Montag, 29. August 2016

Eine Geschichte (4)

Ich schaute auf das Display. Nachricht übermittelt. Ein  Haken. Nachricht durchgeleitet. Zwei Haken. Zumindest war irgendwo, bei irgendjemanden  etwas angekommen. Schauen wir mal. Ich legte das Telefon zur Seite.

Nach einer viertel Stunde schaute ich auf das Display. Eine Nachricht war eingegangen.

- "Hi.. MiM... ja, die hast Du gefunden. Wie geht es Dir und warum schreibst Du mir und wie hast Du mich gefunden?", fragte die Süße.

In diesem Moment baute sich vor dem geistigen Auge ein Bild auf. Ich sah in meinem Kopf diese Frau, die braunen Locken, die pastellgrünen Augen und ich meinte mich an den Klang der Stimme zu erinnern.

Ich erklärte, dass ich sie in unregelmäßigen Abständen im Netz gesucht hatte. Dieses Mal hätte ich sie gefunden. Und ich sie angeschrieben hätte, weil ich einfach nur wissen wollte, wie es ihr ginge. Das ich einfach nur neugierig wäre, weil ich sie nie wieder gesehen hatte.

Bleib bei der Wahrheit. Erfinde keine Geschichten. Hast Du nicht nötig, dachte ich mir.

Ihr ginge es gut. Wie es mir gehen würde.
    Ja, Danke. Mir gehe es ebenfalls bestens.
Ob ich noch in Metropolis leben würde.
    Nein, das würde ich nicht. Schon lange nicht mehr.

Es folgte eine kurze Aufzählung der letzen Wohnorte seit 2008, die mit einem Wort kommentiert wurde. Krass.

In Summe... Oberflächlich. Sehr gut. Was okay war, weil was sollte man schon anderes austauschen als Floskeln.

Während ich mich auf eine leicht zu befahrene Strecke geradeaus einstellte, machte die Konversation eine harte Linkskurve.

- "Bist Du noch immer im Bereich [ fügen sie nach belieben eine Vorliebe ihres Geschmacks hier ein, die sie auf Herrn MiM projizieren wollen ] unterwegs?"

Es traf mich wie ein Schlag ins Gesicht. Was sollte das jetzt?

- "Ähhhh.... nein", gab ich zurück und war froh, dass man mich nicht dabei sehen konnte.

- "Gehst Du noch in Clubs und auf die Partys", laute die Frage.

-"Nein", tippte ich und tat mich mehr als schwer damit, in welche Richtung die Angelegenheit ging."

- "Ich habe immer gedacht, dass ich da mal wiedersehen würde und wir uns begegnen würden", erschien im Display.

- "Nein", schrieb ich.

Darauf kam keine Antwort. Nicht nach 30 Minuten. Nicht nach ein paar Stunden. Nicht am nächsten Tag.

Kommentare:

  1. Hallo Herr MiM, dazu eine ..Weisheit von mir..die unerfüllten Lieben sind die Dauerhaftesten..Für mich war das.. Gespräch.. romantisch. Eine schöne Woche wünscht Ihnen Fau A.

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    1. Nun ja, die Liebe war in dem Sinne nicht unerfüllt. Ich denke, dass wir einfach von Anfang an absolut inkompatibel waren.

      Sie fanden das Gespräch romantisch? Ich fand es von seinem Ablauf absolut fürchterlich. Alles genau so wie früher.

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  2. War's das wert, das "senden"? Oder ist die Langeweile nun noch ozeanischer?

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    1. Ich glaube, Frau Annika, ich die Frage nach dem ´wert sein´ nicht richtig greifen, da ich bis auf ein paar Minuten meiner Zeit keinen Preis bezahlt habe.

      Ich habe das in Erfahrung gebracht, was ich wissen wollte. Daher ist es gut, so wie es ist.

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  3. P.S. ...was Ihnen nicht zu wünschen wäre. Aber wir sind ja alle mal im jetzt-ist-auch-schon-egal-Modus.

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