Dienstag, 1. Oktober 2013

Tales from Suburbia

Waren es vorher die Mofas und Motorräder, die zum Teil ein Geräusch wie ein Trennschleifer verursachten, der sich seinen Weg durch Beton sucht, oder das laute Schreien der Halbstarken, die an der Haltestelle der Tram mit Schlägen und Tritten den Mülleimer bearbeiteten, ist das Leben in Suburbia anders.

Der Pöbel wohnt hier nicht. Die besserverdienende Mittelschicht grenzt sich ab durch das Eigenheim. Mietshausbefreite Zone. Durch den grünen, akurat geschnittenen Rasen. Durch die Garage am Haus. Den kunstvoll angelegten Vorgarten.

Klingelt man an einem Haus wird man argwöhnisch beäugt und misstrauisch gemustert.

- "Könnte eng werden. Heute kommen Wagen vom Umzugsunternehmen. Nur damit Sie informiert sind." Man will es sich ja nicht gleich mit der Nachbarschaft verderben.

- "Ach... gut... und ich dachte, Sie sammeln. Es wird Herbst. Die Tage wieder dunkler. Dann kommen sie und sammeln."

Gut zu wissen, denke ich mich und ziehe in Erwägung für Helloween Kürbis und brennende Kreuze in den Vorgarten aufzustellen. Bittermandelkekse, hoch dosiert, mag bestimmt jeder gerne.

Als ich auf der Straße stand, kamen mehrere junge Frauen auf Pferden vorbei geritten. Ein Reiterhof soll hier in der Nähe sein. Sie kämen öfter hier vorbei, wurde mir erzählt. Ich habe meine ganz eigenen Erfahrungen mit Frauen, Pferden und Reiterhöfen. Ein halbes Leben verbracht im Stall und doch nur eine wenige Male auf einem Gaul gesessen. Ich schaute hoch, sie schauten zurück. Dann grüßten sie. Nickten mir zu.

Der Pöbel hier, das sind die Kids der geleckten Mittelschicht. Die mit Papas Benz zu schnell, mit 5 Mann Besatzung, durch die 30´er Zone rasen und mit etwas Glück den Wagen wieder in die Spur bringen.

Ich schaue aus dem Fenster. Die Nacht legt sich über Suburbia.

Kommentare:

  1. Häuser am Waldrand sind selten, aber es gibt sie...

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    1. Gute Häuser und Plätze zum Leben sind generell selten, Herr Sironie.

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  2. Klingt gut. Erwägen sie nun eine Umbenennung des Blogs? Ich hoffe doch nicht...

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    1. Nein, Frau Melanie, den Blog werde ich nicht umbenennen. Dazu gibt es keinen Grund.

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  3. Oha. Also doch nicht die alte Mühle am Bach...? Sondern ein Vororthäuschen? Nun gut. Aber wenn die Leute schon mal grüßen, ist ja was gewonnen.

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    1. Frau Friederike, ich glaube, das mit dem Grüßen... das macht man hier so. Ich persönlich ziehe ja auch Anonymität vor.

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  4. MiM in Suburbia - das bietet so einiges an Konfliktpotential....ich bin gespannt!

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  5. Antworten
    1. Und, Frau Chiefjudy, wie gehen Sie damit um???

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    2. Wir ignorieren uns mit Abstand. Bisher erfolgreich. Dafür sind die einen Nachbarn etwas...nunja sonderbar. We'll see...^^

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