Freitag, 19. Februar 2016

Guten Morgen Deutschland

Kein Tag ohne das Thema Flüchtlingskrise. Kein Tag, ohne dass man nicht in irgendeiner Weise mit diesem Thema konfrontiert wird. Ich empfinde dies mittlerweile als recht anstregend.

Arbeitskollegen, die man sicher nicht als die Verlierer unseres gesellschaftlichen Systems bezeichnen könnte, äußern abfällig über Flüchtlinge. Teils, ich kann es nicht beschönigen, menschenverachtend über die Menschen, die hier um Schutz suchen.

Eine Freundin, die gerade ihren Job verloren hat, nutzt die Zeit um ehrenamtlich in einer Anlaufstelle für Flüchtlinge zu arbeiten und berichtet von Personen, deren Schicksal sie sehr berührt und ihr vor Augen führt, wie gut es einem noch geht.

Die Diskussion um das Problem, die Herausforderung, die Chance oder die Flüchtslingskrise, suchen Sie sich eine entsprechende Betitelung aus, wird mit Aussagen geführt, denen sich damals die sogenannte Rechte am Ende / am Anfang der 80er / 90er bedient hat.

Es wird sich beschwert über eine politische Klasse, die in den Augen vieler das Land kampflos einer fremdländischen Kultur ausliefert. Menschen, die den Politikern vorwerfen, sie würden nicht die Interessen der Bevölkerung wahrnehmen. Menschen, die glauben, dass es nicht mehr benötigen würde, als mit einem Kreuz auf einem Zettel die gesellschaftliche Verantwortung ins Outsourcing zu geben, um eine Zivilgesellschaft aufrecht zu erhalten.

Menschen, die anderen vorwerfen, sie würden sich am deutschen Staat bereichern, aber bei jeder Gelegenheit die Hand bei Transferleistungen aufhalten und vielleicht mit ihren durschnittlichen Einkommen von 35 bis 40 TEUR mal gerade eine Steuerbelastung von 15 bis 20 Prozent aufweisen und damit zu der Gruppe von 80 Prozent gehören, die gerade mal 20 Prozent des Einkommensteueraufkommens erwirtschaften.

Die deutsche Gesellschaft befürchtet den Verfall ihrer Werte und Normen. Das Recht unbehelligt Frauentausch, Deutschland sucht den Superstar oder Bachelor zu sehen und nicht mit der anstrengenden Mitarbeit bei der Gestaltung der Gesellschaft belästigt zu werden.

Auf der Strecke geblieben ist der sachliche und lösungsorientierte Austausch, die Fähigkeit zur diversifizierten Betrachtung von Problemen. Gewonnen haben Pauschalisierung, Klischees und Vorurteile.

Was der deutschen Gesellschaft heute auf die Füße fällt ist, dass wir es einfach versäumt haben, in die Zukunft zu sehen und dachten, dass diese vermeintliche und scheinbare unbeschwerte Zeit immer so weiter gehen würde.

Alles was heute vor sich geht, geschah während wir schliefen.

Guten Morgen Deutschland... ich wünsche uns allen gutes Gelingen.

Kommentare:

  1. "Der schwache wird sich immer den schwächeren suchen in kriminalisieren, verdammen und verfluchen"
    Textpassage - But Alive - 1995

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  2. So wunderbar treffend!!! Sie haben Ihr Nachbarland Österreich gleich unbewusst mitbeschrieben. Nur schauen wir Brabara- Karlich- Show, Dancing- Stars und unsere Frau Merkel ist ein Mann, verhält sich aber nicht so. Er hat absolut keine Eier.

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  3. Selten ein so treffende Beschreibung dessen gelesen, was ich zurzeit empfinde, was mich fassungslos und gleichzeitig unsäglich wütend macht. Vielen Dank!

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