Dienstag, 30. August 2016

Eine Geschichte (5) - Epilog

Es kam auch die nächsten Tage nichts. Keine weitere Antwort. Oder sonst etwas. Warum, ich weiß es nicht. Warum sollte auch? Und ehrlich, es interessiert mich auch nicht sonderlich.

Was ich nicht verstanden habe, warum sie auf diese eine Ebene gewechselt ist. Ja, das hat uns verbunden. Da war eine Gemeinsamkeit. Eigentlich war es die Gemeinsamkeit. Der Wechsel, die Sprung dahin passte zu ihr. Und dennoch hat es mich sehr irritiert. Aber so hatte ich sie in Erinnerung. Diese Wechsel... von einer Sache zur nächsten springen.

Zwei Tage später löschte ich den Verlauf aus Whatsapp und die Nummer aus meinem Telefon. Im Gegensatz zu vielen anderen, wesentlichen belangloseren Dingen, habe ich die Konversation nicht aufgehoben.

Bin ich enttäuscht? Nein, bin ich nicht. Ich habe mehr erreicht, als ich wollte. Ich wollte nur wissen wo sie steckt. Jetzt weiß ich es. Und hätte ich nicht geschrieben, hätte ich mich den Rest meines Lebens geärgert, dass ich es nicht getan hätte. Es ist so, wie ich es in Erinnerung habe. Ein Mensch. Sehr sprunghaft. Mit wenig Struktur im Leben. Zumindest sieht es von außen danach für mich aus.

Ich habe heute nach 8 Jahren keinen Bezug mehr zu der Person. Die Gedanken und die Figur sind eingefroren. Ich habe dieses Bild im Kopf. Das ist 9 Jahre. Sie sind in meinen Aufzeichnungen konserviert. Sie ist eine Romanfigur in den alten Posts. Nicht mehr. Ich habe in den letzten Tagen einen Auslug unternommen in eine Zeit, in der mein Leben sehr aufregend war.

Es ist die am besten dokumentierte Beziehung, die ich geführt habe. Jeden Tag aufgezeichnet. Vom ersten Tag, bis zu ihrem Ende.

Ich habe mir ein paar Bilder angesehen, die ich damals in Paris von ihr gemacht habe. Ein sehr melancholischer Mensch. Sie hatte streckenweise etwas sehr trauriges an sich. Sie war damals jemand, der sich immer alleine fühlte. Sie konnte noch sie viele Menschen und Tiere um sich haben. Sie fühlte sich immer alleine.

Ich trennte mich an einem Mittwoch. Es war der 12.März.2008. Stellte ihr die Sachen vor das Haus und fuhr dann in meine Wohnung. Ich kaufte an dem Nachmittag eine Tiefkühlpizza von Wagner. Eine Packung rote Gauloises. Limetten, eine Flasche Cola und eine Flasche Havana Club Rum. Ich besorge mir ein Premiere Abo, heute Sky HD, und tat mir damit etwas gutes. Ich tätigte einige Telefonate. Buchte Zugfahrkarten und zwei Tage später war ich wieder unterwegs, saß in einem Zug und reiste durch die Bundesrepublik.

Was ist geblieben?

Eine Erinnerung an eine verrückte Zeit, das Gefühl die absolut richtige Entscheidung getroffen zu haben... und das Sky HD Abo. Das habe ich heute noch.

Kommentare:

  1. Ich frage mich, was passiert wäre oder wie Sie gedacht und weiter kommentiert hätten, wären weitere Antworten nicht ausgeblieben.
    Ok, ich kenne keine Hintergründe und keine Personen, daher geht es mich auch nichts an. Die finale Reaktion der Dame fand ich aber konsequent. Ist so.

    Und bitte Herr MiM, bringen Sie mich nicht auf dumme Gedanken! Ich hatte mich plötzlich dabei erwischt, selbst unsinnige Wörter bei Google einzugeben. (Habe mich aber rechtzeitig auf meine Finger gesetzt.)Es bringt wirklich nichts.

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    1. Was wäre wenn, Frau Holle, das Spiel habe ich nicht gespielt. Und es ist auch ohne Belang. Wie ich sagte, ich habe mein Ziel erreicht. Mehr wollte ich nicht.

      Und so lange man weiß, warum man etwas sucht oder warum man seine Neugierde befriedigen will, dann ist das alles noch okay.

      Ich habe, was ich wollte. Alles gut :-)

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  2. Die Konversation mit der Süßen schmeckt nach schalem Bier, Herr MiM, das Sie guten Gewissens in den Abfluß schütten können. Ich drücke Ihnen die Daumen für sie Zukunft! :-)

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    1. Schales Bier, Frau Molly, eine passende Analogie. Aber Sie haben schon recht.

      Meine Zukunft wird grandios werden, Frau Molly... das kann ich so sagen, weil ich ja schon wieder mehr weiß, als die Leserschaft.

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  3. Gähn! Mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.
    Beste Grüße aus dem irre faszinierenden London.
    Ziemlich gut gegessen hier. U.a.auch bei Jamie Oliver.
    Otto Lenghi Deli leider nicht geschafft, da die Graduation Ceremony meiner jüngeren Schwester den Hauptreisegrund darstellt. (Aber da gab's auch Häppchen und Champagner ohne Ende...!)
    Cheers, auf das Leben! Fr.Eva

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    1. Ich habe nicht behauptet, dass es spannend wäre, Frau Eva.

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    2. Das war auch auf die Person bezogen ^^

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    3. Ah... ja... verstehe... Langweilig... ja, vielleicht, weiß ich nicht. Ich meine, dieser kurze Kontakt lässt im Grunde eine Beurteilung nicht zu, Frau Eva.

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