Mittwoch, 2. September 2015

Das erste Mal im Bio-Puff

Die ganze Sache war von Anfang an mehr als klischeehaft.

Selbst das Publikum. Es erinnerte stark an einen Erstbesuch in einem billigen Bordell nach Laufhausart. Man bewegt sich langsam durch die Gänge. Schaut mal hier, schaut mal da. Schaut sich verstohlen umher, geht weiter, überlegt, dreht noch einmal um, betrachtet die Ware etwas genauer. Und wie das so ist, irgendwas nimmt man dann halt mit. Weil man ja gerade hier ist.

Das erste Mal in einem Bio-Supermarkt war schon ein echtes Erlebnis. Und so schlimm, wie ich mir das vorgestellt habe, war es gar nicht. Das Publikum war wirklich teilweise ein Knaller. Von der Öko-Tante im Strickpulli mit der unreinen Haut, bis zum Familienvater in den bunten Jeans mit dem 70´er Jahre Batik-TShirt. Unglaublich.

Überrascht hat mich, dass ich die Bio-Weine eines meiner Lieblingsweingüter dort nachkaufen konnte, die anderswo vergeblich gesucht hatte. Auch gab es ein wirklich gutes Indian Pale Ale für ein Schnäppchenpreis von 1,49 EUR zu kaufen. Und wenn man jemals für ein Gericht ausgefallene Hülsenfrüchte sucht, ist man in einem Bioladen wirklich genau an der richtigen Stelle. Und ich gebe es zu, die Bio-Bagels mit den Körnern drauf sind so richtig superklasse.

Wie ich sagte, ein bisschen wie im Bordell. Man fühlt sich irgendwie am falschen Ort. Und am Ende sagt man zu selbst, dass es ja so schlimm gar nicht war und man sicherlich noch mal für das Eine oder Andere wiederkommt.

Kommentare:

  1. Und ich dachte eben noch so für mich: "Echt jetzt? BIOpuff?"

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    1. Verzeihen Sie, wenn Sie ein wenig in die Irre geführt habe.

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  2. Also, ich gehe da schon seit Jahren so ein-, zweimal die Woche rein, manchmal auch mit meinem Häubchen, aber sie geht nicht so gerne mit, weil ich mir immer zulange die nackten Buddler anschaue (fränkisch für "Hähnchen" ;-)).
    Bio-Lebensmittel sind bei uns Pflicht, man muss halt manche Dinge beachten, so die geringere Haltbarkeit, aber die Sachen schmecken so, wie sie ursprünglich sind.

    Tipp: Vorsicht beim Fleisch fürs Kurzgebratene. Bio-Fleisch ist dichter, da weniger Wasser enthalten, weil länger gewachsen. Da braucht es eine gewisse Erfahrung beim Braten.

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    1. Ich muss zugeben, Herr Blogspargel, dass mir der Laden auch wirklich gefallen hat.

      Und das mit dem Fleisch kenne ich. Ist in der Regel mit Fleisch höherer Qualität immer so.

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  3. Da denkt man jetzt kommt eine spannende Story und findet sich beim Lesen im Supermarkt. Ich habe mich dann gefragt wann die Überleitung kommt, nicht ganz jene wie Sie sie im letzten Abschnitt geschrieben haben.

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    1. Es tut mir leid für Sie, wenn ich Ihre Erwartungen an dieser Stelle nicht getroffen habe, Herr Klaeui.

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