Montag, 9. März 2015

Wochenend-Review

Wieder ein italienisches Restaurant. Klein. Unscheinbar. Irgendwo in einer Ecke der Stadt, wo man nicht vorbei gehen würde, wenn man nicht wüsste, dass es dort einen Laden gibt. 8 Tische. Mehr gibt es dort nicht. Man sitzt direkt neben der Küche. Eigentlich ist es wie zu Hause. Man sitzt am Tisch und kann dem Koch, der gleichzeitig auch Kellner und Restaurantbesitzer ist, bei der Arbeit zusehen. Speisekarte am Tisch? Gibt es hier nicht. Alles was man wissen muss, steht auf einer Kreidetafel an der Wand.

Guter Wein. Einen Meeresfrüchte-Salat auf Couscous. Als Hauptgang Farfalle mit Wolfsbarsch und Spitzkohl. Etwas Pesto um den Teller herum.

- “Als Nachspeise mache ich eine Zabaione!”

- “Ordentlich hangeschlagen?”, frage ich.

Der Italiener nickt. Hier gibt es keine Auswahl an Desserts. Hier wird einem gesagt, was man bekommt. Und Köche freuen sich immer, wenn der Gast genau weiß, wie das Gericht zubereitet gehört.

Am Ende wird ein Grappa serviert, der so weich und fruchtig ist, dass man glaubt, man habe einen Traubensaft im Glas und keinen Tresterbrand.

Gut gelaunt wird das Lokal verlassen.

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Der Abend klingt in einer von jungen Menschen frequentierten Lokalität aus. Einen Mai Tai, oder was auch immer behauptet wurde, was es sein sollte, und ein Corona zum Abschluss. Jung ist alles, was unter 40 ist. Aber wenn man am Ende des Abends gefragt wird, ob man eine Quittung für die Steuer bräuchte, dann wird einem schon zu verstehen gegeben, dass angenommen wird, man hätte sich verlaufen und im Laden vertan.

Ein guter Abend. Ein wirklich guter Abend.

1 Kommentar:

  1. "... Aber wenn man am Ende des Abends gefragt wird, ob man eine Quittung für die Steuer bräuchte, ..."
    LOL - und das Ihnen. Paßt.

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