Dienstag, 3. Mai 2016

[Das bockige Etwas] - Denn sie wissen nicht, was sie nicht tun oder wollen II

- "In welche Richtung willst Du denn gehen vom Motiv her", frage ich.

Das Erste und Einzige bis jetzt war ein s/w Tattoo. Sie kam auf diese grandiose Idee sich eines machen zu wollen, nachdem meine gesehen hatte.

Sie war damals Mitte 30. Hatte ihren Kerl einen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer verlassen. Das unrühmliche Ende eine Teenagerliebe.

Ein kleines persönliches Motiv hatte sie sich ausgesucht. Sehr individuell. Aber gut. Nichts was unpassend wirkte. Unzählige Male kam sie zu mir, fuchtelte mit der Vorlage vor meiner Nase herum. Dann musste ich die Stelle mit ihr aussuchen. Vom Venushügel 4 cm hoch, leicht nach links versetzt. Erst zerdrückte sie mir beinahe die Hand, als Moni, die hübsche Rothaarige, die Striche mit der Nadel zog. Dann dieser vollkommen unsichere Blick danach, als sie da stand, mich ansah und fragte, ob es gut aussehen würde. Es sah gut aus. Jetzt fühlte sie sich wie ein böses, wildes Mädchen oder was auch immer sie dachte, dass es mit ihr machen würde.

- "Schwarz/ Weiß... oder etwas buntes?", hake ich nach.

- "Etwas buntes?"

Sie macht eine Pause. Es folgt eine Flut von Bildern per Whatsapp.

- "Mir persönlich gefällt ja das schwarz weiße Bild sehr gut. Das mit den Blumen ist auch sehr hübsch", sage ich.

- "Dein Favorit ist mein Favorit", sagte es und lächelt.

Unweigerlich muss ich an den Film ´Der Prinz aus Zamunda´ mit Eddie Murphy denken...

Kommentare:

  1. Und der war ja auch ein wenig weltfremd...

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    1. Ja, Herr Silberlöffel. Da muss ich Ihnen recht geben.

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  2. Autsch. Mir fehlen die Worte. Das ist so.... unreif?

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    1. Frau Kira, ich weiß es nicht... ich weiß es wirklich nicht.

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  3. Warum haben Sie sie nicht für sich bellen lassen?

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    1. Eine berechtigte Frage, und ich muss zugeben, dass Sie mich damit ein wenig vorführen. Ich habe in dem Moment nicht daran gedacht, Herr Dr. Schwein.

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  4. Antworten
    1. Eigentlich die Szene in dem Film, Herr Sironie.

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