Freitag, 1. November 2013

Halloween

Früher, früher war ja alles besser.

Halloween zum Beispiel. Gut, ich gebe zu, ein wirklicher Freund von Halloween bin ich nicht gewesen. Zum Einen hasse ich es mich zu verkleiden und zum Anderen steht mir absolut nicht der Sinn danach, dicht gedrängt auf irgendwelchen Partys mich mit anderen Menschen zu unterhalten.

So war es auch nicht schlimm als vor einigen Jahren, es muss 2006 gewesen, als das um die Häuser ziehen mit den Freunden der damaligen Freundin ausfiel. Der eine hatte Stress mit seiner Freundin, die  Freundin hatte Stress mit ihrem Kerl. Ein Hin und Her sondergleichen, das damit endete, dass die beiden anderen Paare nicht kamen und beschlossen wurde den Abend allein und mit viel Alkohol in irgendeiner Bar zu verbringen.

Im Vorfeld spielte sich das übliche Drama ab. Weniger die Frage was Frau anziehen sollte war das Problem; die Frage lautete im Wesentlichen immer nur „Soll ich etwas drunter ziehen oder nicht?“; sondern das Thema Stiefel stellte eine unüberwindbare Barriere dar. Sie hätte keine Stiefel zum Anziehen.

Nichts leichter als das. Die Dame unter den Arm geklemmt, ins Auto gesetzt, in einen Laden geschliffen der so viele Schuhe und Stiefel hatte, dass er sie sogar verkaufte, einige Paare ausprobieren und vorführen lassen, Kreditkarte zücken, Stiefel bezahlen und wieder zurück in die Wohnung,  aus der die Ehefrau vor 5 Monaten zuvor ausgezogen war.

Zur Belohnung … den ersten Drink des Abends.

Es dauerte keine 30 Minuten und ich hatte eine Diskussion am Hals, dass diese Stiefel sicher sehr hübsch aussehen und einem Mann sicher sehr gefallen würden. Aber so, nein, so könnte sie nicht in die Bar gehen. Die Stiefel würde sie mir bis zum nächsten Morgen sicher noch einmal vorgeführt werden, aber für einen Halloweenabend, nein, groß herumlaufen wäre damit nicht drin.

Also… die Dame unter den Arm geklemmt, den Wagen aus der Tiefgarage geholt, zum Schuh- & Stiefeldealer, anprobieren & vorführen lassen, wieder die Kreditkarte gezückt, zurück nach Hause, den Wagen abgestellt und den zweiten Drink des Abends eingeschüttet, nur um die Nerven zu beruhigen.

Als ich 2 Stunden später am Tresen einer Bar saß und ich diese wohlige, leichte und entspannte Umarmung des Alkohols genoss war meine Welt absolut in Ordnung.

Später irgendwann, es war kurz nach Mitternacht, als meine Begleitung mich fragte, ob mir die weibliche Bedienung mit den langen dunklen Haaren gefallen würde, weil ihre würden lange dunkle Haare ja auch unheimlich gut gefallen, waren meine Gedanken an die nächste Kreditkartenabrechnung auch wie weggeblasen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Und heute? Halloween?

Ich habe zu Hause gesessen, habe gekocht, anschließend mich darin versucht, das Rezept für den Long Island Icetea zu verbessern, was kläglich scheiterte, und bin früh, vor Mitternacht, ins Bett gegangen.

Kommentare:

  1. Ich glaube sie haben diesmal alles richtig gemacht.
    Der Alt-MiM hatte wohl zuviel Geld und noch mehr aufzuarbeiten. Nach dem Haus und mir den Jahren duerfte sich das wohl gebessert haben. :)

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    1. Ich habe noch eine Menge aufzuarbeiten... und ich habe gerade erst damit angefangen.

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  2. Irgendwie irritieren mich bei der Geschichte die Ladenschlusszeiten im Schuheinzelhandel und die Öffnungszeiten von Bars.

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    1. In wie fern, Frau Violet. Wenn Sie 19 Uhr das erste Mal Schuhe um 19 Uhr kaufen und das zweite Mal um kurz vor 20 Uhr aufschlagen, können Sie locker um 22 Uhr in einer Bar sein.

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  3. Ich habe gestern auf der arbeit gesessen und mich an einem Halloween Kuchen versucht. Geschmack: Sehr gut. Optik: Befriedigend...

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    1. Ein Halloweenkuchen? Frau Melanie, was darf ich mir unter einem Halloweenkuchen vorstellen?

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  4. …nachdem ich auch ein faschingsbanause bin - forget it.
    mein erstes halloween war vor nunmehr bald 30 jahren hier in oz und ich zupfte den mir trotzdem bekannt erscheinenden leit-jungen heraus (= Nachbar-junge) und fragte ihn hilflos um erklaerung, was ich denn nun machen muesse um 'compliance' zu erzielen.
    well, 5 minuten spaeter war die suessigkeitenecke meiner pantry ratzeputz leergefegt und ich war ab 'hinterher' the politest greeted neighbour of the youngsters.
    Nur EIN -noch immer Streitpunkt blieb: pengende baseball-bombers an mein garagentor = schreck f. friedliebende transuse like me.

    LG, Gerlinde

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