Dienstag, 19. Februar 2013

Die Kosten- und Leistungsrechnung von Geburtstagsgeschenken

Ich grübele seit dem Wochenende über etwas nach. Und in einer gewissen Form lässt es mich nicht mehr los.

Wenn Sie einem Freund, ich rede hier von einen Freund und nicht jemanden den ich als Bekannten bezeichne, ein Geschenk machen, wie gehen Sie da vor?

Achten Sie auf das Geld? Setzen Sie sich ein Limit? Versuchen Sie andere für eine Idee zu begeistern, um auf diesen Weg mehr flüssige Mittel zusammen zu bekommen, um das Geschenk grandioser zu gestalten? Teilen Sie den Betrag durch die Anzahl der Leute, die sich beteiligen oder sagen Sie, gib dazu, was Du geben möchtest oder was Du geben kannst? Wie wichtig ist Ihnen das Geschenk, als die Idee? Ist es Ihnen wichtig wirklich etwas auf die Beine zu stellen, was beeindruckt oder sagen Sie, es reicht Ihnen einfach eine kleine Aufmerksamkeit zu schenken?

Im Grunde genommen hatte ich eine Idee, die vielleicht etwas mehr ins Geld gegangen ist als ein kleines Mitbringsel oder eine Aufmerksamkeit. Mir persönlich geht es nicht darum, was es gekostet hat. Ich fand die Idee gut und habe sie aus Überzeugung umgesetzt. Weil es mir darum ging, jemanden eine Freude zu machen.

Im gleichen Atemzug bot ich an, dass sich andere an dem Geschenk mit beteiligen konnten. Wer wollte, konnte sich beteiligen. Mein Fehler, ich habe keinerlei Konditionen dafür in den Raum gestellt.

Ich ärgere mich irgendwie. Und eigentlich kann ich nicht einmal erklären warum. Mich ärgert es irgendwie, wie manche einfach jemanden etwas Geld in die Hand drücken und sich dann gemütlich zurücklehnen. Lass den Herrn MiM mal machen. Der macht schon. Keine Frage, ob man etwas zum Gelingen beitragen oder ob es einen Part gibt, den man übernehmen könnte.

Ich weiß nicht. Irgendetwas stört mich und kann nicht einmal genau sagen, was es ist.

Kommentare:

  1. Ich glaube ja, es stört Sie im Grunde genommen "nur", dass Ihrer tollen Idee (so) wohl nicht genügend Beachtung geschenkt wurde.

    Und verzeihen Sie bitte, dass ich Ihnen nun keinen Honig um Ihr Bärtchen geschmiert habe. Ich werde das ganz sicher bei nächster Gelegenheit nachholen. Versprochen!

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    1. Nicht genügend Beachtung... die Idee wurde mehr als gut aufgenommen und das Geburtstagskind ist mehr als begeistert.

      Mich ärgert es, dass ich es zugelassen habe, das es sich andere so einfach gemacht haben. Das ist das was mich ärgert.

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  2. Herr MiM, für mich hört sich das schon ein wenig an, als suchten Sie Annerkennung, Lobhudelei oder ein "Boah, Herr Mim, sie sind der weltbeste Geschenkefinder". ;-) Ehrlich? Wollen Sie meine ungeschönte Meinung? Wenn Sie wirklich diese Idee hatten und dieser Freund Ihnen so wichtig ist und es ja auch quasi schon alleine in die Hand genommen, weil Sie aus Überzeugung handelten, dann frag ich mich, warum Sie jetzt mit den Zähnen knirschen?
    Und warum, haben Sie den anderen nicht direkt gesagt, dass sie zwar die Idee hatten, aber trotzdem Hilfe wollen. Klare Ansagen, Herr MiM. Es gibt keine Hellseher! ;-)
    Ich persönlich mag keine übertrieben, teuren Geschenke von Freunden und für Freunde. Ich mag lieber die netten Kleinigkeiten, die mit Liebe ausgesucht wurden, bei denen sich jemand wirklich Gedanken gemacht hat. Und das kann sogar was Selbstgemachtes sein. LG Frau Zausel, die jetzt dem Hund ein tolles Geschenk macht...nämlich die letzte Abendrunde :-)

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    1. Anerkennung... nein. Das sich eine unheimliche Kreativität bei Geschenken an den Tag lege, das muss mir niemand sagen, das weiß ich selbst. Ich kenne meine Stärken sehr gut.

      Sie haben ja recht und ich sagte ja, mein Fehler ist gewesen, dass ich keine Konditionen in den Raum gestellt habe.

      Es ist kein übertriebenes oder ´teures´ Geschenk... als zumindest nicht in meinem Bezugssystem. Mir ging es darum, dass ich jemanden etwas schenke, mit der etwas anfangen kann und das zu ihm passt.

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    2. Dann lernen Sie eben daraus. Das nächste Mal also klare Ansagen. Denn gerade, wenn man jemand ist, der gerne mal was selbst in die Hand nimmt und die Arbeit für andere macht, kommt schnell in diese Lage á la "Der Herr MiM macht das schon" und wieso sollte man sich dann nicht zurücklehnen, wenn man genau weiss, der macht das sooo toll. ;-) Der Mensch ist eben an sich faul und bequem. LG Frau Zausel, die jetzt aber wirklich raus muss...Sie halten mich auf, Herr MiM! ;-)

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    3. Danke auch... etwas mehr Mitgefühl für die männliche Seele wäre sehr freundlich gewesen :-p

      Und jetzt bin auch noch wieder Schuld... irgendwie ist alles wie immer.

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    4. Mein Mitgefühl muss man sich verdienen, Herr MiM. ;-) Und natürlich sind Sie schuld! Ist die Gruppe noch so klein, einer muss das ... sein. :-) LG Frau Zausel

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  3. Wenn Sie schon fragen: das Schiff ist versenkt. Nächstes Jahr dem Freund alleine eine Freude machen und jetzt Augen zu und durch.

    Sahnebee :)

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    1. Ja, noch mal mache ich das nicht. Bestimmt nicht.

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  4. "Lass den Herrn MiM mal machen."

    Sehen Sie es mal so. Wenn Sie etwas anpacken, dann machen Sie das konsequent und zuverlässig. Also lässt man Ihnen freie Hand. :)

    Wenn ich eine gradiose Idee habe und mir wäre es möglich, diese auch umzusetzen, dann tue ich es. Da gibt es kein Limit. Blöd wäre nur, wenn dann "immer" so etwas zukünftig erwartet wird.

    Anders sieht es aber als Beschenkter aus. Da ist man im ersten Moment schon überfordert, wenn man etwas sehr GROSSES geschenkt bekommt. Ich erinnere mich da noch an den iPod den mir mal ein Freund geschenkt hat. Zuerst wollte ich das Geschenk nicht annehmen und heute zig Jahre später, bin ich immer noch dankbar darüber und ich benutze ihn fast jeden Tag. :)

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    1. Ich habe ja nicht mal etwas richtig großes Geschenkt. Einfach nur etwas zielgerichteter. Naja... Herr MiM macht das schon. Immer ich... Grmpf

      Aber Sie haben schon recht.

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  5. Bei Freunden? Ein Limit! Glasklar! Eine gute Idee ist unbezahlbar und lässt sich in irgendeiner Form oft realisieren. Ohne Limit ist man auf Andere angewiesen, das schmeckt mir persönlich gar nicht. Man sollte jedoch auch beim Limit nicht auf fünf Euro gucken, wenn die Idee brillant ist! Versteht sich.
    Bei guten Bekannten sehe ich das lockerer...

    Und... mich würde es auch ärgern. Eben weil die Idee das Geschenk ist. Geld kann man immer in einen Umschlag legen (geht mMn gaaaaaar nicht!!!)

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    1. Ja, da haben Sie recht. Aber ich habe ja auch etwas gelernt.

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  6. Nun, in meinem Freundeskreis lief (und bei einigen wenigen läuft) es zumeist nach dem Prinzip "Frau Fuchsi macht das schon", ich kann also durchaus mit ihnen mitfühlen.

    Aufgrund diverser unliebsamer Erfahrungen fing ich irgendwann an, sehr klare Richtlinien vorzugeben - eben weil ich mich nicht mehr ärgern mochte, beispielsweise über den "Freund", der sich an einem (relativ teuren) Geschenk mit 5,- beteiligte (obwohl das sehr weit unter seinen Möglichkeiten lag) und dann nicht müde wurde, sich bei jeder Gelegenheit ob SEINER guten Idee und SEINER Großzügigkeit zu brüsten...
    Für mich kein tolerables Verhalten.

    Gänzlich abgeschafft habe ich das gemeinsame Geschenk übrigens gegenüber solchen, die sich zu sehr darin eingerichtet haben - wenn ich am Tag vor einer Feier angerufen werde, "was schenken WIR denn morgen eigentlich?", obgleich ich nie angeboten habe, mich darum zu kümmern, finde ich das nicht nur grenzwertig, sondern habe auch keine Skrupel, den Betreffenden auflaufen zu lassen...

    Der langen Rede kurzer Sinn: Ich kenne dieses vage Gefühl des Ärgers, dass man nicht 100%ig greifen kann - erfahrungsgemäß helfen nur klare Analyse dieses Gefühls und entsprechendes Gegensteuern.
    Ich sende ihnen trotzdem in einem Anfall femininer Empathie mein Mitgefühl - sich über ein eigenes Fehlen zu ärgern, ist m.E. mit der unerfreulichste Ärger.

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    1. Frau Fuchsi,danke, vielen Dank. Wenn ich das hier lese, dann haben Sie es eigentlich auf den Punkt gebracht. Aber wirklich auf den Punkt. Genau das ist es. Volltreffer.

      Aber... für das nächste Mal lerne ich daraus. Versprochen.

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  7. ? Sie haben 'das' angeboten und der Mensch an sich ist mit Begeisterung faul - wenn er kann!
    Abticken als 'gelernt' und ... ein neues Jahr eine neue Chance!
    Weiter geht's Herr MiM; nicht sich vergrollen und in schlechte Laune verbuddeln - schauen, wie Sie genau aus dieser Stimmung wieder auf 'Level' kommen; BITTE? Fuer uns dann wenigstens?

    LG, G.

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    1. Das mit der Stimmung auf den Level heben könnte sich noch als etwas schwieriger gestalten... zumindest wird es noch eine Zeit dauern.

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    2. .... extrem weiches Kuschel-Heftpflaster drauf (mit smiley) und Ihre Kenntnisnahme hier, dass Sie nicht falschgewickelt sind mit Ihrem Gefuehl.
      Ist das 'flauschig' genug?

      Hug, und LG, G.

      Moensch, Herr MiM, die Story sollte Ihnen eigentlich AUCH zeigen, dass Sie besser waren als die Anderen - ist das nix?!!!

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  8. "Ich weiß nicht. Irgendetwas stört mich und kann nicht einmal genau sagen, was es ist."

    Trittbrettfahrer.

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    1. Ergänzung: Der entstehende Eindruck, dass den anderen besagter Freund egal ist. Vereinfacht: (Wahrgenommene) Werteinkongruenz.

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    2. Wertinkongruenz... ja, tolles Wort. Eines meiner neuen Lieblingsworte. Sie haben Recht, Herr Robby.

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  9. Aus dem Grund schenke ich schon lange immer alleine. Dann kann sich keiner bequem "dranflantschen". Und auch keiner reinreden und hinterher meckern. Das Limit ergibt sich automatisch aus meiner finanziellen Situation.

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    1. Frau Kira, stimmt ja was Sie sagen. Recht haben Sie.

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  10. sich ärgern, dass es sich die anderen so leicht gemacht haben, las ich relativ weit oben.
    ja, da liegt der hase im pfeffer. ich kenne solche gefühle, fast jeder kennt sie. aber warum sollen die anderen es sich schwer machen? die wären ja schön blöd!
    versuchen sie mal, ob sie es sich nächstes mal leicht machen können (wollen).
    grüße
    m.

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    1. Wissen Sie was, bei Freunden mache ich es mir niemals leicht. Freunde speist man nicht mit Leichtigkeit ab. Das tue ich nicht. Das entspricht nicht meinem Denkmuster.

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  11. Frueher gemacht, heute nicht mehr. Eben genau deshalb, wenn man sich anbietet, wird es eben auch angenommen und das hatte auch in meinem Fall eher zu Frust gefuehrt. Außerdem wird man dann gerne auch fuer die Zukunft und am besten auf immer und ewig auf die Rolle des "Organisierers" festgelegt.

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    1. Ja, ja... die Rolle des großen Organisators. Seufz... hängt an mir seit meiner Jugend.

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  12. Passiert mir im Büro ständig. Ich lerne aber nichts aus den Scherereien. Vielleicht nächstes Jahr. Und was Sie angeht: nun kennen Sie die Konsequenzen ja. Jetzt noch ärgern ist zwecklos, aber nächstes Jahr nicht wiederholen. So wie ich^^

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    1. Keine Sorge. Passiert mir bestimmt nicht wieder.

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