Montag, 18. November 2013

Kinder

Das Resümee des Übergangs von Ende Oktober in den November ist relativ einfach. Weder zu Halloween noch zu diesem St. Martins Abend, bei dem die Kinder vor dem Haus stehen, singen und mit Süßigkeiten für ihr schnelles Verschwinden bezahlt werden, hat ein Kind vor meinem Haus gestanden, noch an meiner Tür geklingelt.

Lediglich die kleine Tochter einer Bekannten wurde nach telefonischer Ankündigung und Einholung der Genehmigung zur gewerblichen Aufführung einer musikalischen Darbietung, zwecks dem gewerbsmäßigen Erwerb von Süßigkeiten, vor der Haustür aufgestellt und zum Singen genötigt.

An der Stelle muss ich die Frage an das Plenum stellen, da mir der Prozess noch unklar ist. Bekommt das Kind die Süßigkeiten nach dem Singen, während dem Singen, damit es schnell aufhört oder kann man die Süßigkeiten gleich hergeben, damit einem die Aufführung der künstlerischen Leistung mit zweifelhaftem Wert erspart bleibt?

Fakt ist, kein Kind hat sich vor meine Tür verirrt. Damit kann die Position an Süßigkeiten, die ja nach einer kurzen Risikoeinschätzung vorausschauend gekauft wurde, im nächsten Jahr von dem Einkaufszettel gestrichen werden. Und warum kaufen Eltern, nach dem sie die ganzen Transferleistungen wie zum Beispiel Kindergeld und den Steuerbefreiungen kassiert haben, ihren Kindern die Süßigkeiten nicht selber?

Sollte dann doch im nächsten Jahr ein Kind verirren und den Weg entlang zum Haus kommen, werde ich mir, vor der Bezahlung, den Gewerbeschein für Straßenkünstler zeigen lassen. Wahrscheinlich sind diese kleinen Blagen allesamt auch noch Steuerhinterzieher.

Kommentare:

  1. Oder die Kinder 'zwingen' ihre Kinder Süssigkeiten zu sammeln und essen dann alles selbst auf... bzw. quälen sie mit der Aussage, sie hätten es getan... köstlich! Schauen Sie selbst...
    http://www.youtube.com/watch?v=WOlpdd7y8MI
    http://www.youtube.com/watch?v=RK-oQfFToVg
    http://www.youtube.com/watch?v=_YQpbzQ6gzs

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, meine Liebe. Frau Echilea, ich habe nun zum Feierabend wirklich herzlich gelacht. Grandios. Vielen Dank.

      Löschen
  2. Herr MiM,
    es könnte noch sein, dass Sie um den 6.01. besuch von kleinen, singenden Spendeneintreibern bekommen, die dann auch noch ihren Türstock beschmieren wollen.
    Heben Sie die Süßigkeiten lieber noch etwas auf.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau das ist mir beim lesen dieses Posts auch eingefallen. Sie sollten für diesen Tag aber auch noch etwas Geld bereithalten, um die kirche noch reicher zu machen...

      Löschen
    2. Frau Melanie, Frau Jezabelbotanica, würden Sie mich bitte aufklären? Was ist bitte am 06.01. ?? Es klingt wie eine Drohung.

      Löschen
    3. Sternsinger, Heilige Drei Koenige und so. Wohnen Sie nicht in einer Katholen Region sollten Sie sicher sein...obwohl :)

      Löschen
    4. Sicher ist man davor nie so ganz. Wohne in einer evangelischen Gegend und dennoch klingeln sie jedes Jahr

      Löschen
  3. Werter Herr MiMi, sollte es jemals wieder ein Kurzkörper schaffen, an meinen Abwehranlagen vorbei zu kommen, so werde ich versuchen zu differenzieren:
    - Ü18, weiblich, leichter CanCan: Bezahlung NACH der Aufführung. Dazwischen vielleicht ein leicht mürrisches Gesicht ziehen, um so eine verlängerte Aufführung zu provozieren.
    - U18, egal ob männlich oder weiblich, werden eventuell bereits während der Aufführung mit Süßigkeiten belohnt. Dabei nimmt der Anteil von Ballaststoffen in den Naschwerken linear zum steigen der Grausamkeit zu. Gleichzeitig ändert sich die zu gebende Menge natürlich nacht unten.
    - U18, egal ob männlich oder weiblich - sollten diese Arbeitsverweigerer aus dem letzten Jahr noch negativ bekannt sein oder im Laufe des Jahres unangenehm aufgefallen sein (bloße Anwesenheit auf der Straße reicht da in der Regel vollkommen aus), fange ich vor, spätestens mit einsetzen der ersten stimmlichen oder tänzerischen Darbietung mit dem Bewurf von Lebensmitteln an. Hierbei ist nach Grausamkeit der Aufführung der Grad der Härte der Beschusswaren zu erhöhen. Kokosnüsse, ganz, ohne Polster, stehen somit an oberer Stelle. Nicht zuletzt auch deshalb, weil diese sich auch über Strecken gut zur treffsicheren Vertreibung eignen.

    Ich hoffe, Ihnen ein klein wenig eine Startgrundlage für das erste komplett gelebte Jahr im neuen Domizil gegeben zu haben.
    Gruß

    P.S.: Stetes ignorieren der Blagen und Wurfmaschinen sowie Landbeschäler senkt die Frequenz an Betteltagen immens nach unten.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Herr Silberlöffel, ich mich herzlichst und ausdrücklich, in aller Form, für Ihre Prozessbeschreibung bedanken. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie glücklich es mich als Mann macht, auf jemanden zu treffen, der in der Lage ist, die Informationen und Handlungsweisen artgerecht aufzuarbeiten.

      Löschen
  4. Also ich verstehe durchaus, warum sich keines der Kinder zu Ihnen verirrt hat. Soll ich es Ihnen erklären, Herr MiM? So ganz mit Rechnung und ausgewiesener Umsatzsteuer natürlich ...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Herr Ednong, wenn das ein Angebot für ein Consulting gewesen ist, so lassen Sie sich sagen, es war lausig.

      Löschen
  5. Hier kamen nur die Halloween-Kinder, und die singen nicht. Martinssingen an der Türe kennen die hier wohl nicht. Hab ich auch noch nie erlebt.

    Die Halloween-Kinder bekamen ihre Süßigkeiten auch gleich und sind dann wieder verschwunden. Es waren allerdings sehr viele - Neubaugebiet mit vielen jungen Familien sei Dank. Ich werde wohl ab nächstem Jahr mit meinem Junior rumziehen "dürfen", bis er alt genug ist, das alleine zu tun...

    PS.: Das Kindergeld wird bei uns zum Bezahlen der Kita ab Januar '14 draufgehen. Hat sich was mit Süßigkeiten ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bekommt er dann eine G-Wars Verkleidung inkl. Equipment? Ich bitte freundlich um Einladung, dann ziehe ich bei dem Spektakel mit um die Häuser?

      Löschen
    2. Aber natürlich :-) Wird gemacht. Beides ;-)

      Löschen
  6. Ich bin bekennende St. Martins-Hasserin, auch oder gerade weil ich 3 Kinder habe.
    Bester Tipp ever: Man ziehe in ein Mehrfamilienhaus in eine Stadt ab 250.000 Einwohner. Und zwar in die oberen Etagen. Da kommt man gar nicht in die Bredouille. Schön anonym.
    Ich habe dieses Jahr 3 Kreuze gemacht, dass 1. der 11jahrige Sohn zu cool für St. Martin ist und wir nun nur noch den Schul St. Martin absolvieren müssen. Mit anschließendem Gripschen in der Einfamilienhaus-Siedlung. Mit einem Vater einer Klassenkameradin meiner Girlz hab ich mich an eine Ecke gestellt und für das nächste Mal geplant, für uns Glühwein etcpp in Thermoskannen mitzuführen. Damit man es überlebt!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Frau Eva, es klingt ein wenig so, als könnte man es nur nüchtern ertragen.

      Löschen
    2. Aber nur mit albernen Erwachsenen dabei ;-)

      Löschen
  7. Herr MiM,

    lese ja seit Jahr und Tag hier mit und äußere mich nur zur weltbewegenden Themen, wie z.B. Augustiner [Exkurs: Hatte gerade welches vom Holzfass].

    Das Ding heisst Reisegewerbekarte, im Sinne von Dienstleistungen anbieten, und, nein, nicht was der geneigete Blog-Leser schon wieder denken würde.

    Grüsse

    Münchner

    AntwortenLöschen
  8. Gewerbeschein für Straßenkünstler - haha, das gefällt mir :-)))

    AntwortenLöschen

KOMMENTAR-ABGABE-GEBRAUCHSANWEISUNG DIE VORHER ZU LESEN IST

Verehrter Leser, verehrte Leserin,

plumpes Duzen ist in diesem Blog verpönt. Duzen dürfen Sie mich, wenn Sie mit mir bereits einmal betrunken die Kellertreppe herunter gefallen sind. Wenn Sie mich nicht Siezen wollen, dürfen Sie mich auch mit "Eure Großartigkeit" und/oder "Oh Unglaublicher" ansprechen.

Ihre Kommentare müssen NICHT meine Meinung widerspiegeln und dürfen auch gerne kritisch sein... an der Sache, an meiner Person.

Habe ich das gesagt? Vergessen Sie es. Ich will schöne Kommentare. Sagen Sie mir wie toll ich bin, feiern Sie mich und schmieren Sie mir Honig ums Maul.

Jegliche Kommentare die mir nicht gefallen oder mich nicht als grandiose und tolle Person darstehen lassen, lösche ich sofort.

Für die restlichen Kommentare gibt es keine genauen Regeln. Ich bin da sehr willkürlich und die Veröffentlichung kann stark von meiner persönlichen Tageslaune abhängen. Und die ist meistens ziemlich mies.

Anonyme Kommentare, außer der mir bekannten üblichen Verdächtigen werden nicht veröffentlicht.

Und wenn Sie mir etwas mitteilen wollen, dann schreiben Sie mir eine Email. Die Kommentarfunktion dient nicht als Kanal für konspirative Mitteilungen.

Ach, Sie finden hier keine Email? Das könnte dann daran liegen, dass ich an einem Kontakt mit Ihnen kein Interesse habe.

Auch ist die Kommentarfunktion auch nicht dazu gedacht einer Ihrer wirren Ideen und/ oder Meinungen eine Plattform zu bieten. Dafür empfehle ich das Schreiben eines eigenen Blogs und diesen in einen Webkatalog für Verschwörungstheorien einzutragen.

Weiterhin dient dieser Blog nicht dazu um persönliche Kontakte zu generieren, Freundschaften zu schließen oder Bekanntschatften mit Frauen aufzubauen. Ich mag andere Menschen nicht sonderlich und ich habe keine Zeit und Lust auf zeit- sowie energieraubende Balzrituale. Dieser Blog dient ausschließlich mir selbst zu zeigen, wie toll ich bin und Sie sowie den Rest der Menschheit als unwürdig dastehen zu lassen.

Ich versuche hier keinen Beliebtheitswettbewerb zu gewinnen.

Gleichzeitig stimmen Sie mit der Abgabe Ihres Kommentars, im Fall meiner Übernahme der Weltherrschaft, der Abschaffung des Frauenwahlrechts, der Einführung eines 24 stündigen frei zugänglichen Amateurpornokanals, der öffentlichen Auspeitschung von Mit-150km-auf-der-linken-Spur-Fahrer und der Einführung des Freitags als offiziellen Cuba Libre Tags zu.