Dienstag, 21. April 2015

Frauen, die einem Gutes wollen

Wie oft habe ich diesen Satz in meinem Leben gehört?

- "Ich wollte Dir doch etwas Gutes tun!"

Hätte ich jedes Mal 10 EUR für diesen Satz bekommen, wären dabei ein paar wirkliche nette Stunden, in einem mir bekannten Etablissement, heraus gesprungen.

Der Satz kam in der Regel wenn mir jemand eine Freude machen wollte. Solche Dinge tun in der Regel Frauen. Pathologisches Verhalten, in der Erwartung das eigene Gefühl zu verbessern, weil sie sich durch eine Handlung, in der weiblichen Sicht bereichernd und gut, ein positives Feedback erhoffen, um dadurch das eigene Selbstwertgewühl zu steigern. Wird nur noch durch den weiblichen Ansatz übertroffen, jemanden etwas Gutes zu tun, weil man glaubt, man würde dann geliebt werden.

In der Regel zeigt man als Mann nicht die gewünschte bzw. erwartete Reaktion. Ich für meinen Teil hasse es wenn mir jemand etwas Gutes tun will. Warum? Ist relativ einfach erklärt. In 99% der Fälle ist dieses ´Gute´ was man mit tun will, komplett am Ziel vorbei gewesen. Man sieht immer sehr schnell, dass der Mensch in der Regel nicht einen Funken Ahnung davon hat, was ich mag, was ich mir wünsche oder sonstige Kenntnisse über mein persönliches Wertesystem besitzt.

Ich kenne nicht einmal eine Hand voll Menschen in meinen Leben, die es  richtig machen. Ein Freund von mir zum Beispiel bringt mit Dosenwurst mit oder eine Flasche Milch. Auch mal eine Flasche Schnapps. Was ich so daran mag, dieser Mensch hat das System intuitiv verstanden ohne mich überhaupt gefragt zu haben. Und ich sage es Ihnen gleich, damit hier kein Missverständnis aufkommt, es geht in dem Kontext nicht alleine um Lebensmittel als solches. Oder ich habe einen Freund, der unabgesprochen und nicht beabsichtigt, immer nahezu die gleichen Dinge oder Klamotten wie ich kauft. Dem Menschen müsste ich nur meine Hemden und Hosengröße nennen und dann würde ich genau das passende mitgebracht bekommen. Fällt Ihnen etwas auf? Die, die es richtig machen, sind Männer !!

Das ist heisst, von 100 Fällen in man mir etwas Gutes tun wollte, habe ich mich in 99 Fällen einfach nur geärgert und einmal nicht. Das ist eine ziemlich beschissene Quote, die mehr an meinen Nerven zieht als dass es mich in gute Stimmung versetzt.

Aus diesem Grund mag ich auch nicht, wenn man mir etwas schenkt. Weil es nahezu immer am Ziel vorbei geht. Denn... dass was ich wirklich haben will, kaufe ich mir in der Regel selbst. Weil ich genau weiß, was ich und wie ich etwas haben will.

Und Sie glauben doch nicht, dass ich Dinge, die mir wirklich wichtig sind, in andere Hände gebe.

Ich bin doch nicht bescheuert.

Kommentare:

  1. Manchmal komm ich mir ja ein bisschen als Verräterin meines Geschlechts vor - aber ich kann nicht anders: Sie haben wiedermal Recht, Herr MiM!
    Es heißt auch nicht umsonst: Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse - sondern gut gemeint ;)

    Alles Liebe
    Frau nima

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    1. Frau Nima, machen Sie sich keine Sorgen. Ich werde niemanden sagen. Wir sind ja hier unter uns.

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  2. Lieber Herr Mim,

    Gut gemeint, ist oft schlecht gemacht. Allerdings meinen es auch Männer oft zu gut.

    Was mich bei solch einem Text wirklich wundert, ist dass Sie sehr einsam oder verbittert klingen, wenn es um Frauen in ihrem Leben geht.

    Ob das wirklich so ist oder nicht, werde ich nicht erfahren. Aber es ist mir aufgefallen.

    Liebe Grüße, Kira

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    1. Frau Kira, ich bin weder einsam, dazu habe ich einfach zu viele Menschen um mich herum, und noch bin ich verbittert. Ich schaue einfach nur auf die Dinge drauf und schreibe herunter, wie ich sie sehe oder wahrnehme.

      Während ich früher den Standpunkt vertreten habe, ein Mann sollte sich um eine Frau bemühen, habe ich heute keine Achtung mehr vor Ihrer Spezies.

      Daraus folgert nur, dass ich mein Ding, in meinem Tempo, in meinem Takt mache. Ich nehme keine Rücksicht mehr und kümmere mich ausnahmlos um die Dinge, die mir wichtig sind.

      Und wissen Sie was... ich fahre wesentlich besser damit, weil ich mir keine Gedanken mehr machen muss, ob mir jemand schadet, weil ich alles wirklich Wichtige in meinen Händen habe.

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    2. Hallo Herr Mim,
      na gibt es jetzt wohl noch eine andere Frau Kira hier - böse Absicht oder Zufall? Na ich denke mal Zufall. nenne mich dann mal Kira1. :-) Denn ich bin tatsächlich bis zu einem gewissen Grad ihrer Meinung. Ich habe auch früher immer versucht anderen Gutes zu tun. Bin so erzogen worden. "Du bist ne Frau, Du musst Dich kümmern, Männer sind zu dumm um zu wissen was gut für sie ist also musst Du das tun". Bin seit einigen Jahren über diese Erziehung herausgewachsen. Ich tue ungefragt niemandem einen Gefallen oder etwas gutes und erwarte das auch nicht mehr. War ein harter Lernprozess. Egal ob Männlein oder Weiblein. Bin dann wohl auch in Kira2s Sinne verbittert. Lebt sich dadurch aber entspannter. Und Respekt vor der Spezies Mann hatte ich glaube ich noch nie...

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  3. Ich hörte (in einem umgekehrten Falle) eine Frau auf die Aussage "Ich will doch nur Dein Bestes!" antworten: "Ich weiß, aber Du kriegst es nicht!"
    Und im vorliegenden Verhältnis pflege ich unverblümt, jedoch mit meinem süßesten Lächeln, zu sagen: "Wenn Du mir etwas Gutes tun willst, dann geh' mir doch einfach aus dem Weg!" Das führt erst einmal zu irritierten bis konsternierten Blicken, dann rauschen die Ladies jedoch indigniert ab. Und der Effekt ist erreicht. Bei meiner Frau ist das kein Problem. Die hat solche Anwandlungen nicht, weil sie sie selbst nicht mag. Die sagt schon auch mal: "Lass mich einfach in Ruhe!" Da ist die Situation geklärt, - und keiner muss sich ärgern. Und wir leben beide nicht nebeneinander her, sondern in einem mal sehr engen, mal etwas distanzierteren Miteinander. Außerdem stimme ich Ihnen zu 100% zu: Was wichtig ist, - selber machen, dann ist es definitiv (und eben auch gut) getan. Auch die Sichtweise "offen = verbittert" trifft man häufig an. Also, insgesamt alles im Lot.

    Seien Sie freundlich gegrüßt
    Drago

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    1. Herr Drago, genau zwei Worte in Ihrem Absatz, den ich wirklich gelungen finde, möchte ich mir zur Ausleihe erbitten.

      "distanziertes Miteinander"

      Einfach nur großartig.

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  4. Wie sieht's denn aus, schon mal an eine Beziehung mit einem Mann gedacht?
    -Jetzt verstehe ich auch, warum mein roter Knopf mir aus der Hand frisst, wenn ich ihm deftige Wurstbrote mit süßem Senf o.ä. mitbringe !
    LG Fr. Eva
    P. S. Morgen gibt's Penne mit grünem Spargel, Parmesan und viel frischen Kräutern als Stärkung zwischendrin!

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  5. Sie sind kein Zocker, Herr Mim? Seltsam, hätte ich anders eingeschätzt. Die Wahrscheinlichkeit liegt zugegebener Maßen in einem kaum sichtbaren Bereich; dennoch gibt es den berühmten Fall X, bei dem Sie angenehm und positiv überrascht werden könnten. Weil es tatsächlich jemand schaffen könnte, Ihnen mit etwas eien Freude zu bereiten, auf das Sie mal nicht selbst gekommen sind. Ja, auch solche Dinge geschehen. Das übrige Zeug kann ja den Weg allen Restmülls gehen, so what`s the problem? Und mit jeder Schrottgerfahrung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, bald eine wirklich angenehme und bewegende Überraschung zu erleben. Ist wie mit Männern.

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    1. Aufwand und Ertrag steht in keiner Relation.

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