: Cheffe).

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    1. Herr Bonetti, ich reagiere sehr allergisch darauf, wenn man mir sagt, dass ich mich unwahr und nicht redlich hier aüßern würde.

      Seit dem ich blogge, habe ich immer Fiktion und meine Erlebnisse sauber von einander getrennt. Es gibt niemand hier, den ich beeindrucken müsste. Nichts was mir einen Vorteil schaffen, wenn ich hier irgendwelche Stories erzählen würde.

      Ich habe heute ein 2 und 15 Minuten langes Gespräch mit meinem Chef gehabt. Und was mir dabei geschah mag für Sie wie haarstreubender Humbug klingen. Aber ich bin nicht alleine mit irgendwelchen wilden abstrusen Erlebnissen, was diese Person angeht. Ich habe Kollegen, die ebenfalls ihre Ziele nicht erreichen und dennoch unglaubliche Zielerreichungen erlangen.

      Denn eines sollten Sie wissen, Herr Bonetti, das Kohle gibt es nicht nur für die Zielerreichung allein. Die gibt es noch extrem nach Nasenfaktor. Und wenn Sie an anderer Stelle die richtigen Dinge getan haben, dann kann ich Ihnen versichern, fragt niemand danach ob sie ein Ziel erreicht oder nicht erreicht haben.

      Ich mache viel... aber aus dem Finger saugen, muss ich mir nichts.

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    2. Ich habe das auch nur im Scherz geschrieben, lieber MiM. Weil es so unglaublich klingt. Aber nach allem, was Sie über Ihren Vorgesetzten schon geschrieben haben, glaube ich Ihnen jedes Wort.

      Würde ich die Szene in einem Roman bringen, würde der Lektor allerdings ein ernsthaftes Wörtchen mit mir reden. Weil die haarsträubenden Geschichten um Kim Chi einfach unfassbar sind.

      Nichts für ungut, lieber Herr MiM. Ich drücke Ihnen weiterhin die Daumen, beruflich und familiär.

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    3. Wissen Sie, Herr Bonetti, ich kann es sehr gut nachvollziehen. Und wenn ich diesen Blödsinn nicht selbst erleben würde, würde ich auch den Kopf schütteln. Von daher, kann ich Ihren Blick auf die Dinge absolut verstehen.

      Ich habe noch nie ein Unternehmen erlebt, welches dermaßen in einem, ich nenne, Management by Gutsherrenart, verhaftet war. Sie lange Sie ein Loblieb auf den Surpreme Leader singen und Fahnen schwenken, können Sie hier nahezu alles machen... ohne Konsequenzen.

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  2. Ich habe mal in einer ähnlichen Mühle gearbeitet. Akzeptiert der Chef, dass die Mitarbeiter die Ziele nicht erreicht haben, gibt er zu, dass er sei ne nicht erreicht hat. Ergo werden aus 0% 65.

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    1. Fairerweise muss ich sagen, dass die Aufgaben schon schafbar gewesen sind. Aber der Grund, warum ich für die Sachlage gut abgeschnitten habe ist der, dass ich doch immer ein bisschen mehr als andere tue, weniger schwierig bin, wenn es darauf angkommt, ich ihm in den letzten Monaten einiges abgenommen habe und ihm seinen Rücken frei gehalten habe, ohne zu maulen. Und der Umstand, dass ich eben auch am Samstag oder Sonntags, greifbar bin und auf meine Emails reagiere. Kommt selten vor, aber ich mache es. Weil ich mich kümmere. Dafür bin ich ja da... und eben dieses mehr schaft mir den Freiraum an einer anderen Stelle, Fräulein von Sachsen. Geschenkt bekomme ich auch nichts...

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  3. Auch bei dieser bizarren Geschichte kann ich nur wieder die Serie "Stromberg" empfehlen. Es wird Ihnen dort einiges bekannt vorkommen. Was mich freut ist, dass Sie nicht so wirken, als seien Sie vom Ausbrennen bedroht. Zynismus kann eben auch dem Selbstschutz dienen. Bleiben Sie wacker!

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