Mittwoch, 29. April 2015

S.J. Blackwood

Bestimmt ist S.J. Blackwood ein netter Kerl. Mit Sicherheit kein schlechter Mensch. Mich allerdings macht er wahnsinnig.

Ich habe mittlerweile nahezu alle Taxifahrer des angeheuerten Unternhmens einmal durchgespielt. Jeden Tag werde ich am Hotel abgeholt zum Büro gefahren und dann wieder am Abend mit dem Taxi zurückgefahren. Ich kenne alles. Zu frühes Abholen, zu spätes Abholen. Komplett vergessen werden. Umwegfahren. Im Staustehen. Spontan das Reiseziel ändern. Ignoriert werden. Mit Sighseeing und/oder Hinweisen, wo ich mir Abends die Zeit vertreiben könnte, wenn ich mich alleine fühlen würde. Das Augenzwinkern, was ich dazu vom Fahrer bekam, war im Preis mit inbegriffen.

Da war der Inder, der nach einer dreiviertel Stunde auftauchte und sagte, er hätte den Ort nicht gefunden. Ja klar. Ich habe am nächsten Tag mal kurz mit Claire gesprochen, die mir meine Taxifahrten organisiert und diesen Fahrer auf die No Go Liste setzen lassen. Ich habe ihn nie wieder gesehen.

Gerne fahre ich auch mit dem dicken Typen, mit den bunt tätowierten Armen und dem langen Bart, der aussieht wie ein Biker. Der ist immer gut gelaunt. Hat immer ein gutes Wort auf dem Lippen. Für komplizierte Gespräche nicht geeignet, aber danach ist meine Laune immer bestens. Mit dem würde ich gerne mal einen Roadtrip machen. Ich denke, das wäre ein echtes Erlebnis.

Einer, ein verdammt freundlicher Kerl, hat unglaubliche Ähnlichkeiten mit Eric Idle und auch seine Stimme klingt auch wie der Schauspieler von Monty Python.

Manche sind einfach ganz harmlos und man kann sich gut mit ihnen unterhalten. Es ist immer so wie eine Art kostenlose Unterrichtsstunde für Englisch im Alltag unter erschwerten Bedingungen, weil alle in der Regel durch irgendeinen Dialekt geprägt sind. Ich mag auch sehr gerne die Fahrer, die eine Zeitung dabei haben. Gut, der mit den Zeitungen ist ein Rassist und will keine Ausländer in UK haben, Kommunisten kann er auch nicht ausstehen, aber ansonsten ist er ein echt klasse Typ. Und, er hat immer eine Zeitung dabei. Ich mag ihn.

Gestern bin ich mit Lisa gefahren. Lisa Sparks. Ich mag Frauen, die wie Pornodarstellerinnen klingen, wenn diese besagte Pornodarstellerin ihren Künstlernamen leicht abgewandelt hat.

Aber S.J. Blackwood ist meine persönliche Hölle. Dieser Kerl hat einen fürchterlichen Dialekt und er nuschelt. Ich verstehe ihn nicht. Er redet hinter der Scheibe irgendetwas und will mir andauernt etwas mitteilen. Er spricht leise und es klingt, als hätte er einen Socken im Mund. Wahrscheinlich will er mir alles nur recht machen und höflich sein.

Mag alles sein. Aber dieser Kerl schafft mich.

Kommentare:

  1. Hören Sie auch das Rufen der No Go Liste?

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    1. Ach Frau G, er kann ja eigentlich nichts dafür. Fachlich gesehen macht er ja alles richtig.

      Ich kann mich ja nicht nur von der kleinen Griffigen fahren lassen, die wie ein Pornodarsteller klingt >.<

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    2. Warum eigentlich nicht Herr Mim? So als Vorspiel vor der Erfüllung Ihres Arbeitsauftrages.

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    3. Weil das anstrengend ist. Und darauf habe ich keine Lust. Und früher oder später wird mir die Perle auf die Nerven gehen und alles was ich will, ist nur meine Ruhe haben, Frau G.

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    4. Werden wir langsam alt, Herr MiM? :-)

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    5. Ich bin alt, Herr Borusse... ich bin alt.

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