Montag, 9. April 2012

Fröhliche Ostern mit O2 und ohne Internet

O2 ist schon ein Wahnsinnsverein. Professionelle Unprofessionalität.

O2 kennt bei der Vertragsannahme zwar Datenfelder wie Rechnungsadresse und Lieferadresse, ist aber nicht in der Lage beide Datenfelder, trotz unterschiedlicher Datenbefüllung, richtig zu verwenden.

Das führt dazu, dass die Technik die ich zum Betreiben meines Internets und meines Telefonanschlusses benötige, sehr sehr weit weg zugestellt wurde. An jemanden den ich nicht kenne.

Gut Fehler passieren. Ist okay. Niemand ist perfekt. Kommt vor. Auch kommt es vor, dass ich ziemlich direkt und etwas fordernder nachhake und erwarte, dass man mir Antworten gibt. Wenn ich etwas nicht ausstehen kann sind Menschen, die nur herumdrucksen, versuchen mich zu beschwichtigen und mit mir reden als wäre ich ein kranker Gaul. Auch finde ich es nicht akzeptabel, dass man mich als Kunden auffordert, mich selber darum zu kümmern, ob mir die Person, der man die Technik zugestellt hat, diese mir nicht schicken könnte. Wie ich Menschen, die mir vollkommen unbekannt sind, deren Namen ich zum ersten Mal höre und denen ich nie vorher begegnet bin, kontaktieren soll, konnte mir der Kerl am Telefon auch nicht sagen.

Stellt sich die Frage warum man ein Kundenzentrum einrichtet um Lösungen zu schaffen, wenn die Leute unfähig sind eigene Lösungsansätze zu entwickeln und man ihnen in einem nervigen sokratischen Gespräch die Lösung aufzeigen muss. Wer brauch Kundenberater am Telefon, die keine Entscheidungen treffen dürfen, können oder wollen. Letzteres ist für Problemlösungen nämlich zwingend erforderlich.

Und es tut mir ja leid, dass der Typ am Helpdesk ausgerechnet an mich geraten musste und ich in einer, nennen wir es, nicht gerade gewogenen und ausgeglichenen Stimmung war. Am Ende des Telefonats hatte ich den Eindruck, dass er mich nicht wirklich mochte.

C´est la vie. Wenn man in der Frontlinie am Kunden arbeitet, dann sollte man ein bisschen Hitze vertragen können.

Und dabei bin ich so ein verdammt umgängliches Kerlchen.

Kommentare:

  1. "Und dabei bin ich so ein verdammt umgängliches Kerlchen."

    Und Pinocchio ist aus Plastik.

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  2. Als man in den 1980ern das Wort 'outsourcing' erfand nahm das Unheil seinen Lauf. Heute reden Sie nur mehr mit in Zwingern sitzenden Ahnungslosen die sich aufgrund einer kundenfeindlichen und -verachtenden Firmenphilosophie Ihren Unmut anhören müssen und von Kompetenz soweit entfernt sind wie Sie vom Mond. Dafür gibt es eine Flatrate und tolle Werbespots. Was wollen Sie noch? Willkommen in der modernen Welt.

    Ach ja, das Wort 'Helpdesk' sagt ja auch so einiges aus. Als wenn mir ein Tisch tatsächlich helfen könnte :-)

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    1. Ich sage es Ihnen ganz ehrlich, manchmal mag ich die moderne Welt überhaupt nicht.

      Und ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass man auch ein kundenfreundliches Outsourcing betreiben kann. Das geht. Aber Qualität hat halt ihren Preis.

      Aber das ist ja die Gei ist Geil Mentalität.

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  3. Irgendwie errinnert mich die Story schon stark an den Link den ich im letzten Kommentar hinterlassen habe... sie wissen schon.

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Da Sie schon so gut heiß sind, könnten Sie vielleicht auf einen Sprung bei den REWE-Regalbetreuern vorbeischauen und denen klar machen, dass eingedrückte Konservendosen nicht in den Verkauf gehören? Ich warne hier schon vor der Antwort "Aber wir bekommen sie so geliefert".

    herzlichst, Paula,
    die ENDLICH WIEDER MAL Konserven KAUFEN MÖCHTE, OHNE DIESE JEDES MAL RUNDUM ABTASTEN ZU MÜSSEN, nur um festzustellen, dass sie eingedrückt sind, weil hier jemand SEINEN JOB NICHT GEMACHT HAT. grrrr.

    Ja, das Internet hier läuft gut. Und nein, ich erkläre jetzt nicht, was schlecht ist an eingedrückten Konservendosen.

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    1. Ich habe öfters festgestellt, dass die Typen, die die Regale in Supermärkten einräumen, teilweise ja nicht einmal mehr zum Stammpersonal gehören und teilweise von den Herrstellern selber geschickt werden.

      Ein schlimmer Trend wie ich finde. Ganz schlimm.

      Und vielleicht habe ich auch mal wieder irgendwann Internet.

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  6. ...Wenn man in der Frontlinie am Kunden arbeitet, dann sollte man ein bisschen Hitze vertragen können. ... true!

    Der Helpdesk hat Ihnen wirklich angeboten, sich selbst um die Lösung zu bemühen? Das riecht nach Überforderung und keinerlei TroubleShooting-Struktur im HIntergrund. O2 Business klingelt einmal im Monat durch und wollen auf eine sehr unbeholfene Weise einen Termin bei uns. Die Art und Weise dabei ist derart unprofessionel, das es für mich schon fast peinlich auf der anderen Seite ist.

    Wie Vanilleblau schon feststellt, bin auch ich der Meinung, die Wurzel allen Übels ist das von den Controllern(?) dieser Welt angezettelte Outsourcing zum Wohle der eigenen unternehmerischen Börse. Es muss gespart werden, koste es was es wolle. Und da mittlerweile unglaublich viele diesem Blödsinn erlegen sind, ist "es" auch keine negatives Alleinstlungsmerkmal mehr. Man muss damit leben und IMHO diese Unternehmen so schnell wie möglich verlassen.

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    1. Ja, man nannte mir Lösungsmöglichkeiten, wie ich mein Problem selber lösen sollte. Allerdings war das aufgrund der Konstellation überhaupt nicht möglich.

      Ich denke nicht einmal, dass Controller dieses Übel angezettelt haben. Wir Controller liefern Lösungsansätze und zeigen die Zielkonflikte auf. Die Entscheidung wie es läuft, die trifft letztlich das Management.

      Momentan nervt es einfach.

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  7. Was erwarten Sie von einem spanischen Konzern, welcher eine deutsche Marke erfindet, eine andere kauft und von einer braunen mit roten Haaren bewerben lässt...
    Und für 7,95€/h brutto können Sie niemanden erwarten der Entscheidungen fällt. Die Entscheidungsbeauftragten bekommen 10€/h und arbeiten nur 8til5.
    If you pay peanuts, you will get monkeys.

    Ansonsten Sie doch einfach mal eine Radtour zu Georg-Brauchle-Ring 23-25...

    Wünsche Ihnen einen Guten Start in die Woche.

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    1. Ich wollte da ja vorbei fahren, aber die verschicken die Technik von Hamburg aus und nicht von hier.

      Die Frage ist ja nur, bekommen die Leute so wenig und machen darum so einen miesen Job oder können die so wenig und bekommen daher so wenig Geld?

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    2. Es ist ein Henne-Ei Prinzip.
      Weil wenig bezahlt wird bekommen Sie nur Leute die wenig machen weil so wenig bezahlt wird.
      Hier ist eben Geiz nicht geil.
      Leider (fallen) steigen viele Kunden darauf ein. Die meisten merken es nicht und sind glücklich. Aber wenn... ja dann... und somit beginnt der Wechselkreislauf von neuem. Schliesslich wollen die Outbounder ja auch etwas Erfolg haben.

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  8. Ich dachte schon, der Umzug hätte Ihnen nicht gut getan -- aber der letzte Absatz hat es dann ja wieder richtig gestellt.

    Sie müssen die Mitarbeiter nicht verheizen an der Hotline. Viel schöner ist es, sie ins eigene Messer zu führen und zu schauen, wie sie sich davor winden.

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    1. Ja, das mache ich ja auch... und am Ende ... dann verheize ich sie.

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  9. Meine Wenigkeit hat persönlich bisher nur gute Erfahrungen mit O2 gemacht. Egal, was ich für Anliegen hatte, mir wurde immer umgehend und sehr fix geholfen. Aber ich finde es immer wieder sehr amüsant zu lesen, was bei dir so alles schief geht! ;)

    Liebe Grüße,
    Ben

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    1. Meine Erfahrungen waren ja bisher auch recht gut.

      Ich behaupte ja, dass es eigentlich egal ist bei wem man das da einen Vertrag abschließt. Das ist mittlerweile reine Glückssache.

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