Mittwoch, 26. März 2014

Narziss

Er hielt einen Monolog. Nur kurz. Es waren keine 3 Minuten. Er erzählte von Narziss, der dazu verdammt wurde, sich in sein Spiegelbild zu verlieben und diesem, bis an sein Ende, erlegen zu sein.

- "Narziss", sagte er, "hat sich nicht selbst geliebt. Er liebte sein Abbild."

Er machte eine kurze Pause. Dann fuhr er fort.

- "Wer sich wirklich selbst liebt, kümmert sich nicht um sein Bild und seine Schatten."

Kommentare:

  1. Wer sich wirklich selbst liebt, hat keinen Schatten, um den er sich kümmern müsste.

    Den Schatten einfach nur zu ignorieren ist keine Selbstliebe sondern Selbstbetrug. Jeder Mensch hat wohl diesen Schatten, nicht jeder wird zum Narzissten nur weil er sich dem Schatten zuwendet und vielleicht Dinge aufarbeitet/bearbeitet.

    Interessanter Artikel hierzu: http://www.bild.de/ratgeber/2013/narzissmus/die-zerstoererische-kraft-30283882.bild.html

    Gruss
    Frau M.

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    1. "Wer sich wirklich selbst liebt, hat keinen Schatten, um den er sich kümmern müsste. "

      Die Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Worauf basiert sie?

      Wenn man sich um seinen Schatten nicht kümmert, heißt es nicht, dass man ihn nicht ignoriert. Ignorieren und nicht kümmern sind zwei getrennte Dinge. Ich kann etwas wahrnehmen, muss mich aber nicht darum kümmern.

      Diese Argumentation ist für mich nachvollziehbar. Ihre Aussage jedoch nicht.

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