Freitag, 29. Mai 2015

Die Dicke für die Quote

In einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen las ich vor einiger Zeit, dass in Great Britain die dicksten Menschen Europas leben. Tendenz steigend.

Und in der Tat. Der persönliche subjektive Eindruck scheint dies zu bestätigen. Was man hier in einer dreiviertel Stunde in einem Wal Mart Store zu sehen bekommt, geht weit über das Bekannte aus Deutschland hinaus. In einer britischen Umgebung würde so manches, was in Deutschland unter Moppel läuft, wie ein Hungerhaken wirken, in die man sofort einen Double-Choc-McSundae schieben möchte, damit sie nicht an einem Schwächeanfall zusammenbricht.

Nun sind natürlich nicht alle Menschen im United Kingdom fettleibig, aber die Tendenz ist zunehmend und die Normalverteilungskurve hier der Menschen in Abhängigkeit zum Gewicht, ist eine Andere als in anderen Ländern. Auffälig scheint mir, dass das gesunde Mittelmaß fehlt. Entweder sind die Personen sehr schlank, nahezu dürr. Oder aber, und das ist die Mehrheit, sind sie sehr dick und wirklich für einen deutschen Maßstab fettleibig.

Die Veränderung der Gesellschaft in der Form hat interessante Konsequenzen. Es führt, schaut man auf das britische Unterhaltungsprogramm im Fernsehen, zu einem Phänomen, dass ich als die Qouten-Dicke beschreiben würde.

Es gibt eine Krimi-Sendung in der eine blonde Kriminalpolizistin, eine kleine Dicke, die aussieht wie ein Lutschbonbon auf zwei Beinen, dabei sehr ansehnlich gekleidet, mit etwas Witz, disziplinarischer Härte und Intellekt ihre männlichen Kollegen scheucht und komplizierte Fälle löst. Oder die Reality Doko-Soap Jobcenter, deren Chefin eine ebenfalls kleine Dicke ist, die durch Kleider und hohe Schuhe auffällt, und dabei eben auch, das geistige Zentrum des betrieblichen Alltags darstellt. Oder diese Agentenkomödie, die hier momentan im TV beworben wird, deren Hauptdarstellerin ebenfalls eine übergewichtige Hauptdarstellerin ist. Jegliche positive menschliche Eigenschaft wird den kleinen dicken Symphatieträgern wie mit einem Tacker angeheftet.

Es ist spannend zu sehen, wie sich eine physisch körperliche Entwicklung der Gesellschaft im Fernsehen und in der Unterhaltung wiederspiegelt.

Ich möchte an dieser Stelle eines klar stellen und ich rechtfertige mich hier wirklich gerne dafür, ich habe kein Problem habe mit Moppelchen, Angedickten oder Frauen, die mehr auf den Rippen haben. Auch möchte ich ebenso bemerken, dass ich keinerlei ästethische Bedenken hege.

Im Gegenteil, ehrlich gesagt ich bin vielmehr begeistert, dass die Menschen selbstbewusst auftreten, ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen und einen Schritt aus dem Schattendarsein in das Licht wagen. Diese Menschen brauchen sich nicht verstecken, es sind mündige Bürger, die ein Recht darauf haben, dass man sie beachtet, wahrnimmt und ihnen Produkte bietet, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Und nun entschuldigen Sie mich. Ich werde jetzt meine monatliche Investition in meine Fonds in Auftrag geben. In was ich investiere? Verbrauchsgüter und Gesundheitswesen. Die Bereiche entwickeln sich großartig.

1 Kommentar:

  1. "Auffälig scheint mir, dass das gesunde Mittelmaß fehlt. Entweder sind die Personen sehr schlank, nahezu dürr. Oder aber, und das ist die Mehrheit, sind sie sehr dick und wirklich für einen deutschen Maßstab fettleibig."

    Yep. Europa kommt auch immer mehr an amerikanische Verhältnisse ran. Sowas gibt's in Florida und Kalifornien seit Jahrzehnten. Also, diese gravierenden Gegensätze. Im restlichen Land tendiert man mittlerweile ja eher generell zu fett.
    (Ich darf das sagen. Bei mir wirkt das hoffentlich nicht antiamerikanisch :P).

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