Mittwoch, 1. Juni 2016

Erziehungsurlaub

Von manchen Kollegen kann man wirklich etwas lernen.

Mein Kollege, der letzten November Vater geworden ist, hat Erziehungsurlaub beantragt. Nein. Das ist falsch. Er hat nicht beantragt. Er hat den Arbeitgeber und den Vorgesetzten darüber informiert, dass er seine Teil der Elternzeit nimmt.

Während der Chef, im weiteren Kim Jong-un genannt, heftigst mit den Armen ruderte und den Kollegen, die Frage stellte, wie er sich das vorstelle, wer denn seine Arbeit machen solle und dass das gar nicht gehen würde, hatte ich das Vergnügen zu lernen.

Ich lernte, der Mitarbeiter beantragt nicht die Elternzeit, sondern setzt lediglich den Arbeitgeber davon in Kenntnis, dass er diesen gedenkt zu nehmen und der Arbeitgeber hier nicht um seine Zustimmung gebeten wird.

Kim Jong-un war nicht sonderlich begeistert über diese Tatsache und blieb etwas hilflos zurück.

Im Nachgang, und diesen Schachzug finde ich am Besten, teilte uns der überaus geschätzte Kollege mit, dass er die Zeit mit seinem Kind gut nutzen möchte und aus diesem Grund einen 4 wöchigen USA / Kanada Trip unternehmen wird.

Ich würde mal sagen... alles richtig gemacht.

Kommentare:

  1. Es ist sein Recht diesen Erziehungsurlaub zu nehmen und punkt. Er muss tatsächlich nur informieren und was er in dieser Zeit mit dem Kind unternimmt, geht auch niemanden etwas an. Wäre ja noch schöner! Unser Chef ist auch aus allen Wolken gefallen, als mein Postdoc es genauso für den gesamten Mai praktiziert hat. Komischerweise steht das Labor noch und die Welt ist nicht untergegangen. Interessant wird es dann, wenn er das Gleiche nochmal im Dezember machen wird. Steht ihm zu und er muss nur informieren. ;-) Ich finde es gut! Das erste Mal, dass sich das in unserer Anstalt wagt. So viel zur Gleichberechtigung.

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    1. Ich persönlich, finde das ebenfalls sehr gut. Ich freue mich für den Kollegen. Das sind eine sehr spannende Zeit hier werden.

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