Montag, 30. Januar 2017

Kommentare zur Zeitgeschichte

Morgen-Magazin im öffentlich rechtlichen Fernsehen.

Hannelore Kraft macht sich stark gegen den Populismus. Das tut sie, in dem sie sagt, wie populistisch zum Beispiel die AfD ist. Auf die Frage hin, ob das wohl ausreichen wird, die AfD Wähler zu erreichen, hat sie eine Antwort. Entweder sind es Rechte oder Verunsicherte.

Das ist eine wirklich großartige Argumentation. Entweder ist der AfD ein Radikaler oder ein verwirrter Bürger, der aufgrund der Verunsicherung nicht mehr weiß was er tut. Wählt er aber SPD, ist er von einer Sekunde auf die Andere geheilt und wieder klar bei Sinnen. Was für ein Glück.

Ist schon witzig. Erst beschweren sich alle, dass die Wahlbeteiligung immer so schlecht ist. Dann wählen die Leute, aber etwas anderes als die Standardparteien, dann ist es auch nicht mehr richtig.

Nicht dass mir die AfD gefällt oder ich sie wählen würde, aber sie ist nun mal da. Und wenn das einzige Argument die Stigmatisierung des Wählers ist, dann weiß ich auch nicht. Wenn die Leute etwas anderes wählen als sie es vorher der Fall war, dann ist das nicht Schuld des Wählers. Vielleicht fühlt er sich einfach nur nicht so gut vertreten und probiert mal etwas anderes aus.

Und Martin Schulz. Noch so ein Knaller. Er will die SPD zur stärksten Partei im Deutschen Bundestag machen. Vielleicht sollte er erst einmal den Zerfall stoppen, bevor er den sozialistischen Traum träumt. 20 Prozent sind keine Volkspartei. Und wenn die AfD am 24.09.2017 im schlimmsten Fall die FDP, die Grünen und die Linke im Bundestag erholen wird, wird es wieder auf eine große Koalition hinauslaufen. Und das wird dazu führen, dass die SPD noch mehr Federn lässt.

Willkommen im Wahljahr 2017. Das wird ein richtiger Spaß werden.

Kommentare:

  1. Seit ich selbst mal politisch aktiv war und weiss, dass sich im Prinzip intern alles nur um sich selbst dreht, wähle ich, ich gebe es zu, gar nicht mehr.
    Ich fühle mich dabei nur unwesentlich verwirrt.

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    1. Mir kam das Arbeiten auf der Kommunalebene in der Poltik eher wie der Handel auf dem Schweinemarkt vor. Und ja, Egotrips und extreme Beschäftigung mit sich selbst. War schlimm. Habe es dann auch sein lassen.

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    2. ja, ich war so naiv und dachte ich könne gesellschaftspolitisch was bewegen

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    3. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, Fräulein von Sachsen,´... wenn ich die Dinge nicht ändern kann, dann nutze ich sie gnadenlos zu meinen Vorteil aus.

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  2. Der Witz ist ja, dass es gar keine echte Opposition gibt - und keine ernsthafte Alternative. Dann muss sich im Grunde auch niemand über England und Amerika wundern - oder über etwaige Wahlergebnisse bei uns im September. Der Wähler will gehört werden, da bleiben nicht viele Mittel zur Auswahl..
    Die Frage ist nur, wer sich am Ende mehr (sorry) bescheißt: der Wähler oder der Politiker.

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    1. Ja, Frau Ziggenheimer... ich stimme Ihnen zu. Meiner Ansicht nach, werden am Ende alle verlieren.

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  3. Schulz sinngemäß am 25.01.2017 in einer Rede: "Wir wollen und werden - in welcher Konstellation auch immer - dass die SPD den nächsten Kanzler stellt." Heißt für mich neben dem RRG-Gau, dass es im Extremfall auch mit AfD oder sonstwem zur Sache geht. Und nun...?

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    1. Für mich klingt das, Herr Silberlöffel, wie der Ruf nach dem sozialistischen Endsieg. Das wird nichts. Und schon gar RRG. Das Ergebnis RRG sehen wir in Berlin. Und da kann einem Angst und Bange werden.

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  4. Ich koennte mich nun grosszuegig und neunmalklug zur politischen Grosswetterlage aeussern. Aber was hilft es meiner Miesen Laune bei dem Thema, sich weitere Zustimmung zu erschreiben?

    Nichts. Und daher;

    MoMa im Oeffentlich-Rechtlichen? Seriously?

    Meinen Respekt das sie das aushalten ohne direkt im Anschluss sich selbst oder anderen schwere koerperliche Gewalt anzutun.

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    1. Ach das läuft morgens immer beim Kaffee, Herr Nugger. Für einen groben Überblick reicht es mir. Mein Tag fängt an, wenn ich Deutschlandfunk anschalte. Das gefällt mir wesentlich besser.

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