Samstag, 21. Mai 2016

Die Stimme des Volkes - Ein Rechenbeispiel anhand der SPD

Ich habe gelesen, dass die SPD in der vergangenen Woche innerhalb von Befragungen zum ersten Mal unter 20 Prozent auf sagenhafte 19 Prozent gerutscht sei.

Ich finde das unglaublich spannend, weil ja der Herr Sigmar Gabriel sich unglaublich für das Thema Gerechtigkeit ins Spiel bringt und dabei gerne für die SPD den Begriff einer Volkspartei verwendet.

Bei der letzten Bundestagswahl gab es 61,8 Millionen Wahlberechtigte in Deutschland. Ende 2014 hatte die Bundesrepublik 81,2 Millionen Einwohner. Nachdem die Bevölkerung in 2014 knapp um 430.000 Personen zugenommen hatte. Also hatten wir Ende 2013 so etwas um 80,8 Millionen Einwohner. Sagen wir, meine Behauptung, dass bei der letzten Bundestagswahl wir 80,6 Millionen Einwohner hatten. Das Ende des Jahres war ja noch nicht erreicht.

Das macht ein Verhältnis von Wahlberechtigen zu Einwohnern von 76,67%.

Und jetzt münzen wir das mal auf eine kleine deutsche Stadt mit 100.000 Einwohnern um. Und machen einen Transfer in das Jahr 2016.

Daraus würde folgern, dass von den 100.000 Einwohnern 76.670 Personen wählen gehen dürften.

Bei einer Wahlbeteiligung von 71,5 Prozent (Ansatz 2013) wären dann 54.819 Personen aus dieser Stadt wählen gegangen.

Nimmt man die Forsa Umfrage her, dann würden davon heute 19 Prozent SPD wählen. Das wären dann 10.416 Personen.

Also nach der Lesart der SPD ist man bereits eine Volkspartei wenn man für ein knapp 1/10 (in Worten: ein Zehntel) der Einwohner spricht. Dieses eine Zehntel nimmt für sich den Anspruch zu definieren, wie gesellschaftliche Gerechtigkeit aussieht.

In einem betrieblichen Meeting mit 10 Personen ist das dann immer die eine Person, die den anderen 9 Personen erklären will, dass das alles total falsch läuft und alles so unglaublich unfair ist. Der eine Querulant am Tisch, der alles aufhält. Ohne den sich das ganze Projekt wesentlich besser umsetzen lassen würde. Der, der keine Überstunden machen will.

In der Regel der Minderleister (was für ein tolles Wort) im Team. Kennt alle Gesetze und Regeln, trägt sie allen Kollegen vor, vergisst aber nebenher das Arbeiten.

Und den braucht kein Mensch.

Und natürlich stellt sich die Frage, ob man genau diese eine Person das Projekt definieren lassen sollte.

Ich erkläre hiermit meine persönliche Suche nach meinem Wahlkreuz für eröffnet.

Kommentare:

  1. Herr MiM, Sie haben mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.

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    1. Meinen Sie, Frau Jezabelbotanica? Mich irritiert das ehrlich gesagt alles.

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    2. ja, das meine ich. Es ist eine Konsequenz aus unserer individualisierten Gesellschaft. Es gibt nicht mehr schwarz und weiß, Gut oder Böse, SPD oder CDU/CSU. Die Menschen werden immer mehr ich-bezogen und das spiegelt sich in der Parteienlandschaft wieder. Es gibt keine wirklich großen Parteien mehr - nur die SPD scheint das noch nicht so verstanden zu haben.

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