Donnerstag, 27. August 2015

Kommentare zur Zeitgeschichte - Flüchtlinge

Dieses Land hat ein Problem. Dieses Jahr werden schätzungsweise, je nach Quelle, 850.000 Menschen nach Deutschland kommen.

Kriegsflüchtlinge. Asylsuchende auf Booten. Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Balkan. Und unzählige Einzelschicksale die sich irgendwie dazwischen bewegen.

Die Probleme?

Dieses Land ist auf diese Masse an Menschen logistisch nicht vorbereitet. Das ist ein administratives und logistisches Problem.

Wir haben ein gesellschaftliches Problem. Mir scheint es, als wäre eine vernünftige und sachliche Diskussion aktuell nicht mehr möglich. Je nach dem was Sie sagen, sind sie entweder Neo-Nazi oder Gutmensch. Dazwischen gibt es nichts mehr. Dafür oder dagegen. Schwarz oder weiß.

Ein weiteres gesellschaftliches Problem ist, dass diese Gesellschaft noch keinen Konsens hat, wie sie denn mit den Menschen umgehen möchte. Wenn es einen geben würde, müsste ich nicht in den Nachrichten hören, dass alle zwei Tage irgendwo ein angehendes Flüchtlingsheim angezündet wurde oder Demonstrationen vor einer Unterkunft stattfindet.

Das politische Problem, dass sich eine Willkommenskultur nicht per Order umsetzten lassen wird.

Ein finanzielles Problem. Denn alles was nötig ist, wird es nicht umsonst geben. Auffangen, Unterbringung und die Intergration wird Geld kosten. Dieses Geld wird von allen aufgebracht werden müssen. Unabhängig ob Schlecht-, Mittel- oder Gutverdiener.

Greift man für andere in den Geldbeutel der Bürger, ist es von Vorteil, dass es einen Konsens gibt.

Das Problem des Bestandsschutz. Eine Gesellschaft die bunter und gemischter wird, wird sich verändern. In ihrer Kultur. In ihren Werten. Eine Veränderung wird immer zur Folge haben, dass liebgewonnene Besitzstände sich verändern werden und ggf. verschwinden.

Eine Gesellschaft, die eine höheren Belastung erfährt, wird von jedem einzelnen mehr Eigenverantwortung abverlangen. Das ist den Meisten wahrscheinlich noch nicht einmal bewusst.

Die Frage wie bunt, gemischt unsere Gesellschaft sein soll, stellt sich nicht mehr. Die Frage ist, wie schafft es die Politik und Gesellschaft die gröbsten Schnitzer und Fehler zu vermeiden, um das Beste aus dem zu machen, was gerade vor sich geht. Und es wäre ein fataler Fehler die Mentalität der Menschen zu unterschätzen. In einer Situation wie heute, werden viele nicht offen sagen, was sie denken.

Und ich sage Ihnen eines, von dem Gebrauch platter Argumente und der Art wie sich die eine sowie die andere Seite aufführt, nimmt sich das alles nichts. Und damit meine ich das Vortragen von Meinungen, Ansichten und Befürchtungen, deren Sprache und Präsentation keine strafrechtliche Relevanz hat.

Denn das Erste, das auf der Strecke geblieben ist, ist die Diskussionskultur. Und genau die wird zum Lösen der Probleme sehr dringlich benötigt. Denn es wird keine einfachen Lösungen geben.

Kommentare:

  1. Herr MiM, mögen andere Menschen das sehen, wie sie wollen oder glauben zu müssen, aber für mich haben Sie voll ins Schwarze getroffen. Und das meine ich jetzt ohne jede Ironie oder sonstige Spielchen, dazu ist das Thema viel zu ernst.
    Diskussionskultur, das ist das Zauberwort. Betonung auf Diskussion und Kultur. Und beides existiert in diesem Land nicht mehr. Schade. Gefährlich.

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    1. Danke, Frau Holle freut mich, wenn Sie es ebenfalls so sehen und ich mit meiner Sicht nicht alleine bin.

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  2. Sie haben es, wie so oft, auf den Punkt gebracht, werter Herr MiM.

    Die Frage ist nicht mehr ob, die Frage ist nur noch Wie

    Mechthilda

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    1. Frau Mechthilda, danke. Danke für die Zustimmung.

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  3. Danke, Herr MiM. Auf den Punkt gebracht.
    Gruß, Frau Krümelmonster

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    1. Danke, Frau Krümelmonster. Das gibt mir das Feedback, dass meine Sicht nicht ganz so daneben liegt.

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  4. Fully agree with you...here in Western Australia we had a lot of people trying to come in by boat through Indonesia. They throw away teir documents, so nobody knows who they are. We have a refugee program for people to follow. Lots of these people end up causing a lot of problems here. So now our Navy just turns the boats back after giving assistance. Since then it has been quiet.
    Frank

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  5. Das trifft 100% ins Schwarze. Genau das ist das größte Problem dabei.

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