Freitag, 12. Juni 2015

Die Geschichte vom Anfang des Endes (9)

Mitte/Ende Februar 2000

Es waren noch knapp eine Woche bis ich meinen Job antreten sollte. Ich schlief morgens lange. Das Bett war alt. Der Lattenrost und die Matratze waren durchgelegen. Man schlief darin, wie in einer Hängematte und es bedurfte schon einer gewissen geübten Bewegung um aus dem Bett aufzustehen. Ich frühstückte immer bei einem Bäcker oder holte mir irgendwo an der U-Bahnstation einen Kaffee und eine Brezn. Immer extra-salzig.

Ich hatte begonnen die Stadt zu erkunden. Ich streunerte tagsüber mit meinem Rucksack und meiner Kamera durch die große Stadt. Ein paar Tage vorher hatte ich mir eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr besorgt, so dass ich bequem kreuz und quer durch die Stadt fahren konnte Ich fuhr morgens den Weg zu meiner Arbeit ab, um zu sehen, wie lange ich wohl immer brauchen würde. Ich erkundete die nähere Umgebung nach weiteren Einkaufsmöglichkeiten und wälzte den Stadtführer um einige Highlights der Stadt ausfindig zu machen, die man als Zugereister unbedingt kennen sollte. Langsam aber sicher fand ich mich zurecht und bewegte mich auf sicherem Terrain.

Ich mochte die Stadt. Sie gefiel mir jeden Tag besser. Die Leute waren freundlich. Für eine Person mit einer Maß und einer Brezn fand sich immer noch ein Platz an einem Tisch. Es war großartig.

Ein paar Tage später hatte ich einige Emails in meiner Inbox. Antworten auf meine Anzeige, die ich geschaltet hatte. 2 oder 3 mit irgendwelchen osteuropäischen Frauen, die jemanden suchten, den sie heiraten konnten. Eine blonde BWL Studentin aus einer anderen Stadt, die ebenfalls unter Langerweile litt und jemanden suchte. Und dann war da noch eine Frau, die knapp 17 Jahre älter war und ein paar nette Zeilen schrieb und ebenfalls augenscheinlich aus Metropolis stammte. Ich antwortete der BWL Studentin und der Älteren. Schrieb jeder ein paar unverfängliche Zeilen.

Die verbleibenden Tage verliefen relativ gleich. Tagsüber streunerte ich herum und verwendete all meine Zeit darauf die Stadt zu entdecken. Und am Ende schaute ich als erstes in meine Inbox, las ggf. eine Nachricht von einer der Frauen und tippte sofort eine Antwort. Ich hatte Zeit und sonst weiter nicht viel zu tun.

Kommentare:

  1. Hachja, aeltere Frauen.

    Die interessante Perspektive hierbei ist uebrigens, dass die von ihnen erzehlten Ereignisse auch etwa 15 Jahre her sind. Sie duerften also inzwischen beinahe das damalige Alter der einen Dame teilen.

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    1. Genau, der abgedroschene Klassiker. Klischee pur, Herr Nugger.

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    2. Sorry, 'kriege die Aussage hinter ihren letzten Worten nicht ganz auf die Reihe.

      Mit meinem Hachja verbinde ich verschiedene Ereignisse in meinem Leben, keines davon Entsprach einem der gaengigen Klischees.

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