Dienstag, 17. Oktober 2017

Das Drama Weihnachtsfeier

Eine Email. Wie im jeden Jahr. Die Einladung zur Weihnachtsfeier. Und kaum dass die Email in der Inbox aufschlägt, geht das große Drama los.

Zum Beispiel der Herr AfD Kollege. Es wird sofort gemeckert. Keine zehn Pferde werden ihn zu einer Teilnahme bewegen. Da könne Kim Jong-un noch so sehr versuchen einzuwirken. Das wird er nicht tun. Und überhaupt... die Location. Das geht ja mal gar nicht. Was im Grunde genommen ja argumentativ unerheblich sein kann, wenn man ja eh nicht kommen will. Aber es wäre egal was für eine Location gewählt werden würde. Meine Wette: Keine wäre ihm gut genug.

So chaotisch dieses Unternehmen auch ist. Sie bemühen sich. Das muss ich anerkennen. Der Elfenbeinturm organisiert keine eigene Feier. Es wird sich bei der deutschen Landesgesellschaft mit einklinkt. Die Landesgesellschaft veranstaltet eine Feier mit ihrer, ich nenne es mal, eigenen Hauptverwaltung. Dazu werden diverse Niederlassungen aus dem Bundesgebiet mit eingeladen. Das heißt, nicht jeder aus den Niederlassungen hat die Möglichkeiten zu dieser Feier zu kommen. Kommen werden Niederlassungsleiter, so wie ausgewählte Mitarbeiter, für die diese Feier eine Art Incentive darstellt. Diese freuen sich und geben dann immer mal so richtig Gas. Es ist immer ein Bild für die Götter. Das Buffet ist jedes Mal ordentlich, an Getränken bleibt in der Regel kaum ein Wunsch unerfüllt, für Musik ist auch gesorgt. Und wer mag, kann die mal so richtig die Sau raus lassen. Wir aus dem Elfenbeinturm sehen mal wieder echte Menschen. Die angereisten Leute werden in einem Hotel einquartiert. Für die Leute, die vor Ort bzw. in der Umgebung leben, gibt es einen Fahrdienst nach Hause.

So gesehen... wo findet man noch solche Weihnachtsfeiern? Ich kenne genügend Läden in denen die Weihnachtsfeier aus mitgebrachten Salaten und einigen Bierkästen besteht.

Das Nordrhein-Westfalen-Autobahnquiz

Erkenne das Tier, am Geräusch, welches es macht, wenn es durch den Radkasten geht.

Der Tag fängt schon gut an.

Montag, 16. Oktober 2017

Echo der Vergangenheit

Sonntag. 19:04 Uhr. Unbekannte Nummer. Whatsapp. Obwohl ich meine Brille trage, kann ich das Profilbild nicht erkennen.

"Alles Gute zum Geburtstag. Gruß Schatz."

Ich bin absolut irritiert. Ich bin überrascht. Und ich mich kann man wirklich schwer überraschen.

Ein Geburtstagsgruß der Exfrau. Ich hatte seit Jahren nichts mehr von ihr gehört. Irgendwann hörte sie auf zum Geburtags Emails zu schreiben. Das war okay. Sie hatte wieder geheiratet. Ihr neuer Mann mag mich nicht sonderlich. Und sie ist mittlerweile Mutter geworden. Sie haben einen Sohn, wenn ich mich recht einnere. Da passt ein Exmann nicht rein. Da gehört ein Exmann auch nicht hin.

Ich klicke auf das Profilbild. Rote lange Haare. Hübsches Gesicht. Kirschroter Lippenstift. Freundliches Lächeln.Wirklich gutaussehend.

Das ich eine Geburtstags Whatsapp bekomme, verwundert mich. Sie hatte vor mehr 8 Jahren die Telefonnummer gewechselt und ich diese Nummer habe ich auch nicht mehr bekommen. Email ja. Telefonnummer nein. Wenn sie jetzt nun schrieb, sorgte sie gleichzeitig dafür, dass ich in den Besitz ihrer Telefon komme. Was mich aber noch mehr erstaunt ist, dass sie noch immer meine Telefonnummer hatte.

Ich wäre überrascht, von ihr zu lesen. Würde mich freuen. Hoffe, dass es ihr gut ginge.
     Ja, alles bestens. Wären nun umgezogen von der kleineren Stadt in die große Stadt. Ob bei mir auch alles gut ist?
Ja, alles prima. Im letzten Jahr Vater geworden.
     Das wäre toll. Herzlichen Glückwunsch. Und noch einen schönen Abend.

Und das steht man dann da als Exmann und fragt sich: "Was war das?"

Ich ging davon aus, dass sich der Kontakt gelöst hätte. Versandet. Was okay ist. Es gibt keinen Grund in Verbindung zu bleiben.

Und irgendwie.. irritiert es mich noch immer, weil ich nicht weiß, wie ich es nehmen soll.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Im Sinkflug

Ich bin nun 45 Jahre alt. Wenn es gut läuft habe ich die Hälfte geschafft. Statistisch betrachtet dürfte ich noch 30 Jahre haben. Der Sinkflug hat begonnen. Genauer... ich bin bereits mitten drin.

Was ich mit mit Sicherheit sagen kann ist, dass die Integration meiner Person in die Gesellschaft gescheitert ist. Ich bin nicht sonderlich kompatibel. Und ich habe es nicht mehr vor zu sein. Ich denke, ich werde mich nicht mehr weiter darum scheren. Darauf werde ich keine Zeit mehr verschwenden. Weder will ich jemanden beeindrucken, noch habe ich vor den mittlerweile reduzierten Freundeskreis weiter aufzubauen. Mich interessiert es nicht, wie jemand die Welt sieht. Ich will keine Anerkennung. Keinen Applaus. Ich brauche niemanden, der mir sagt, dass ich dies oder jenes gut kann. Ich will einfach nur meine Ruhe haben.

Ich habe in den 45 Jahren drei Leben gelebt. Mit all dem was ich erlebt habe, könnte ich mühelos drei Leben füllen. Mit Menschen. Mit Erlebnissen. Mit Begebenheiten. Und immer wenn es wirklich hart auf hart kam, war ich alleine mit mir selbst. Und mit dieser Person habe ich alles gemeistert. Auf diese Person kann ich zählen. Sie ist die einzige Person, auf die ich mich noch blind verlassen werde.

Menschen sind eine enttäuschende Angelegenheit. Es lohnt sich nicht, sich mit ihnen auseinander zusetzen oder sich um sie zu mühen. Es ist einfach Zeitverschwendung. Egos wie schwarze Löcher. Der Wunsch geliebt zu werden, den andere erfüllen sollen. Die nach Aufmerksamkeit lauern. Menschen die Gespräche beginnen, nur damit ihnen Zustimmung zu Teil wird. Reden um des Redens willen. Ohne Aussage. Ohne Standpunkt. Nur um den Drang nach der eigenen Aufmerksamkeit zu befriedigen. Um nach ein, zwei Nachfragen die Gedankenkonstruktionen zusammenfallen zu sehen.

Die Freunde meiner Jugend sind Vergangenheit. Keiner ist geblieben. Zu unterschiedlich die Leben. Zu verschieden die Ansätze. So anders die Wahrnehmungen. Der Klügere gibt nach bis er der Dumme ist. Ich akzeptiere die Entscheidungen anderer Menschen stehen zu bleiben oder sich einfach in eine andere Richtung zu entwickeln. Jeder hat das Recht auf sein Leben. Es so zu entwickeln wie er es für sich richtig hält oder entscheidet. Ich akzeptiere und respektiere das. Widerwillig. Zum Teil. Aber ich nehme es hin. Allerdings nehme ich das Gleiche für mich Anspruch. Freunde kommen. Sie haben ihre Zeit und dann verlassen sie uns. Manche bleiben nur eine kurze Zeit. Manche länger. Ich bin dankbar für die, die länger bleiben.

Ich kann es nicht mehr hören. Diese Menschen mit ihrem man könnte, man sollte, man müsste, wäre es nicht schön wenn. Diese Existenzen im Konjunktiv. Sie widern mich an. Sie langweilen mich. Macht etwas, aber hört auf mich voll zu schwafeln. Mich interessieren theoretische Gedankenkonstrukte über was alles möglich wäre nicht.

Die Kunst des Lebens besteht darin, zwischen den Widersprüchen nicht verrückt zu werden. Zu erkennen, wann Regeln sinnvoll und wann sie es nicht sind. Wann es sinnvoll ist, sie zu befolgen und wann man getrost über sie hinweg gehen kann. Zu erkennen das jedes idealistische Dogma nur der Versuch von Feiglingen ist, ein dynamisches System starr werden zu lassen. Es im eigenen Sinn berechenbar und vorhersehbar zu machen.

Ich bereue nichts. Ich bedauere nur die Zeit, die ich verschwendet habe weil ich anderen glaubte, auf ihre Worte hörte anstatt mir selbst zu vertrauen. Die Gesellschaft von Menschen zu suchen ist ein toxische Angelegenheit. Lässt man sie zu lange und zu dicht ran, verursachen sie nichts weiter als Probleme. Ist immer nur eine Frage der Zeit.

Ich glaube, ich habe knapp 25 Jahre gebraucht um aus der Vergangenheit im Hier und Jetzt anzukommen. Die Vergangenheit ist Vergangenheit. Ich habe es endlich geschafft in der Gegenwart zu leben. Ich habe keine großen Pläne für die Zukunft.

Ich lebe jetzt. Nicht gestern. Aber morgen. Vielleicht. Wie lange? Keine Ahnung.

Aber bis dahin habe ich noch genau einen Job zu machen. Drei Menschenkinder auf ein Leben vorzubereiten. Sie sind die Einzigen denen ich etwas schuldig bin. Denn man hat sie nicht vorher gefragt, ob sie sich das alles antun wollen.

Danach... kann mich das Universum am Arsch lecken. Ich gebe keine 10 Cent mehr auf irgendwas.

Eigene Geburtstage sind einfach nicht mehr das, was sie mal waren.

Rolling Stone 500 Greatest Songs of all time - #410

Sly & The Family Stone - Thank You (Falettinme Be Mice Elf Agin). Mmmh... ja... nun, okay. Niemals vorher gehört. Ist einer dieser Song, wo man mit einem Cabrio von Straßenkreuzer Anfang der 70´er auf breiten Straßen herumgefahren ist.

Hört sich nicht schlecht an. Irgendwie ganz nett. Aber nicht der Reißer. Wir hatten schon schlimmere Sonntage hier.

Rolling Stone 500 Greatest Songs of all time - #411

Eddi Cochran - C´mon everybody. Jawohl... einer dieser wenigen Rock´n Roll Songs die ich mag. Er gefällt mir. Er hat was. Ich habe dazu damals Jive gelernt. Als ich mich von meinem Freund überreden lassen habe, die Tanzschule besuchen. Was nicht schlecht war, weil dort lungerten die ganzen Mädels herum. Das war wie im Selbstbedieungsladen.

Ja, ist okay. Gefällt. Nicht der Brenner... aber gut.

(dauert einen Moment, bis das Bild kommt)

Rolling Stone 500 Greatest Songs of all time - #412

Der Tag beginnt mit einem Griff ins Klo. Aber so richtig. Rihanna ft. Jay Z - Umbrella. Gott sei Dank werde ich nur einmal mit solchen Songs wie diesem konfrontiert. Und zwar hier. Auf dem Weg zu Platz 1. Nein, nicht mein Song. Nicht wirklich toll.