Donnerstag, 8. Januar 2015

Empathie? Kann ich!

Wenn Ihnen jemand aus dem privaten Umfeld durch die Tür kommt, der Ihnen eigentlich nur Zeit und Energie frisst, und meint, ihnen zum wiederholten Male die Ohren volljammert, wie doof die Frau ist, wie anstrengend die Kinder sind und wie scheiße es mit dem Job läuft, einfach die Frage stellen:

- "Und? Was tust Du um es zu ändern?"

Dann ist sofort Ruhe im Karton. Da bekommt man dann auf einmal auch keine Antworten mehr.

Und ehrlich, wenn jemand 3 verschiedene Berufe gelernt hat. Einen Kaufmännischen, einen aus dem Handwerk und einen aus dem Bereich Heilberufe, dann denke ich schon, dass die Frage erlaubt ist, ob es wirklich immer nur die Schuld der Anderen und der Welt ist, oder ob er einfach vielleicht nicht doch einmal die Schuld bei sich suchen sollte, bevor er alle anderen immer verantwortlich macht, wenn er in allen drei Feldern zu nichts, aber wirklich zu nichts, gebracht hat.

Unglaublich, wie sehr in der zweiten Hälfte des Lebens die Toleranz gegenüber Zeitfressern schwindet.

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Und während dieser Post auf seine Veröffentlichung wartete... trudelte doch, wider meinen Erwartungen, noch eine Antwort ein.

-"Leider und offensichtlich zu wenig. Wenn die Kinder nicht wären, hätte ich schon vor Jahren die Biege gemacht, aber so ist es leider ein sehr schwieriger Prozess. Hast du einen Tip? Alle sagen (auch meine Eltern) das ich endlich gehen soll und an mich und meine Zukunft denken muss. Haben ja alle Recht aber es ist halt nicht einfach."

An diesem Punkt habe ich mich gefragt, ob ich etwas Konstruktives sagen sollte oder ob ich einfach das sage, was ich mir wirklich denke. Und wenn man nicht sagt, was man denkt, dann darf man sich später einfach nicht beschweren. Also daher...

- "Ach, Du jammerst schon seit Jahren und machen tust Du eh nichts. Jammer ist bequemer als Handeln. Nimm es mir nicht krumm, aber das ist irgendwann einfach nur langweilig. Wenn Du kurz vor 40 bist und noch immer keine Entscheidungen treffen kannst, kann Dir eh keiner helfen."

Bitte korrigieren Sie mich, aber habe ich mich an irgendeiner Stelle unklar ausgedrückt?

Kommentare:

  1. Wenn es sich um einen Freund handelt(e), dann ist das was man denkt auch genau das was man sagen sollte.
    Nun. Jedenfalls unter Maennern. ;)

    Und wenn ich recht aus ihren Andeutungen zu ihrer Vergangenheit lese, dann sind auch sie nur unmittelbar bevor sie auf diese Familienautobahn auffuhren umgedreht, und haben dann ganz bewusst einen anderen Weg eingeschlagen.
    Sind sie naemlich einmal aufgefahren, dann bedeutet jede Richtungsaenderung entweder den Verlust von viel Wegstrecke, oder aber das Risiko eines Totalschadens.

    Uebrigens ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass dieser Freund aus ihrer Vergangenheit seine Entscheidung bereits getroffen hat. Lediglich fehlte es ihm noch an einer Einschaetzung ausserhalb seines direkten Umfelds.

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    1. Herr Nugger,

      an der Stelle muss ich einfach sagen, dass ich natürlich mehr weiß als hier in einen Post hinein passt.

      Diese Gejammere höre ich nun seit, und das ist nicht übertrieben, bzw. eventuell sogar zu niedrig geschätzt, seit mehr als 5 oder 6 Jahren. Es ist immer das Gleiche. Jammern, man macht einen Lösungsvorschlag, dann verschwindet er für eine Zeit, um dann wieder aufzutauchen. Das nervt, das nervt einfach nur gewaltig. Und verbindet bis auf eine Zeit aus der Jugend (bis ca. als wir 16 Jahre alt waren) nichts.

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  2. Aber es ist doch tatsächlich so, beschweren ist immer leichter als etwas anzupacken um es anders zu machen. DAS weiß ich aus eigener Erfahrung

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    1. Ja, Frau Piperspage, aber es ist nicht in Ordnung einfach dann noch anderen auf die Nerven zu gehen und deren Ressourcen zu binden.

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  3. Und manchmal braucht mal als letzten Anstoß einfach einen kräftigen Tritt in den Hintern. Erledigt, jetzt ist der Freund am Zug.

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    1. Herr Silberlöffel, das geht bereits seit Jahren und so es ist immer das Gleiche. Da ändert sich nichts.

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  4. Sind Kinder im Spiel, kann ich jegliches Zögern nachvollziehen. Das kenne ich von mir.
    Wachgerüttelt haben mich allerdings die schonungslos offenen Worte einer Freundin.
    Plus unadäquates Verhaltens meines Exmannes!
    Was sofortigen Vollzug der Trennung auslöste.
    Herrlich. Immer noch die beste aller Entscheidungen gefällt!
    Offene Worte sind in jeder Lebenslage einfach unbezahlbar.
    Lg Frau Eva, neue High Heels tragend, damit wippend und ein Becks Gold in der Hand (nicht so dolle)

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    1. Frau Eva, ich sagte es hier schon Herrn Nugger, 5 oder 6 Jahre sind mehr als ausreichend eine Entscheidung zu treffen. Es geht immer das Gleiche. Kein Versuch einer Lösung. Und darauf habe ich einfach keine Lust mehr. Das geht gar nicht. Ich bin hier nicht der Problemlöser für andere. Tut mir einfach leid.

      Sie tragen ´nur´ die High Heels und haben ein Bier in der Hand... da könnte man über das Becks Gold hinweg sehen ;-)

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    2. Ha! Das wüssten Sie wohl gern. Nur soviel sei gesagt: Kommt vor!

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  5. Hm,
    eine ehrliche Antwort?

    Meiner Meinung nach drücken auch Sie sich um eine Antwort. Geben Sie ihm doch einen konstruktiven Vorschlag auf den Weg. Denn Sie machen nichts anderes als er - letztlich keine Entscheidung treffen, weil es einfacher ist. Oder sich zumindest derart verschwurbelt ausdrücken, dass es so aussieht, als hätten Sie keinen konstruktiven Ratschlag für ihn.

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    1. Herr Ednong, ich sagte es hier bereits. Das ist nicht mein Problem. Ich bin auch niemanden eine Antwort und einen Lösungsvorschlag schuldig.

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    2. Oh Herr MiM,
      ich habe die anderen Kommentare nun gelesen. Ok, so lang und keine Entscheidung - also die Kinder sind ja nun mindestens im Schulalter - das ist dann hart.

      Es ist richtig - Sie sind niemandem einen Vorschlag schuldig. Es klang halt so von Ihnen, als ob Sie auch keinen hätten. Und da finde ich dann "meckern" auf solch einer Art wie der Ihren schon etwas unpassend. Ist halt immer einfacher gemeckert als geholfen.

      Und bei manchen Leuten braucht es manchmal sehr lang, bis sie sich zu einer Entscheidung durchringen ...

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    3. Herr Ednong, ich meckere nicht über seinen Zustand. Das ist sein Problem. Er kann in seinem Zustand verharren, so lange er will. Ich bin sauer geworden, weil er wieder einmal damit bei mir aufschlägt. Das ist es. Ich bin nicht der Mülleimer für Probleme anderer Menschen.

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  6. Hallo Herr MiM, ich kenne auch Menschen die haben sich durch Leben gejammert und sind nun schon fast 80. Das ist auch eine Lebensform... aber nicht meine...(Nich snacken toopacken..oder so ähnlich?)Einen schönen Abend wünscht Ihnen Frau A.

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    1. Frau A, das ist eine fürchterliche Lebensform. So mag ich nicht enden wollen.

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