Montag, 27. März 2017

Tales from Suburbia - Von Drillingen & Hunden

Morgens. Halb acht. Ich verlasse das Haus. Gehe den Weg zur Straße. Vorne stehen die beiden Damen aus einer der Seitenstraßen. So um die Mitte fünfzig. Beide haben ihre Hunde dabei. Der eine schwarz-weiß. So ein Hütehund. Der Andere braun. Das Fell glatt. Die Ohren hochgestellt. So wie die Rute. Beide Hunde spiegeln immer die Unsicherheit ihrer Besitzer wieder. Beide sind auch etwas kleiner als das kleine große Fräulein. Man kennt sich. Man grüßt sich. Wechselt ab und an mal ein paar Worte.

- "Hier sollen irgendwo Drillinge geboren sein?", fragt die eine und schaut in meine Richtung.

- "Ja, das sind meine", antworte ich. Beide Frauen stehen da. Starren mich an. Die Münder weit geöffnet.

Die Gerüchteküche von Suburbia scheint unglaublich gut zu funktionieren. Ist wieder ein bisschen wie es früher war. Ich kenne niemanden. Alle kennen mich. Und ich habe es gehasst.

- "Herzlichen Glückwunsch", sagt die Eine. Sie schüttelt meine Hand.

- "Aber sie haben doch einen so großen Hund", sagt die Andere.

Es scheint also ein Gesetz zu geben, das besagt, wenn einen großen Hund hat, dass man dann keine Kinder haben darf.

- "Ja , aber der ist doch immer so freundlich", sagt die Eine.

Augenscheinlich sagt das Gesetzt, dass man doch Kinder haben darf, auch bei großen Hunden, allerdings nur wenn die freundlich sind.

Man wünscht mir Glück und gutes Gelingen. Sie bemerken, dass das ja unglaublich viel Arbeit sei.

Ich sehe das schon kommen. Wenn die Drei nach Papa kommen, dann kennt sie bald jeder. Und das macht mir jetzt schon Angst.

//Nachtrag:

Das kleine große Fräulein ist mein kleiner Hund... KEIN GROSSER HUND >.<

Kommentare:

  1. ich erwähnte es ja schon mal ? Denken sie über ein T-shirt nach...
    ;)

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    1. Ich finde die Idee mit einem T-Shirt nach wie vor gruselig, Frau Gräde.

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    2. ja, sicher, erspart aber in naher Zkunft eine Menge Konversation.
      *war SPAß!*..ich musste nur so Grinsen : *"alle kennen mich. Ich kenne niemanden..."
      ist hier heute noch so, es quatschen mich Leute an, die ich noch nie gesehen habe...Sind sie nicht DIE ?...und glauben sie mir, es gibt Menschen, die lassen sämtliche Hemmungen fallen....

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    3. Wirklich Mut macht mir das alles nicht, Frau Gräde.

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    4. ich schrieb da mal was.
      Nur meine Erfahrungen.
      Kann ja bei ihnen ganz, ganz dolle anders werden.
      Würde ich ihnen und der Frau gönnen.
      Echt.

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  2. *leisesing* lassdieleutereden... Ich mag die Ärzte ja... Sie hätten ja nicht auf die Frage eingehen müssen, war ja eher so allgemein gestellt... oder sie hätten wilde Gerüchte streuen können... Jeder der nicht ins Schema passt ist FÜRCHTERLICH interessant für andere Leute. Leider. Nachbarin (jünger als ich, Vollzeit Hausfrau nach eigener unnachgefragter Aussage): Warum sehe ich sie jeden Freitag mit einem Koffer?! Und Sonntag abends kommen sie zurück?! Meine Antwort: Weil ich am Wochenende die Leichenteile entsorge. Bevor der Karpfenmund wieder zu war, war ich weg. Jetzt grüßt sie immer so ängstlich... Befürchte bald Besuch vom Vermieter... Ok. Ich schaff es auch nicht unauffällig zu sein.

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    1. Ja, Frau Kira, stimmt.. ich muss keine Antworten geben. Aber... ich mag mir auch keine Gedanken machen, irgendwelche Geschichten zu erfinden... und letztlich bietet die soziale Kontrolle innerhalb einer Siedlung später einige nicht zu unterschätzende Vorteile, wenn man miteinander spricht und wissen will, was die Gören so anstellen werden.

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    2. Geschichten sollte man sich nicht ausdenken, da haben sie Recht, aber wenn die Nachbarn Sarkasmus eingesetzt als Aufzeigen einer Grenze nicht als solchen erkennen... Soziale Kontrolle ist m.E.n. etwas sehr Schwieriges. Was sie in Suburbia (gut situiert) meiner Erfahrung nach zu hören bekommen sind ausschließlich alternative Fakten. Und dann wenn die Kontrolle mal sinnvoll wäre gucken doch alle weg... Hoffe sie machen da bessere Erfahrungen...

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    3. Mir reicht es am Ende aus, wenn in Suburbia am Ende jeder weiß, wo die drei Mädchen hingehören. Wenn man weiß wohin sie gehören, dann schauen die Leute automatisch danach, Frau Kira. Was man mir für Storys dann erzählt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

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  3. große Hunde, insbesondere schwarze, sind unberechenbar. Weiß doch jeder ;-)

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    1. Mein Hund ist nicht groß, Fräulein von Saches >.<

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  4. Dorfleben...wir kennen hier auch niemanden, aber alle wissen das wir aus Köln hergezogen sind (gut mein Kennzeichen hat noch das K) das Herr Gold bei XY arbeitet und als was (Firma steht auf dem Dienstwagen) aber da muss schon jemand ziemlich fleißig recherchiert haben um zu wissen als was Herr Gold dort arbeitet - solche Infos bekomme ich übrigens auch beim Gassi gehen.

    Das kleine große Fräulein ist ganz sicher Ihr kleiner Hund, ich weiß allerdings auch wie sich die subjektive Betrachtung verschiebt, wenn man so was kleines, schwarzes neben sich laufen hat. Für mich waren die 70kg schwarzer, kleiner Hund auch immer klein und ich konnte nicht verstehen warum andere das anders gesehen haben ;)

    T-Shirt wirkt übrigens nicht wirklich, so viel Fläche für alle dummen Fragen kann man gar nicht tragen ;)

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    1. Ja, in der Tat... so viel Fläche bietet ein T-Shirt wirklich nicht.

      Aber bitte welche Hundrasse wiegt 70kg, Frau Goldi?

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    2. Herr MiM,
      einige, in diesem Fall war es ein 70kg schwerer Schwarzer Russischer Terrier der vom Äußeren her Ihrem kleinen großen Fräulein, bis auf Größe und Gewicht sehr ähnlich sieht, wenn das Fell entsprechend getrimmt ist. ( Er hatte übrigens kein Gramm zu viel aber bei einer Schulterhöhe von 98cm war etwas zu groß geraten für den RasseStandard)

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    3. Ich kenne die Rasse, haber aber leider noch nie einen live gesehen, Frau Goldi.

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  5. Three strikes and you are out, so heißt es in der amerikanischen Justiz. Offenbar gilt das auch für Hundebesitzer. Eine Freundin in Kreuzberg hat vier Kinder, Hund, Katze und irgendwo läuft auch noch ein Ehemann durchs Haus. Kein Problem :o)

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    1. Da habe ich ja Grund zur Hoffnung, Herr Bonetti :-)

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  6. Zum Glück haben Sie keinen bösen Listenhund, denn dann wäre alles noch viel schlimmer als eh schon mit dem großen äh kleinen schwarzen Hund!

    Alles Liebe
    Frau nima

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    1. Hier läuft so ein Listenhund herum, Frau Nima... das ist ein süßes und guterzogenes Etwas :-)

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  7. Kaufen Sie sich noch eine Harley-Davidson! Sie werden sehen, es wird wieder schlagartig ruhig in Ihrem Umfeld...

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    1. Ich glaube, Herr Typ3Typ, dann bin ich endgültig unten durch >.<

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  8. Scheißen Sie einfach drauf!
    Mit 3 Kindern ist man eh asozial.
    Irgendwann macht es sogar richtig Spaß, mit seiner lauten Horde die Bälle übern Zaun zu kicken, sich lauthals anzubrüllen (die Kinder gerne auch untereinander! Ps. Mädchen kreischen) und wenn im Teenager Alter die Bässe wummern, ja dann ....
    nun ja, ich scheiß drauf! Inzwischen. Es waren viele GTs nötig, um der blöden Kuh von unten galant zu sagen: "ein Teenager darf nachmittags nach der Schule auch mal laut Musik hören!"
    Seitdem ist Ruhe.
    Hahahahhaa. Yeah *Sonnenbrillensmiley*
    Solidarische Grüße von 3 fach Single Mom ^^ ohne Tiere aber mit lautem Sex !!!!!!
    Freuen die unten sich garantiert auch drüber.
    Oh Gott, ich bin echt nicht Suburbia kompatibel.
    Herzlichst, Fr Eva

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    1. Danke, Frau Eva. Sie haben wir gerade gesagt, dass ich asozial bin. Vielen Dank auch.

      Dann lieber ´Herr MiM und Tiere..." auf den Rest verzichte ich getrost.

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    2. Das sollte nicht heißen, daß Sie es sind, sondern die Gesellschaft behandelt einen dann so.
      Aber wir Mehrfach -Eltern sind in Wirklichkeit die Coolsten.

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