Freitag, 20. Februar 2015

Grundsätzliche Fragestellung

Um einen Ansatz zu entwickeln, stelle ich mir eine Frage. Vielleicht können Sie die Frage für sich beantworten? Ich kann es spontan nicht.

Was müssen Sie tun um sich gut zu fühlen?

Und so banal die Frage klingt, so wenig ist sie es letztlich. Und, wenn man will, kann man die Frage auf die Spitze treiben.

Was macht Sie glücklich?

Denken Sie einmal darüber nach. Und vor allem, glauben Sie nur zu wissen, was Sie glücklich macht oder wissen Sie es tatsächlich?

Ich denke gerade sehr intensiv über mich nach, was ich will und was ich brauche. Aber ist das was ich will, das was ich brauche und brauche ich das, was ich will?

Kommentare:

  1. Einer der interessantesten Aspekte in diesem Zusammenhang: "Darf ich überhaupt zufrieden und glücklich sein?" Ist ein wenig wie das "survivor's dilemma" ((Selbst-)Schuldzuschreibungen bei Überlebenden). Oft hat das eigene Nicht-Ich-Leben etwas mit Loyalität gegenüber der Herkunftsfamilie zu tun. Womit fast jeder von uns Menschen betroffen ist.

    Ansonsten: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Und es war nicht alles schlecht.

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    1. Ich finde die Frage "Darf ich überhaupt zufrieden und glücklich sein?" mehr als interessant, denn ich würde dazu die Frage stellen, wer hätte die Autorität darüber ein Verbot auszusprechen.

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    2. Internalisierte Elternanteile beziehungsweise Bezugspersonen. Jenseits dessen legt man sich das Verbot mitunter wunderbar selbst auf: "Wenn meine Eltern ein so schlechtes/entbehrliches Leben geführt haben, darf es mir dann gut (= besser) gehen?" Ggf. auch: "Wenn meine Eltern das nicht hinbekommen haben, wie soll ich das dann schaffen?" (Im Kleinkindalter nehmen wir Eltern/Erwachsene oftmals wie Götter wahr, und verkennen ihre eigene Fehlbar- und Menschlichkeit.)

      In einem Seminar heute hörte ich den fantastischen Satz: "Die Schutzburg des Kindes ist das Gefängnis des Erwachsenen."

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  2. Um mich gut zu fühlen brauche ich nicht viel. Ich bin da Äußerst simpel gestrickt. Morgens um halb 4 mit gut was Intus über den (Schwach)sinn des Lebens zu philosophieren gehört dazu. Oder ein tolles Auto, eine lange Etappe Autobahn und ein vielversprechendes Projekt am Ziel.

    Aber glücklich? Die Frage ist nichts für einen Einzeiler. Davon gibt es dazu so viele, und dennoch treibt mich diese Frage nun schon einige Zeit um.
    Gerne hätte ich dazu auch eine zufrieden stellende Antwort parat.

    Vielleicht die grossen Dinge? Familie/Beruf? Ich glaube ich bin ganz gut in Beidem. Aber glücklich macht es mich nicht.

    Ich versuche mich an Zeiten zurück zu erinnern, an denen ich mir diese Fragen nicht gestellt habe. Nicht um das was ich zu dieser Zeit erlebte in die Gegenwart zu holen. Ich denke das ist unrealistisch. Derjenige der all das erlebte und entsprechend positiv empfand ist so unglaublich weit weg von der Person die er jetzt ist. Ich mache das vielmehr in der Hoffnung ein Muster zu erkennen.
    Und ich denke eines dieser Muster ist, dass ich zu all diesen Zeiten immer glaubte, genau richtig dort zu sein wo ich bin. Oder nein… vielmehr glaubte genau zu wissen wohin ich gehen sollte. Selbst wenn das rückblickend betrachtet falsch war.

    Zurück zu Ihnen. Insofern sind ihre gestellten Fragen genau richtig. Sie erheben sich, und beginnen sich umzuschauen. Zu allen Seiten und natürlich auch zurück. Lassen sie sich die Zeit dafür. Wann und in welche Richtung sie dann weiterlaufen, freue ich mich hier von ihnen zu lesen.

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    1. Herr Nugger, danke für diesen wirklich ausgiebige Zeilen. Mir gefällt sehr was Sie sagen. Ich möchte mich nicht großartig dazu äußern, sehen Sie es mir nach, ober Sie regen mich starkt zum Nachdenken an. Vielen Dank.

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  3. Weitere Frage: gibt es dauerhafte Glücksgefühle oder sollte man nicht schon mit dauerhafter Zufriedenheit zufrieden sein?

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    1. Frau Leja, ich persönlich denke, Glück ist temporär. Während Zufriedenheit ein andauernder Zustand sein kann.

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  4. To be honest MIM...I don't know..Don't get me wrong I have had a lot of good times in my life combined with bad ones but true happiness, I have not found. You strive for it like going up an icy mountain and then you when you think you have reached the top, you slip down a bit....and then you try again..that gives you drive to become a better man...my opinion anyway....and happy Cubra Libre day...Frank

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    1. Und genau darum, Frank, weil wir es noch nicht gefunden haben, ist es an der Zeit, auf die Suche zu gehen.

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  5. Hallo Herr MiM, Nein.Das was ich will brauch ich nicht....ich habe...alles.Weise Grüße in das Wochenende von Frau A.

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    1. So gesehen, haben Sie verdammt recht, Frau A. Ich denke, bei mir könnte es ähnlich sein.

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  6. Ich bin da ziemlich einfach veranlagt. Essen, Sex (oder nennen wir es galanter: Körperkontakt), Reisen, Lachen und Geselligkeit.
    Da "Glück " eine temporäre Sache ist, und somit auch das Unglück, strebe ich persönlich nicht nach dem Dauerzustand. Viel zu anstrengend und vergebliches Unterfangen. Deswegen: das Annehmen dieser Tatsache gehört zur Lebensaufgabe.
    Lg Fr. Eva

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    1. Hab was vergessen: ich brauche auch eine Aufgabe, um ausgeglichen zu sein. Z. B.mein Job...der macht mir Spaß ohne Ende. Außerdem bin ich umso ausgeglichener, wenn ich Zeit für mich alleine habe, die Kinder in guter Gesellschaft weiß und sie laut lachen höre. Ich will ja nicht rabenmütterlich erscheinen ;) neuster Privatkick: Feuer an, in Wäsche davor sitzen und Freitag Abend haben mit passendem Getränk. Gin Tonic, Bier oder Rotwein. In diesem Sinne : cheers. Die Prüderie hab ich schon hinter mir gelassen, ich bekehre nur noch. Wobei das Gegenüber wenig Widerstand denn Erstaunen leistet!

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    2. Frau Eva, ich sehe schon, Sie haben den Weg für sich gefunden. Ein wenig beneidenswert, wie ich finde.

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  7. Früher dachte ich, dass mit materielle Dinge glücklich machen können, die geliebte Frau im Arm das abrundet. Heute, nach Verlust aller Dinge abwechselnd, weiß ich, dass die geliebte Frau im Arm glücklich macht und die materiellen Dinge abrunden.

    Aber, das ist nur meine Sicht auf die Dinge. Vielleicht macht es auch glücklich, nicht mehr jedem Euro nachzurennen, zum Ausgleich dazu aber Zeit für DAS Leben haben. Nicht nur leben, leben.
    LG.

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    1. Herr Silberlöffel, ja, da steckt wirklich eine Wahrheit darin. Wo ich Ihnen absolut recht gebe, dass die materiellen Dinge nicht wirkliches Glück oder Zufriedenheit verschaffen. Sie federn ab. Machen Dinge leichter.

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  8. Auch wenn es für sie kitschig klingen mag - mir reicht eine gute Tasse Espresso auf einer Terrasse mit Sonnenuntergang um eine Gewisse Zufriedenheit zu erlangen. Es bedeutet gerade "Zeit" zu haben und genießen zu können. Was das glücklich sein angeht....ob ich es weiß oder nur glaube ? Es muss sich gut anfühlen, dann macht es mich glücklich.

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    1. Nein, Herr Bohli, kitschig klingt es nicht. Warum sollte es das? Zufriedenheit und Glück ist sehr individuell. Zeit haben, da steckt ein zentraler Punkt von Zufriedenheit drin, wenn Sie mich fragen.

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  9. Um zu wissen, was man braucht, muss man spüren können, was das eigene Gefühl sagt. Das eigene Gefühl ist aber oft verschüttet unter Prägungen, starken Emotionen usw. Von daher hilft mir nur eins - tief in mich reinfühlen und ehrlich mit mir sein, auch wenn meinem Verstand (Prägungen) bisweilen die Antworten nicht gefallen.

    Viel Erfolg Herr MiM beim rausfinden, was für Sie stimmig ist und gut tut!

    Liebe Grüsse
    Frau M.

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    1. Ja, das wird eine interessante Reise in mein eigenes Ich werden, Frau M.

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  10. Es gibt viele Dinge, die für den Moment Glücksgefühle auslösen können. Sie müssen nicht immer greifbar sein, manchmal sind es auch"nur" andere Gefühle, die glücklich machen. Rückblickend waren es immer wieder andere Ereignisse, die mich glücklich gemacht haben. Es lag an den Lebensumständen und den daraus erwachsenen Wünschen. Ich denke, als Summe des Ganzen kann ich sagen, dass ich stets zufrieden war, und das ist wohl mehr, als man erwarten kann. Und halten Sie mich ruhig für spießig, gerade macht mich ein kleiner Mann von 3 1\2 Jahren sehr glücklich, weil er mir zeigt, wie sehr er mich liebt. So hat alles seine Zeit im Leben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie dankbar und zufrieden sein können, dann müssen Sie dem Glück nicht nachlaufen. Herzliche Grüße, Frau Noir

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    1. Ein wenig beneide ich Sie, aus solchen Gegebenheiten Glück ziehen zu können, da diese Welt mir bis dato verschlossen ist.

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  11. In der Psychologie redet man davon, dass das Leben auf fünf Säulen aufgebaut ist und wenn alle diese Säulen intakt sind, sei man dem zufriedenen Leben schon recht nahe. Ich persönlich finde es gibt einen Unterschied zwischen zufrieden sein und glücklich sein. Für mich ist glücklich sein ein Hochgefühl und eher momentan. Heisst ich bin grundsätzlich zufrieden und dann für Momente / Zeiträume glücklich. Ich glaube, für jeden ist Glück etwas anderes aber man muss es wohl zuerst finden; was einem selber ein Hochgefühl bereiten kann.Vielleicht etwas ausserordentliches machen, was man nie dachte, das man es machen würde? Oder mich macht es glücklich, wenn ich meine selber auferlegten Grenzen mal überschreite und dann merke, wie ich es schaffen konnte, trotz der eigentlichen Grenze. Mich macht es auch glücklich, wenn ich mir neue Perspektiven setze, und allen Widersprüchen zum Trotz dorthin gelange, etwas (gar nicht so) banales wie Sex und Nähe macht mich glücklich. Auch unerwartetes, ehrlich gemeintes Lob macht mich glücklich. Musik kann es sogar schaffen, mich glücklich zu machen. Mich macht es auch glücklich, wenn jemand sich die Zeit nimmt um wirklich meine Werte, meine Denkweise etc zu verstehen. Und manchmal sind es Dinge/Situationen/Menschen, die einem komplett überraschen und einem dadurch glücklich machen können. - Aber ich muss schlussendlich zugeben, ich war noch nie dauerhaft glücklich. Zufrieden: ja sehr und grösstenteils, sonst kann ich das ändern. Glücklich: immer wieder, manchmal auch überraschend.

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    1. Frau Serendipity, vielen Dank für Ihren ausführlichen Text. Ich muss sagen, dass mich diese fünf Säulen mich interessieren würden. Ich würde gerne wissen, worum es sich dabei handelt.

      Ich stimme Ihnen zu, wenn Sie sagen, dass das Glück eine sehr persönliche Sache ist und für jeden anders daher kommt.

      Im Großen und Ganzen klingt es sehr einleuchtend was Sie sagen. Gefällt mir. Nachvollziehbar und sogar für mich verständlich.

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    2. Ja, es wurde spontan ein etwas längerer Kommentar, ich hoffe, ich habe Sie damit nicht zu sehr gelangweilt. Die fünf Säulen nennen sich im Fachbegriff die Fünf Säulen der Identität und beinhalten: Körper & Geist - Soziales Umfeld - Tätigkeit - Werte & Persönlichkeit - Wohlstand.

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  12. "Was müssen Sie tun um sich gut zu fühlen?" Einschlafen. Das Gehirn ausschalten.
    "Was macht Sie glücklich?" Wenn ein anderer Mensch ohne Veranlassung und ohne Hintergedanken dauerhaft nett und liebenvoll zu mir ist. Klingt sehr reduziert und negativ? Ja vielleicht. Glück ist meiner Meinung nach kurzfristig und mein Lebensziel ist es, mit meiner Situation, meinen Möglichkeiten und der Nutzung derselben zufrieden zu werden.

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    1. Frau Kira, nehmen Sie es mir nicht krumm, aber ich musste schmunzeln bei dem Satz ...

      "Wenn ein anderer Mensch ohne Veranlassung und ohne Hintergedanken dauerhaft nett und liebenvoll zu mir ist."

      In den Momentan komme ich in einen solch angespannten Zustand, dass es mich beinahe in den Wahnsinn treibt, weil ich denke, dass es sich um eine gute Manipulation handelt.

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  13. Oh und was ich vergessen habe: wenn ich jemandem (Mensch oder Tier) etwas wirklich Gutes tun kann oder helfen kann etwas schwieriges zu überstehen und es dann dem besser geht aufgrund meiner Handlung, das macht mich auch glücklich. Nachhaltig sogar.

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    1. Anderen helfen, macht Sie glücklich, Frau Serendipity? Interessantes Konzept.

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    2. Ja irgendwie macht mich das sogar über einen längeren Zeitraum glücklich. Wenn ich Mensch oder Tier aus einer wirklich beschissenen Lage (ich rede hier nicht von einfachem Zuhören bei Problemchen oder so was) heraus helfen konnte und danach eine positive Wendung erlebe, macht es mich irgendwie glücklich. Ein bisschen Altruismus, würde ich behaupten. Aber vielleicht mache ich das auch nur fürs eigene Ego, weil ich mich danach besser fühle ;-)

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  14. Ich habe soviel gewollt in meinem Leben. Soviel ist falsch gelaufen. Soviel hab ich verloren. Was ich festhalten wollte, ist mir aus den Händen geglitten. Bis ich lernte, los zu lassen. Das macht mich zufrieden und glücklich. Soviel zu Brauchen und Wollen. Liebe Grüße Frau S aus M

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    1. Mein Gott, ich sollte ab einer gewissen Uhrzeit das Handy weglegen. Definition von Glück: leicht einen sitzen haben und mal keine Termine! Das ist zwar nicht von mir aber saugeil!! Gruß von Frau S aus M

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