Dienstag, 25. August 2015

Das große Vergessen

Es sind diese Nachrichten, die man bekommt und die einen, in dem Fall mich, einfach irritieren.

- "Deine Mutter ist wieder zu Hause. Die Ärtzte meinen, es ginge ihr gut. Ich melde mich heute Abend nochmal."

Ich schaue verblüfft auf die Whatsapp Nachricht. Sie ist wieder zu Hause! Zu Hause?

Zuerst war die Aussage, sie bliebe auf der Geschlossenen. Mindestens zwei Wochen. Dann würde man sie verlegen. Eine Station, in der es so etwas wie 'Freigang' geben würde. Wenn das die richtige Bezeichnung dafür ist. Aber im Ursprung war die Aussage, dass man sie mindestens sechs Wochen dort behalten wollen würde. In Summe.

Ich hatte ein Hotelzimmer für das kommende Wochenende gebucht. Wollte eigentlich zu meinem Vater fahren. Mich über den Stand der Dinge erkündigen. Mir ein eigenes Bild machen.

Und jetzt diese Nachricht!?

Das geht mir alles ein bisschen schnell. Ich kann das nicht einordnen. Ich bin gespannt, was er berichten wird.

// Update

Kurz nach halb sieben klingelte das Telefon.

Er sagt, sie hätten ihn gestern Abend angerufen. Sie wäre nicht mehr aggressiv, ruhig und relativ unauffällig. Er könne sie morgen abholen. Was er letztlich dann heute wohl getan hat.

Ruhig. Unauffällig. Selbst ich als Laie kann mir vorstellen, wie hoch der Anteil der Medikamente sein wird, um ein solches Ergebnis zu erreichen. Es wird nicht wenig sein.

Er erzählt weiter. Das Sprachzentrum wäre stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie wüsste noch wer er ist und wo sie sich befindet. Nur das Sprechen... es käme wenn überhaupt nur noch Kauderwelsch dabei heraus. Manchmal würde sie es noch ein zwei Wörter bilden können. Aber viel ist es nicht mehr.

Wie es nun weitergehen würde, will ich wissen?

Er will mit ihr noch einmal zum Arzt. Den Kontakt zur Krankenkasse wegen der Beantragung einer Pflegestufe wird er auch wieder herstellen. Man baue in der Nähe eine Tagesbetreuung. Die würde im Herbst fertig werden. Da will er mal hin und sich kundig machen.

Er wirkt auf mich gefestigter als die Tage. Es scheint, als würde es gut tun, dass er sie zurück hat. Alleine ihre Anwesenheit scheint ihm gut zu tun.

- "Es bleibt doch bei Freitag?", fragt er. "Du kommst doch, oder?"

Ich seufze.

- "Es bleibt bei Freitag. Ich komme", sage ich.

Kommentare:

  1. Lassen Sie mich raten.... Zwei Wochen sind herum? Dann ist mir das klar. War bei uns auch zwei Mal so. Die Kassen zahlen nur unter Protest und besonderen Umständen länger als für diese Spanne den Aufenthalt.

    Uns wurde gesagt: "14 Tage sind herum. Holen Sie Ihren Vater morgen ab, oder wir haben zwei Möglichkeiten: Sie bezahlen privat weiter den Aufenthalt (450 Euro ca. je Tag) oder wir stellen ihn vor die Tür!". Und das war sein voller Ernst. Zwei mal erlebt, bei zwei verschiedenen Ärzten.

    Und? Der Vater war drei Tage zuhause, musste dann wieder in die geschlossene Abteilung zur Medikamenteneinstellung. War aber kein Problem - die Zeit dort lief nun wieder von Null an.

    LG, DSL

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    1. Ja, in der Tat, Herr Silberlöffel. Ich glaube, es kommt sehr gut hin mit den zwei Wochen.

      Ich bin sehr gespannt darauf, was nun geschehen wird. Und ehrlich... ich traue dem Frieden nicht. Absolut nicht.

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