Donnerstag, 5. Februar 2015

Die Geschichte vom Anfang des Endes (2)

Schatz – Januar 2000

Wenn man sich entscheidet in einer Hau-Ruck-Aktion sein Leben 700km weiter nach Süden zu verlegen, steht man vor mehreren Herausforderungen. In dem Moment in dem man diesen Vertrag in der Hand hält stellt man sich die Frage, wie es weitergeht. Wie komme ich an eine Wohnung? Brauche ich sofort eine Wohnung oder geht es nicht vielleicht etwas anders? Und… einen Moment… was mache ich mit der Person, mit der ich unter einem Dach lebe?

An dieser Stelle kommt Schatz ins Spiel. Und Sie werden sich wahrscheinlich die Frage stellen: “Wer zum Teufel ist Schatz?” Ich will es Ihnen kurz erklären.

Schatz war ein Wildfang. Keine dieser Frauen, die man einem anderen Kerl ausspannt. Keine Frau die einem zuläuft und die dann nach einer Nacht dann hängen bleibt. Sondern sie war eine dieser Frauen, die man sich durch ordentliche Handarbeit selber fängt. Diese Nummer mit gemeinsam ausgehen. Restaurants und Kinos. Sich gegenseitig auf die Partys der Freunde mitnehmen. Schatz war Lebensgefährtin Nummer 2 und hatte 5 Jahre zuvor meinen Weg gekreuzt. Schatz hatte lange, lockige, rote Haare und war im Gesicht übersäht mit Sommersprossen. Der Prototyp eines Gutmenschen, der es schaffte, mit seiner herzlichen und liebevollen Art wirklich alles und jeden für sich einzunehmen.

Da stand ich nun vor ihr im Wohnzimmer. Ich wedelte vor ihren Augen mit dem Vertrag herum und erzählte Geschichten von Menschen die im Sommer unter Kastanienbäumen sitzen, Bier aus großen Gläsern tranken, den Bergen vor der Tür und wie großartig das Leben nur sein würde, wenn wir erst dort wären.

- “Selbst wenn ich nicht mitkäme, würdest Du gehen”, sagte sie zu mir. “Das ist okay. Ich komme mit”, schob sie nach und damit war die Sache beschlossen.

Am Wochenende darauf kaufte ich eine große Zeitung aus dem Süden und machte mich daran, die Anzeigen zu durchforsten. Wir hatten uns darauf geeinigt, dass ich mir erst einmal ein Zimmer nehmen würde. Wenn nach einem halben Jahr alles in Ordnung wäre, würde ich mich um eine Wohnung kümmern und sie nachholen. Ich blätterte die Seiten durch, markierte einige Anzeigen, rief einige Telefonnummern an, sprach auf Anrufbeantworter und hatte am Sonntagabend 5 Adressen mit Zimmern in der Hand, die ich an dem Wochenende darauf in einer spontanen Besichtigungstour mir ansehen wollte.

Kommentare:

  1. Hallo Herr MiM, mehr von solchen schönen Geschichten die das Leben schreibt.Ich wünsche mir, Sie hatten schöne Zeiten mit Schatz. Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen Frau A.

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    1. Frau A, lassen Sie sich überraschen was da noch kommt.

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  2. Rotwein, Kamin, Dirty Talk. Prost, it's Friday !

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    1. Frau Eva, klingt zumindest bei Ihnen so, als hätten Sie einen unterhaltsamen Freitagabend gehabt.

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  3. Antworten
    1. Keine Sorge, Frau Fairytalez, der wird hier noch eine Weile dauern.

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  4. Hi Mim....good story mate. While I was staying in Thailand, I had a big discussion with a Thai friend and I was told that everybody has a story in life and everyday you face a blank page and it's up to you how you shape your story and you choose to end it...you are the master of your own destiny, or as the Thai people say 'up too you'

    Alittle off topic, I see you have fallen in love with Thai cooking and it all looks good...I lived, worked and holidayed in Thailand for the last 20 years, fantastic country....and NO I am not a Sex tourist...
    Have a great day.

    Cheers,
    Frank

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    1. Yes, everbody has a story. And at one point it is time to tell the story.

      Yes, I love Thai cooking. But here in Germany it isn´t possible to find a restaurant with the real Thau cuisine. So I have to make on my own :-)

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  5. Bin jetzt schon sehr auf Teil III gespannt. Ich mag Ihre Geschichten,
    Ich hoffe jetzt einfach mal, dass es für Sie und auch für Schatz....eine gute Zeit war und ist.

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    1. Frau Thea, lassen Sie sich überraschen. Schauen wir mal, ob das was Sie lesen werden, später noch anklang finden wird. Bis dahin, wünsche ich viel Spaß, wenn sich mich lesend bei der Rückblende begleiten.

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