Donnerstag, 25. August 2016

Eine Geschichte (2)

Einige Menschen findet man leicht im Internet. Manche Menschen nicht. Jemanden, der nicht gefunden werden will, findet man nicht mit dem, was man über ihn weiß. Suche nicht dort, wo er einmal war. Suche dort, wo er hin wollte.

Aus irgendeiner Intuition heraus änderte ich meine Suche. Und auf einmal... Gotcha. Der Name. Nicht direkt im vermuteten Zielgebiet, aber noch im Einzugsgebiet. Ich klickte den Link es Suchergebnisses an. Da war es.

Arbeitgeber. Eine Adresse. Eine Telefonnummer. Eine Mobilfunknummer, um den Ansprechpartner außerhalb der angegebenen Zeiten zu erreichen. Und ein Bild. Ich kannte das Bild. Es war die eingescannte Version einen Passfotos. Sie hatte es knapp 9 Jahre zuvor in einem Passbild-Automaten gemacht. Ich hatte eines der Bilder damals bekommen. Ich nahm die Mobilfunknummer und ließ Google danach suchen. Ich fand einige Einträge und ein Stellengesuch. Sie suchte noch eine weitere Beschäftigung. Nur für einen Tag. Für nebenher. Nichts hatte sich geändert.

Da saß ich nun. Nach Jahren war ich fündig geworden. Hatte gefunden wonach ich gesucht hatte. Und ich war enttäuscht. Ein neun Jahres altes Bild. Arbeitgeber, Tätigkeit in Verbindung der rein formalen Qualifikation ... ein Trauerspiel. Kombiniert mit den weiteren gefundenen Informationen, zeichnete sich ein Bild, dass genau dem entsprach, wie es aussah, als ich sie damals kennen lernte.

Ich tippte die Mobilfunknummer in mein Telefon. Der Nummer war ein Whatsapp Account zugeordnet.

Und da saß ich nun. Im Grunde hatte ich in Erfahrung gebracht, was ich wissen wollte. Whatsapp schreiben und gucken was geschieht? Oder es auf sich beruhen lassen.?

Kommentare:

  1. Als eine "kürzlich Wiedergefundene" würde ich davon abraten ihr zu schreiben. Was euch verbunden hat, verbindet euch immer noch. Genauso verhält es sich vermutlich mit dem was euch getrennt hat.

    Neugier & Voyeurismus liegen nun mal in der menschlichen Natur - also bin ich gespannt wie sie auf Ihre Nachricht reagiert.

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    1. Da möchte ich Ihnen, Frau Lili widersprechen. Das was uns einmal verbunden hat, existiert nicht mehr. Definitiv nicht.

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  2. Ich sehe es genauso. Lassen Sie es sein. Ich bin neulich von einer alten Schulkameradin angeschrieben worden. Es war eine ziemliche Ernüchterung. Hilfskraft, mit 3 Kindern. So verliefen auch die Gespräche. Ich bin froh, dass der Kontakt wieder runtergefahren ist.

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    1. Okay, ich verstehe das als Diskrepanz von Ihrem Leben & Werten zu dem des anderen Lebens, Frau Melanie. So ist es mir in einigen Freundschaften ergangen. Das was trennt wurde mehr als das was verbunden hat.

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  3. Anschreiben. Selbstverständlich.
    Wäre betreffende Person eine der Vielen die Sie nicht mehr in ihrem Leben haben wollten, dann würden Sie sich diese Frage gar nicht stellen. Für Menschen die Sie so treffend als Zeitverschwendung Kategorisieren, hätten Sie gar nicht erst die Zeit für eine Recherche investiert.

    Sie sind erfahren genug um mit Feuer zu hantieren (falls hier hier überhaupt eines gibt). Also seien Sie nicht so eine Memme. :)

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    1. Oh Herr Nugger, ich muss ich korrigierend eingreifen. Die Dame will ich definitiv nicht mehr in meinem Leben haben. Es ist ein Unterschied, zumindest für mich, ob ich Informationen über jemanden haben möchte oder ich ihn in mein Leben integrieren will. Hier ist es nur die Information als solche.

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  4. Ich würde sie anschreiben. Auf jeden Fall. Man kann nicht wissen, was passiert...Und das ist auch gut so. Ein bisschen Spannung im Leben hält frisch ;)

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    1. Ja, die Argumentation kann ich nachvollziehen, Frau Poesie, allerdings brauche ich nicht noch mehr Spannung im Leben. Es reicht eigentlich.

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  5. @ Melanie
    Das ist das erste Mal, dass ich einen Kommentar hier kommentiere, aber ihre Aussage: "Hilfskraft mit 3 Kindern. Und so verliefen auch die Gespräche." finde ich einfach zum kotzen!

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    1. Er ist vielleich politisch nicht korrekt. Ich habe auch in meinem Freundeskreis Menschen mit Beeiträchtigung wie einer Behinderung etc. Und ich hänge sehr an diesen Menschen. Ich hätte den Kommentar auch mit ihren Sätzen füllen können, um zu verdeutlichen was ich meine. Es waren Sätze wie: Mein jüngster ist in Null Komma nichts aus meiner Muschi geploppt". Wäre das besser gewesen? Im moment vorhin ist mir keine andere Wortwahl eingefallen.

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    2. Besser? Es hätte an meinem Eindruck nichts geändert, denn solch ein Satz kann auch eine Akademikerin mit einem Kind sagen. Das sie erwähnen, dass Sie AUCH Menschen in ihrem Freundeskreis haben, die durch eine Behinderung beeinträchtigt sind, macht mich jetzt wirklich sprachlos. Da es sich hier nicht um meinen Blog handelt, möchte ich dazu nichts mehr schreiben.

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    3. Gut, ich sagte schon, dass ich mich Politisch unkorrekt ausgedrückt habe. In diesem zuge alles von mir negativ auszulegen ist eine andere Sache... Ich drücke mich nunmal Politisch korrekt aus. Ändere nicht dein Verhalten, denn es gibt Menschen die dich so brauchen wie du bist! Wenn 2 Menschen die negativsten Dinge aus dem anderen herausholen, dann sollten diese Menschen getrennte wege gehen. Es gibt immer Gründe wenn es 2 Menschen nicht in die Zukunft des anderen schaffen.

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  6. Hallo Herr MiM, Ihr schreiben .. denn da muss was Starkes gewesen sein. Es gibt auch Perlen .. im Ozean. Alles Gute von Frau A

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    1. Ja, damals war da etwas starkes..., Frau A... aber heute nicht mehr.

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  7. Zitat: „Im Leben eines jeden Menschen gibt es Augenblicke, in denen das Leben Dir einen Zentimeter Chance anbietet. Und wenn es Dir gelingt, in diesem Augenblick diesen Zentimeter Chance zu ergreifen, wird Dein Leben transformiert. Sofort.“
    Habe ich vor einigen Jahren mal irgendwo im Netz gefunden, seither lassen mich diese Zeilen nicht mehr los.
    Anschreiben ja oder nein? Besser: Warum? Die Frage besteht doch darin, was wollen Sie damit erreichen? Das ergibt auch die Antwort. Wobei ich persönlich dazu tendiere, alte Sachen ruhen zu lassen, bringt nichts.

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    1. Ein gutes Zitat, Frau Holle. Wirklich gut. Und ich halte es für zutreffend.

      Sie erwischen mich an meinem Schwachpunkt, Frau Holle. Das Warum. Meine Argumention für ein Dafürhalten ist schwach und nicht stabil.

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  8. Antworten
    1. Weil es die Einzige war, von der ich nicht wusste, was aus ihr geworden ist, Herr Dr. Schwein.

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  9. Es gibt Gründe, warum jemand nicht gefunden werden will. Das respektieren und nicht anschreiben. Sie wissen, ja bereits was Sie wissen wollten. Neugier befriedigt. Überlegen Sie für sich, was Sie sich von einer möglichen Antwort erhoffen und der andere kann oder will das vielleicht auch gar nicht erfüllen. Also bleiben lassen.

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    1. Natürlich, Frau Serenpidity, hat jeder seine Gründe, warum er nicht gefunden werden will. Ich kenne diese Gründe ja auch, nur die entspringen einen anderen Grundlage, die mit mir als als oder anderen zwischenmenschlichen Kontakten, nichts zu tun haben.

      Es ist unfair, aber an der Stelle dürfen Sie annehmen, dass ich als Autor, immer ein wenig mehr weiß als Sie, der Leser.

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