Freitag, 6. November 2015

Erdbeeren zum Selberpflücken

Im Sommer sorgte der Heimweg immer dafür, dass ich ein unterschwelliges Grinsen im Gesicht hatte. Einen Ortsteil vor meinen Ziel, wenn ich Abends aus dem Büro kam, stand immer ein großes Schild an der Straße.

´Frische Erdbeeren zum Selberpflücken`. Ein großes weißes Schild. Die Schrift in rot.

Kurz dahinter gab es einen kurzen Abschnitt, an dem am frühen Abend, manchmal sogar schon morgens um 8 Uhr, rechts und links der Straße ein paar Damen die gute alte Tradition des Straßenstrichs hoch hielten. Dunkle lange lockige Haare. Hartes Gesicht, dunkler Teint. Ein kleiner breiter Arsch, in zu engen rosa Hotpants in weißen Turnschuhen. 200 m weiter stand in der Regel, in einen Seitenweg eingeparkt, das Auto mit dem bulgarischen Kennzeichen. Mit den Jungs, die auf ihre Ware acht gaben.

Manchmal sah man einen dieser Sprinter Transporter dort stehen. Immer wieder ein erhebender Anblick, wenn man den Moment erwischt, in dem jemand aus der Gebüsch kam, den Gürtel zuzog und die Hose richtete.

Die Mädels saßen auf kleinen Campingstühlen. Hörten Musik oder spielten permanent am Handy herum. Motivation sieht anders aus.

Ich habe nie angehalten um eine Schale Erdbeeren zu kaufen. Und ich mag Erdbeeren eigentlich sehr gerne.

1 Kommentar:

  1. Sorge, man könnte Ihnen andere Aktivitäten oder Absichten als das pure Vergnügen (Erdbeeren selbst zu pflücken) anlasten, Herr MiM? Ich bin überrascht. Scheren Sie sich etwas um das, was andere Köpfe von Ihnen denken könnten?

    Grübelnde Grüße, Frau K.

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