Dienstag, 26. Juli 2016

Das vermeintliche Problem mit den sozialen Medien

Ich persönlich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus.

In den vergangenen zwei Woche geschah in Deutschland und Frankreich so viel Scheiße, dass selbst der ignoranteste Mensche dem nicht mehr ausweichen konnte.

Nizza, Würzburg, München, Ansbach.

Man kann Dinge gut finden oder nicht. Man kann Menschen aus Irre und Spinner abtun, aber in dem Moment wo diese Irren und Spinner ihre Realität zur Realität der Gesellschaft werden lassen, wird man damit konfrontiert. Ob man will oder nicht.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang die von der Politik und Polizei an die sozialen Medien gerichtete Forderung nach Verantwortung. Verantwortung für was? Für die Nachrichten, die Gerüchte, die Bilder die verbreitet werden?

Das wäre ungefähr so, als würde man von einem Spiegel erwarten, Verantwortung dafür zu übernehmen, was er spiegelt. Die Plattformen wie Facebook, Twitter und was weiß ich nicht alles, sind nichts anderes als der Spiegel der Gesellschaft und seine Aussagen in seiner Normalverteilung. Und so lange Aussagen keine strafrechtliche Relevanz haben, gesteht unsere Verfassung jedem seine Fantasien, Meinung und Verschwörungstheorien zu, die er in Wort, Schrift und Bild kund tun darf.

Demokratie und Pluralismus sichert jedem seine persönliche Nische für schräge Ansichten und Verschwörungstheorien zu. Und wenn man Lust und Laune hat, darf man für seine Verschwörungstheorien auch eine Religion und/oder Partei gründen, wenn man denn genügend Verrückte findet, die genau so drauf sind, wie man selbst.

Nett ist immer zu lesen, wenn sich Menschen darüber beschweren, wie abartig Twitter doch wäre. Nicht das Medium ist abartig.

Das Problem sitzt IMMER vor dem Rechner.

Die Frage muss lauten, welche Zivilgesellschaft und welches Handeln wäre wünschenswert und welchen Weg müsste man gehen um eine solche Gesellschaft zu entwickeln?

Und dann darf man einen Blick aus das Ausgangsmaterial werfen und sich fragen, was damit überhaupt machbar ist.

Wenn Sie nicht wissen, was ich damit meine... stellen Sie sich an einem Samstag gegen 12 Uhr in einem rheinländischen Realkauf an die Kassenschlange, beobachten die Menschen, achten auf ihr Verhalten und wie sie sich so geben.

Und dann beantworten Sie sich, ob man mit diesen Menschen, die Welt retten kann.

Vielleicht... wenn man dafür Treupunkte bekommt. Aber auch nur dann....

Kommentare:

  1. ... und dann erklär mir bitte jemand wie man es schafft dabei kein Misanthrop zu werden... mir gehen mit zunehmendem Alter die Ideen aus...

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  2. Ich sehe mittlerweile davon ab die Welt retten zu wollen. Ich übe mich darin mich selbst zu retten, ein paar Menschen in meinem Umfeld, die ich mag und die meine Unterstützung wollen/annehmen können und vielleicht noch ein paar "Randoms", bei denen es einfach passiert. Ausreichend.

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  3. Hallo Herr Mim, ..Ausgangsmaterial herrlicher Ausdruck..Erziehung ist auch beim Kind, Hund, Pflanze..Alles. Eine schöne Woche wünscht Ihnen Frau A.



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