Dienstag, 28. April 2015

The Muppet Show - Business Version

Dieses Top-Management von dem alle reden ist, und das möchte ich an dieser Stelle einmal erwähnen, ein bisschen wie die Muppet Show. Nur, dass halt alle Anzüge tragen. Und ich denke, dass das Niveau sich ab und an gnadenlos auf dem Niveau einer rheinländischen Pilsbier-Kneipe bewegt.

Man rutscht manchmal in Positionen hinein, von denen man immer nicht genau weiß, was sie letztlich beinhalten oder wie sie sich genau entwickeln. Das trifft auf meinen Job zu. Und auf einmal finden Sie sich in einer Besprechung wieder, die sich von den anwesenden Titeln und Personen sicher sehr aufregend anhört, bei der man sich allerdings jede Sekunde wünscht, irgendwo anders zu sitzen.

Interessanter Weise stelle ich fest, sind Sitzungen des Topmanagement eines international aufgestellten Konzern, sind nichts weiter als Teamsitzungen, wie man es auf den unteren Ebenen kennt.

Das wird der Chef Europe/Asia zum Abteilungsleiter, der Geschäftsführer der britischen Gesellschaft, ist sowas wie der Gruppenleiter. Der Direktor Finance UK und der Chef Finance Europe/Asia so etwas wie die mitgebrachten Fachabteilungs Pitbulls und dann gibt es dann noch den Werkstudenten, das wäre ich, der gar nicht genau so weiß, was man eigentlich so von ihm will. Da wird man dazugeholt, der Leiter Europe/Asia dreht den Geschäftsführer durch den Wolf, und am Ende bekommt jeder noch einmal einen eingeschenkt.

Bei solchen Runden, die nur aus Männern bestehen, leidet ein wenig das Niveau. Während mich eigentlich nur die fachlichen Dinge interessieren, ist der Leiter Europe/Asia sehr daran interessiert, was der vom ihm beauftragte Werkstudent, also ich, hier so in seiner Freizeit tut. Wo gehe ich essen, welche Pubs habe ich bereits besucht und warum, zum Teufel, ich mir noch kein britisches Mädchen zur Unterhaltung angelacht habe. Letzteres hat interessanter Weise alle irgendwie brennend interessiert. Scheinbar muss das irgendwie zum Jobprofil gehören.

Und es kommt natürlich genau so, wie ich es habe kommen sehen, der Chef Europe/Asia ist der Meinung, dass ich hier unglaublich nützlich bin und ich ruhig noch ein wenig länger hier vor Ort sein sollte.

Wissen Sie, was mein größtes Problem ist? Ich habe mittlerweile die Speisekarte des örtlichen Steakrestaurants fast einmal durchgegessen.

Und... war das mit der britischen Gespielin jetzt ein Arbeitsauftrag oder nur eine Art freundschaftlicher Hinweis?

Kommentare:

  1. Hallo Herr Mim, irgendwo sind wir alle nur.......Mensch. Eine schöne Woche von Frau A, die auch mal wieder bei so einer Sitzung dabeisein will.

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    1. Frau A, das wollen Sie nicht wirklich. Und Vorsicht mit Wünschen, manchmal werde die wahr und dann haben Sie den Salat.

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  2. Lieber Herr Mim, das klingt doch sehr amüsant. Wenigstens im Ansatz produktiv. Unsere internen Meetings gleichem eher einem Kindergarten. Wir sitzen nur rum ohne etwas produtives zu leisten, jeder blubbert irgendwelche leeren Worte, während alle anderen im Kopf nur mit Murmeln und bunter Knete spielen. Jeder hebt hervor wer die dicksten und besten Spielsachen hat. Am Ende fehlt nur noch, das wir uns mit dem Mittagessen bewerfen.

    Im Zweifel würde ich es lieber als Arbeitsauftrag auffassen - damit können Sie nicht falsch liegen. Feuer frei!

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    1. Frau G, dieser Arbeitsauftrag macht mir Angst. Wenn Sie sehen würden, WAS sich Abends an der Bar im Pub so aufstellt, würden Sie mich nicht so leichtsinnig mit einem Klaps auf den Rücken dazu ermuntern.

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  3. Das wahre Business erledigt das einfache Volk an der Front. Es gibt wenig Sesselpupser, die in der Lage sind, sich selbst zu belächeln. Was helfen könnte.
    Ich ziehe den Hut vor den Männern, die in einer Stunde insgesamt 500 Koffer aus und einladen. Aber jeder macht irgendwo auch nur seine Arbeit, die erledigt werden muss. Wichtig ist nur, dass man das respektiert.
    Und derjenige, der sich wirklich für Ihr Wohlbefinden interessiert hat, der weiß einfach, was im Leben gut tut.
    Lg Fr Eva

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    1. Ja, die Einstellung ist gut, Frau Eva, in der Praxis ist das selten anzutreffen.

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