Mittwoch, 27. November 2013

Tales from Suburbia

Es ist früh am Morgen. Das Nachbarhaus ist dunkel. Nebenan brennt am Abend kein Licht mehr. Auch nicht mehr am Morgen. Letzte Woche war jemand da und scheint noch einige Habseligkeiten aus dem Haus geholt zu haben. Ich tippe darauf, dass das Haus zum Ende des Jahres dann leer sein wird und im Januar die neuen Mieter einziehen werden.

Die Garage vom Nachbarn ist kaputt. Rechts, die Mauer hat einen langen Riss. Von oben nach unten, einmal durch die Klinger-Steine durch. Sie biegen sich leicht nach innen, zum Geragentor hin. Die Besitzer des Hauses hatten bei ihrer Vorstellung erwähnt, dass die Mieter des Hauses die Garage beschädigt hätten. Es sieht aus als hätte jemand versucht in die Garage zu fahren, dabei einen Meter zu weit rechts angesetzt und ist dabei frontal an die Mauer gefahren. Vielleicht die Frau, die besoffen im Garten gelegen haben soll. Keine Ahnung ich weiß es nicht. Ich glaube, ich will es auch nicht wissen.

Ich höre Hunde bellen. 3 Frauen kommen immer zur gleichen Zeit die Straße entlang. Jeden Tag. Sie drehen die erste Runde am Tag mit ihren Hunden. Alle haben sie ihren Hund an der Leine. Bis auf eine scheinen alle ihre Hunde recht gut im Griff zu haben. Die Frau, sie muss Ende 50, vielleicht Anfang 60 sein, wird von ihrem Border Collie hin und her gezogen. Nicht sie geht mit dem Hund aus, sondern er mit ihr. Er kläfft, rennt nach rechts, dann nach links, ein Stück wieder nach hinten. Die Frau immer hinter her. Sie grüßen. Alle drei. Ich nicke, ich grüße zurück.

So ist das in Suburbia. Man grüßt sich. Und ich hasse es Menschen zu grüßen.

Kommentare:

  1. Hm, ob es dann eine kluge Entscheidung war, die Zelte ausgerechnet in Suburbia aufzuschlagen? Der ständige Grüß-Zwang war einer der Gründe für mich, meinem persönlichen Suburbia den Rücken zu kehren.

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    1. Ach Frau Fusselhamster, es ist doch so... woanders ist es auch scheiße. Wenn nicht so, dann auf eine andere Art.

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  2. Man kann Nachbarn auch erziehen. Meine sind zumindest lernfähig. Nach 42Jahren ist bekannt das ich nur grüße wen ich grüßen will. Und das sind nur wenige. Sie sehen es gibt noch Hoffnung.

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    1. Herr Sironie, ja, ich denke ich werde hier noch ein wenig das soziale Gefüge gerade Rücken muss.

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  3. Sie haben es so gewollt.... ...oder sie stellen das Gegrüßt-werden ab. Irres Grinsen und eine rostige Chromaxt spazieren führen. Wirkt prompt.

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    1. Frau Kira, das mit dem irren Grinsen kann ich schon. Das kann ich sehr gut.

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  4. Auch das Leben des Herrn_MiM kann sehr unspektakulär sein ;) aber keine Sorge, es wird sicherlich auch wieder bessere Tage geben. Grüße

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    1. Da mache ich mir keine Gedanken. Absolut nicht.

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  5. Hehe...you're becoming a grumpy old man Mim ,observing the neighbours. Actually I am too and it can be fun and educational. I just open a bottle of Jacks, put on some Motorhead , enjoy the view and then slowly shake my head...
    Hang loose mate,
    Frank

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    1. Frank, machen Sie sich mal keine Sorgen um mich. Ich werde hier schon das Gefüge so richten, dass ich damit klar kommen werde.

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  6. Ooooaaaaaaaarrrrrrr. Sie sind bestimmt nach Garbsen oder Bielefeld gezogen! !!!

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  7. Klinker spräche eher fürs Rheinland. Kölner Speckgürtel, oder so. Ist aber auch egal.
    Niemand ist gezwungen, zu grüßen bzw. einen Gruß zu erwidern (Gottseidank!). Und wenn man gefährlich genug wirkt, hat man durchaus seine Ruhe. Und da vertraue ich auf Ihre Fähigkeiten, o Erhabener!

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    1. Speckgürtel ist eine schöne Bezeichnung. Ja, nicht ganz untreffend.

      Und keine Sorge, ich weiß mir schon zu helfen.

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  8. Im Zweifelsfall beim nächstbesten Feuerwehr-, Schützen- oder Dorfverschönerungsfest einfach am Grillstand mal fragen, ob auch Menschenfleisch serviert wird. Auf eine ähnliche Art habe ich mich für immer der Zeugen Jehovas entledigt.

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    1. Frau Fusselhamster, die Idee gefällt mir grandios gut.

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